DIE AUSSERGEWÖHNLICHSTEN AUSBILDUNGSBERUFE – AUCH IN STUTTGART UND UMGEBUNG

Maurer, Krankenschwester, Elektriker, Einzelhandelskauffrau – alles ganz normale Berufe, die man in einer mehrjährigen Ausbildung erlernt. Das ist dir zu gewöhnlich? Dann ist der folgende Artikel genau das Richtige für dich! Wir zeigen dir hier, welche Ausbildungsberufe es gibt, die garantiert etwas Besonderes sind.

Oder kennst du jemanden, der in der Glückspielbranche arbeitet oder gerade eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft macht? Eben, wir auch nicht. Grund genug, sich solche Ausbildungsberufe mal etwas näher anzuschauen.

SCHÄDLINGSBEKÄMPFER/IN

„Iiih, eine Kakerlake!“ Viele Menschen ekeln sich vor kleinen Krabbeltieren, die es sich in ihren Häusern gemütlich machen wollen. Hat sich ein ungebetener Gast eingenistet, ist das mitunter sehr unangenehm, außerdem tut er dem Haus an sich oft gar nicht gut. Höchste Zeit also, den Schädlingsbekämpfer zu alarmieren!

Schädlingsbekämpfer haben aber nicht nur die Aufgabe, einen bereits vorhandenen Befall zu beseitigen, sie sorgen auch dafür, dass es erst gar nicht soweit kommt. Durch entsprechende Maßnahmen schützen sie Menschen, Tiere, Pflanzen, Vorräte, Materialien sowie Gebäude und die Umwelt vor Schädlingen aller Art.

Und das in den unterschiedlichsten Einsatzorten: Die reichen von Privathaushalten über Gastronomiebetriebe und Krankenhäuser bis hin zu Lagerhallen, landwirtschaftlichen Betrieben, Wiesen und Feldern. Das macht den Beruf des Schädlingsbekämpfers zu einer sehr abwechslungsreichen Tätigkeit.

Eine Ausbildung in dieser Branche dauert drei Jahre und ist dual angelegt, wird also sowohl in einem Betrieb als auch in der Berufsschule absolviert. Eine solche Ausbildung ist zum Beispiel auch in Stuttgart möglich.

Voraussetzung ist, dass du verantwortungsbewusst bist und kundenorientiert handelst. Außerdem solltest du eine gute Beobachtungsgabe haben und eine gute Umgangsweise mit den Kunden mitbringen. Ebenfalls sehr wichtig: Du solltest dich natürlich nicht vor Krabbeltieren, Schimmel und ähnlichem ekeln und kein Problem mit unangenehmen Gerüchen haben.

DESTILLATEUR/IN

Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren. Doch die richtige Herstellung von Likör, Weinbrand oder Rum will gelernt sein! Denn nur ein Destillateur, der sein Handwerk versteht, kann schmackhafte Spirituosen herstellen.

Hierbei lautet die Devise: Die Mischung macht´s! Nur das richtige Mischungsverhältnis von Alkohol, Früchten oder Getreidesorten, anderen Aromen und eventuell Zucker ergibt ein hochwertiges Produkt. Um die Mischungsverhältnisse richtig berechnen und die Qualität der Erzeugnisse beurteilen zu können, sind gute Kenntnisse in Chemie, Physik und Mathematik unbedingt Voraussetzung.

Die Ausbildung zum Destillateur dauert drei Jahre und findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Destillateure werden vor allem in Brennereien und Kellereigenossenschaften gebraucht, die es abgesehen von Stuttgart zum Beispiel auch in Sindelfingen, Ludwigsburg und Ostfildern gibt.

Was ein auszubildender Destillateur an Fähigkeiten mitbringen sollte sind eine sorgfältige Arbeitsweise, Verantwortungsbewusstsein, eine gute Beobachtungsgabe, handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, gute EDV-Kenntnisse und Zuverlässigkeit.

Eine Art Vorstufe zum Destillateur ist eine Ausbildung zum Brenner. In diesem Beruf werden die benötigten Rohstoffe zunächst auf ihre Qualität hin überprüft und mit Hefe und Verzuckerungsstoffen (zum Beispiel Malz) zum Gären gebracht. Aus dem destillierten Alkohol wird dann Roh- und Feinbrand, also der Alkohol, der von Destillateuren weiterverarbeitet wird.

AUSBILDUNGEN IN DER GLÜCKSSPIELBRANCHE

Das Glücksspiel ist schon mindestens seit der Antike bei den Menschen sehr beliebt. Dementsprechend florieren Casinos auch heute noch – und das nicht nur online! Wie wäre es also mit einer Ausbildung in der Glücksspielbranche?

Denn die Berufsbilder in einem Casino sind genauso vielseitig wie das Glücksspiel selbst: Hier werden Rezeptionsmitarbeiter benötigt, die die Gäste begrüßen und ihnen einen Rundum-Service bieten. Service-Mitarbeiter versorgen die Gäste mit Getränken und halten den Saal ordentlich.

