car2go

„Einsteigen, bitte!“ – car2go bewegt Stuttgart.

Das eigene Auto nervt. Zumindest, wenn man in Stuttgart wohnt und schon mal einen Parkplatz gesucht hat. Es grenzt bisweilen an ein Wunder, ein paar Quadratmeter Abstellfläche zu ergattern. Die Lösung für immer mehr Großstädter: Carsharing. Man spart Geld, muss sich um nichts kümmern und ist trotzdem mobil.

Ein beliebtes Carsharing-Angebot ist car2go, eine Mobilitätsdienstleistung der Daimler AG. „Einfach, spontan, flexibel von A nach B!“, so beschreibt Katja Bosler, Leiterin am Standort Stuttgart, der GTS-Redaktion diesen Dienst. Es vermindert zwar das Verkehrschaos auf den Straßen nicht, verringert aber die Zahl der Autos, die überall herumstehen und spart CO2 durch die reine Elektroflotte in Stuttgart ein. Seit der Pilotphase im März 2009 betreibt das Unternehmen das Projekt car2go. Offenbar mit Erfolg, denn mittlerweile gibt es das freefloating Smart-Sharing an 16 Standorten in Europa und 15 in Nordamerika – u.a. im texanischen Austin und in Hamburg. Damit ist car2go Pionier und Marktführer im vollflexiblen Carsharing. Allein in Stuttgart und den dazu gehörenden Städten Sindelfingen, Böblingen, Esslingen und Gerlingen stehen 500 Elektro-Smarts als Leihwagen bereit. „Im Oktober haben wir unseren 50.000. Kunden gefeiert mit persönlicher Gratulation von Ministerpräsident Winfried Kretschmann“, erzählt uns Katja Bosler stolz, „Auch das Staatsministerium fährt nun dienstlich car2go.“ Als Partner des von der Landesregierung initiierten Schaufensterprojekts „Living-Lab BW e-mobil“ setzt car2go ein Zeichen für Elektromobilität in Stuttgart. Neben dem Spareffekt zeichnet sich car2go also vor allem durch eins aus: Umweltfreundlichkeit. Es soll ausschließlich regenerativ erzeugter Strom in die Auto-Akkus fließen. Das Besondere am Standort Stuttgart ist, dass es die „einzige vollelektrische car2go-Flotte in Deutschland hat und gleichzeitig auch Deutschlands größte Elektroflotte“, erzählt die Location Managerin. Allein im Geschäftsgebiet Stuttgart wurden seit Start im November 2012 bereits ca. 10 Millionen Elektrokilometer gefahren mit einer CO2 Ersparnis von ungefähr 1.000 Tonnen.

Wie funktioniert car2go?  

Voraussetzung für die Nutzung ist ein Smartphone mit iOS von Apple, Googles Android oder ein Windows Phone. Auch für Blackberrys soll es die App zukünftig geben. Mithilfe der App wird ein Smart in der Nähe ausgesucht: „Den nehme ich!“, lautet dann der Befehl. Entweder wird das Fahrzeug vom Fleck weg gemietet oder 30 Minuten vor Fahrtbeginn kostenlos reserviert. Einfach in der App den gewünschten car2go auswählen und dann auf „reservieren“ oder direkt „Miete starten“ tippen. Mit „Klick“ öffnet sich das Auto. Noch kurz den persönlichen PIN Code eingeben, schon kann die Fahrt beginnen. Was car2go besonders interessant macht, ist folgendes Versprechen: Man darf „auf allen öffentlichen Parkplätzen im Geschäftsgebiet parken. Auch gebührenpflichtige öffentliche Parkplätze oder von uns angemietete Parkplätze können Sie gerne nutzen – car2go zahlt für Sie“, heißt es auf der Internetseite des Unternehmens. Tatsächlich übernimmt der Anbieter in folgenden Fällen auch die Parkkosten. Katja Bosler erklärt: „Die Autos haben einen Parkschein an der Windschutzscheibe bzw. eine Parkkarte im Auto. Man kann sie einfach auf allen öffentlichen Parkplätzen und im Anwohnerparken kostenlos abstellen.“ Auch können natürlich speziell reservierte car2go-Parkplätze genutzt werden, z.B. am Flughafen, der Staatsgalerie, am Katharinenhospital oder am SI-Centrum  (um nur einige zu nennen), welche man in der car2go-App mit als „P“ gekennzeichnet findet oder die komplette Liste an speziellen car2go Parkplätzen auf unserer Homepage unter Parken.

