EINE SAUBERE SACHE!

Förderverein Sicheres und Sauberes Stuttgart und Kärcher starten Pilotprojekt zur Entsorgung von Zigarettenkippen

„Toi, t’es plutôt quoi? Vote en collant ton chewing-gum!“ Frei übersetzt: „Was bist du eher? Stimme ab, indem du dein Kaugummi klebst!“ Über dieses doch ziemlich merkwürdige Schild ist Volker aus dem GTS-Team im letzten Sommerurlaub gestolpert. Es steht mitten in der südfranzösischen Stadt Bordeaux und regt Vorbeischlendernde dazu an, mit ihrem Kaugummi darüber abzustimmen, ob sie eher Wein oder Bier bevorzugen. Eine tolle Idee: Aus der Verbindung der beiden normalerweise doch eher „trockenen“ Themen Müllentsorgung und Meinungsforschung entsteht etwas Neues, Witziges, Einzigartiges.

In Bordeaux wurden diese Schilder aufgestellt, um das Problem der auf dem Boden – und unter den Schuhen der Passanten – klebenden Kaugummis in den Griff zu bekommen. In unserem Kessel gibt es jetzt was ganz Ähnliches: Boxen für Zigarettenkippen! Wir waren gestern bei der offiziellen Vorstellung von „Tippen mit Kippen“ am Waranga auf dem kleinen Schloßplatz dabei.

Weggeworfene Zigarettenstummel sind nicht nur ein Ärgernis fürs Auge – sie gefährden auch die Gesundheit, vor allem durch das enthaltene Teer, das nach und nach ins Grundwasser gelangt. Die gelben Boxen aus Metall bestehen aus zwei Kammern, die durch Öffnungen an der Oberseite mit Zigarettenstummeln befüllt werden können. Als Anreiz kann man durch Einwurf in die entsprechende Kammer an einer Abstimmung teilnehmen. Die Fragen sind dabei regional angepasst

„Maultaschen oder Spätzle?“,

„Joggen am Bärensee oder im Rosensteinpark?“

oder – ähnlich wie in Bordeaux –

„Weindorf oder Volksfest?“.

So landen die Kippen nicht auf dem Boden, sondern können umweltgerecht entsorgt werden. P.S. (SSSST!): die Abstimmungsergebnisse werden dann in Facebook und Instagram unter dem Hashtag #tippen_mit_kippen gespostet.

Das Projekt „Tippen mit Kippen“ wurde durch den Förderverein Sicheres und Sauberes Stuttgart e.V. initiiert und es wird finanziell vom regionalen Unternehmen Kärcher aus Winnenden – dem weltweit führenden Anbieter für Reinigungstechnik unterstützt. Einen passenderen Partner hätte man nicht finden können. Für die Standorte der Boxen konnte der Förderverein 20 Paten gewinnen: Clubs, Bars und eine Boutique an hoch frequentierten Orten in der Stuttgarter Innenstadt. Wenn die Idee gut ankommt, ist geplant weitere Boxen aufzustellen. Wir drücken die Daumen!

Eine tolle und kreative Idee für eine saubere Stadt, die unbedingt Schule machen sollte, damit nicht nur Touristen erstaunt stehenbleiben. Als Nichtraucher hat Volker übrigens schon letzten Sommer in Bordeaux sein Kreuz, äh, Kaugummi gesetzt – er hat sich für Bier entschieden.


MEHR INFOS:
www.sichersauberstuttgart.de

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