Außerdem hat ein Casino immer Sicherheitsangestellte, Fachkräfte für den Automatenservice und diverse Verwaltungsangestellte, zum Beispiel in der Finanz- und Rechtsabteilung. Irgendjemand muss die Spielhalle ja schließlich auch verwalten.

Einer der wohl spannendsten und abwechslungsreichsten Tätigkeiten im Casino ist das Berufsbild des Croupiers: Ein Croupier bzw. eine Croupière ist vor allem dafür zuständig, den Spielbetrieb zu organisieren und darauf zu achten, dass bei Roulette, Black Jack und anderen Glücksspielen alles mit rechten Dingen zugeht.

Dank der vielen verschiedenen Gäste, die allein im Laufe eines einzigen Abends an deinen Spieltisch kommen, wird es dir als Croupier nie langweilig und wenn es gut läuft, lassen die Spieler ein saftiges Trinkgeld da. Selbst an einem Tisch hat man wechselnde Aufgaben, da für gewöhnlich bis zu vier Croupiers für einen Tisch zuständig sind und unterschiedliche Funktionen übernehmen.

Gerade weil die Tätigkeit in diesem Beruf so vielseitig ist, müssen angehende Auszubildende auch vielseitige Fähigkeiten mitbringen: Ein Croupier muss immer zuvorkommend und höflich gegenüber den Spielern sein, egal, wie sie gelaunt sind und wissen, wie er mit Manipulationsversuchen umzugehen hat.

Auch der Umgang mit Karten und Jetons will gelernt sein, damit es mühelos und elegant aussieht. Ganz wichtig: Ein Croupier muss sehr gut im Kopfrechnen sein und die Tischspiele einwandfrei beherrschen. Das erfordert ein hohes Maß an Multitasking.

GLOCKENGIESSer/IN

Ob in der Kirche, in einem Tempel oder in der Schifffahrt – Glocken werden weltweit eingesetzt und immerhin seit etwa 5.000 Jahren gegossen. Die Kunst des Glockengießens wird auch heute noch von Hand ausgeübt, das Verfahren dazu wurde bereits im 16. Jahrhundert entwickelt und hat sich bis heute nicht geändert. Erstaunlich, wo wir doch ständig von verbesserten Geräten und der neusten Technik umgeben sind.

Das macht diesen traditionsreichen und gleichzeitig kreativen Beruf umso interessanter. In der dreijährigen Ausbildung zum Metall- und Glockengießer lernst du nicht nur das Glockengießer-Handwerk, sondern fertigst außerdem Bauteile oder Gebrauchsgegenstände aus Metall an. Dazu gehören Statuen, Armaturen, Gartenmöbel oder Bauelemente für Maschinen und Geräte.

Passend zu einer selbst gezeichneten Skizze stellst du Gussformen her, in die du geschmolzenes Metall gießt und die entstandenen Teile anschließend bearbeitest.

Für den Beruf als Glockengießer solltest du ein gewisses räumliches Vorstellungsvermögen mitbringen, ein gutes technisches Verständnis haben, handwerklich geschickt sein, gut zeichnen können sowie einen Sinn für Ästhetik und gestalterisches Talent haben, um Ornamente oder andere Verzierungen anbringen zu können. Für das Stimmen der Glocken sind auch musikalische Fähigkeiten gefragt.

So vielfältig wie die Voraussetzungen ist auch der Beruf des Glockengießers, der technische Handhabungen mit Ästhetik und Kreativität verbindet.

BESTATTUNGSFACHKRAFT

Als Bestattungsfachkraft unterstützt du Menschen, die eine wichtige Person verloren haben. Ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Sensibilität ist daher gefragt, um mit den Kunden angemessen und respektvoll zu kommunizieren. Aus diesem Grund solltest du auch mit den Themen Tod und Trauer umgehen können.

Der Beruf erfordert aber noch weitere Fähigkeiten, die du während der dreijährigen Ausbildung erlernst:

  • Handwerkliches Geschick

Zu deinen Aufgabenbereichen als Bestattungsfachkraft gehört es auch, Särge auszustatten und gegebenenfalls anzupassen. Das machst du mit modernen Werkzeugen und Maschinen. Daher sollten handwerkliche Arbeiten besser kein absolutes Neuland für dich sein.

  • Kaufmännische Fähigkeiten

Auch im kaufmännischen Bereich musst du in diesem Beruf immer wieder dein Können unter Beweis stellen, wenn es darum geht, deine Kunden über Bestattungsvorsorge und verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren, sie zu beraten und ihnen passende Angebote zu machen.

Was du sonst noch lernst: Als Bestattungsfachkraft hast du unter anderem die Aufgabe, die Verstorbenen fachgerecht zu überführen und zu behandeln. Außerdem kümmerst du dich um und verwaltungsmäßige Erledigungen für Begräbnisse.

Eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft ist auch in Stuttgart und Umgebung möglich. Nach drei Jahren kennst du dich mit rechtlichen Vorschriften, Gesundheitsbestimmungen und Bestattungsbräuchen aus und weißt damit rund um das Thema Bestattung bestens Bescheid.