Für wen lohnt sich Carsharing?

Grundsätzlich ist Carsharing vor allem für Menschen praktisch, die selten oder unregelmäßig mit dem Auto fahren oder ihr Auto am Wochenende, bei Feiern, zum Shoppen etc. nicht mitnehmen oder (teuer) stehen lassen möchten. Es ist dann in der Regel günstiger, als selbst einen Wagen zu besitzen. Der Vorteil ist, dass die Fixkosten – Abschreibung, Steuern, Versicherung, Wartung – auf alle Nutzer umgelegt werden. Daher ist Carsharing auch als Zweitwagen eine Überlegung wert, als Ersatz fürs Taxi, für Geschäftsfahrten oder als Ergänzung zu öffentlichen Verkehrsmitteln.

Tipps für car2go-Einsteiger

Am besten informiert man sich über die Internetseite oder persönlich bei Promotion-Aktionen, die immer wieder in der Stadt zu finden sind.

„Voraussichtlich nächstes Jahr soll es auch wieder eine direkte car2go „Anlaufstelle“ geben in der ihr alle eure Fragen persönlich stellen könnt.“

„Man braucht wirklich keine Scheu zu haben – weder vor dem Fahrzeug, das eine Automatikschaltung und ein Navi hat, noch vor dem elektrischen Fahren oder dem Aufladen“, versichert Bosler. Ersteres sei vielleicht anfangs etwas ungewohnt, da es keine Motorengeräusche gäbe außer „ein leises Surren“. Aufladen sei ebenfalls absolut unkompliziert: „Einfach mal ausprobieren“. Sparfüchse können sich auch darüber freuen: Wenn der Ladezustand des Smarts zum Mietende unter 30 % fällt und dieser direkt an einer Ladesäule abgestellt wird, bekommt man zusätzlich zehn Freiminuten als Dankeschön geschenkt. Die Ladesäulen finden sich beispielsweise in der car2go App oder unter EnBW. Aufgeladen wird das Leih-Wägelchen mit der Ladekarte, welche sich im Auto befindet – auf Kosten von car2go. Und wenn jeder mithilft stehen mehr Autos zur Verfügung, also auch für eure nächste Fahrt!

Katja Bosler ist durch und durch Stuttgarterin: „Wir sind eine tolle Stadt mit einem wahnsinnig großen Angebot an Locations und Events.“

Gerne möchte sie jedem das Gefühl vermitteln, dass sie selbst von Stuttgart hat. Ihr Ziel wäre es, eine eigene car2go-Community in Stuttgart zu schaffen, in der sich beim Vorbeifahren alle Fahrer grüßen – wie bei den Motorradfahrern. „Ich bin gespannt, wann ich einen ersten Gruß von euch bekomme, bin ja schließlich täglich mit einem e-Smartie unterwegs“, erzählt sie der GTS-Redaktion zum Abschluss.

Wenn ihr noch mehr Tipps rund um car2go von Location Managerin Katja Bosler haben wollt, trefft ihr sie am besten donnerstags in der „Schanke“ oder offiziell „Schankstelle“. Im Sommer findet ihr sie im „Berg“, im „Kaba“ oder auf einem unserer schönen Aussichtspunkte in Stuttgart, wie beispielsweise beim Teehaus. Ihre ultimativen Geheimtipps für Weinliebhaber: der „Sonna Besa“ in Strümpfelbach oder der „Toskana-Besen“ des Weinguts Diehl bei Rotenberg.

 


Auf den Punkt gebracht!

Hier findet ihr nachfolgend ein paar typische car2go-„Anwendungsfälle“:

…zur Arbeit, weil dort das eigene Auto nicht geparkt werden kann oder man nicht mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln fahren möchte/kann.

…zum Lebensmittel einkaufen oder Shoppen.

…bei schlechtem Wetter.

…für (Geburtstags-)feiern, Ausflüge, Feste, zum Essen gehen.

…am Wochenende, um das eigene Auto nicht dort stehen lassen zu müssen oder teuer mit dem Taxi zu fahren.

…vom und zum Flughafen, auch in anderen Städte.


MEHR INFOS:
www.car2go.de