Patrick:

„Endlich zurück im Land meiner Träume!“

Es ist einige Jahre her, dass mich die kalifornische Sonne zum letzten Mal geküsst hat. Viele Sommer später hatte mich der Spirit der amerikanischen Westküste dann aber endlich wieder. Und auch dieses Mal war ich mir sicher: Am Ende dieses „Cali-Roadtrips“ werde ich sagen

„I’ll be back!“

„Spontane Entscheidungen sind meist die besten!“ Ja, das würde ich genauso unterschreiben. Denn manchmal sollte man nicht lange überlegen, sondern einfach MACHEN! Gesagt, getan! Innerhalb von 30 Minuten hatten wir Flüge und einen flotten Mietwagen gebucht. Beflügelt von der Entscheidung endlich wieder in den Sonnenstaat zu reisen, machten wir uns auch gleich an die konkrete Routenplanung!

Vor uns standen also zwei Wochen Kalifornien. Nicht besonders viel Zeit, daher mussten wir uns auf wenige, im Vorfeld ausgesuchte, Highlights konzentrieren.

Aber auch das war schnell erledigt. Es dauerte nicht lange, und die Route hatte sich schon fest in unser Gedächtnis eingebrannt. Nun hieß es: warten auf Tag X! Auch unsere Unterkünfte in San Francisco und L.A. waren mit Hilfe von www.airbnb.de unseren Erwartungen entsprechend ausgesucht und fix gebucht. Absolut unkompliziert! In Zukunft unsere erste Anlaufstelle, wenn es um Unterkünfte geht.

Die Koffer gepackt konnte es losgehen in Richtung „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“. Mit im Gepäck mein Buddy und Mitbewohner Jan, eine „Amerika-Jungfrau. Jan: Mein „erstes Mal“ Kalifornien…

Ich hätte nie gedacht, dass mich Patrick in puncto Kalifornien tatsächlich so überzeugen könnte. Doch am Ende sollte er Recht behalten:

„Kalifornien ist irgendwie magisch!“

Was mich schon immer am bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat fasziniert hat, ist die Musikszene der 60er Jahre. Die Surfmusik der Beach Boys oder Bands wie The Doors und The Byrds. Auch Nachfolger dieses Musikgenres, wie Best Coast, Foster the People oder Weezer kommen aus dem Sonnenstaat. In den Texten und der Musik wird genau die Lebensfreude deutlich, die Kalifornien so besonders macht. Nun weiß ich genau, was sie meinen.

Unser Trip begann in San Francisco. Die eher europäisch geprägte Hippiestadt mit ihren vielen kulturellen Besonderheiten und dem windigen Meeresklima hat einiges zu bieten. Alleine, dass in den 60er Jahren die Hippiebewegung ihren Ursprung im Stadtteil Haight-Ashbury hatte und sich von dort aus in die ganze Welt verbreitete, gibt der Stadt ihren ganz eigenen Charme. Sogar die 60er Jahre-Band „The Grateful Dead“ lebte und probte lange Jahre in einem der schönen venezianischen Häuser in Haight-Ashbury. Eine kleine Malerei auf dem Bordstein, die die Bandmitglieder zeigt, verrät, wo sich das Haus genau befindet. Irgendwie kann man sich ziemlich gut vorstellen, dass in diesem Viertel vor fast einem halben Jahrhundert die Revolution der Hippies ihren Anfang nahm und Ikonen wie Janis Joplin durch die Straßen schlenderten.

Eigentlich will man hier gar nicht mehr weg…

Bevor uns unsere Reise weiter in Richtung L.A. führte, statteten wir den berühmten Twin Peaks einen Besuch ab. Auf den zentral gelegenen Hügeln erwartet euch ein atemberaubender Blick über die ganze Stadt. Und ausgerechnet hier war unser Kamera Akku leer. Tja, müssen wir dieses Bild eben für immer in unseren Herzen herumtragen – auch kein Problem.

Über den Highway No. 1 ging es am nächsten Morgen die Pazifikküste entlang, nach Los Angeles. Ein kurzer Halt in Santa Barbara, einer der teuersten Wohngegenden der USA, schöne Strandbuchten und einige Fast-Food-Restaurants haben auch diesen Tagesausflug zu etwas Besonderem gemacht. Und dann war sie endlich da: die Stadt der Engel.

Wer denkt bei L.A. nicht zuerst an Hollywood? Doch Los Angeles hat viel mehr zu bieten als das Hollywood-Sign, den Rodeo Drive und die Universal Studios. Es ist dieses besondere Lebensgefühl und die unglaubliche Freiheit, tun und lassen zu können, was man will. Das ist es, was L.A. ausmacht. Irgendwie hat man an diesem Ort eine ganz andere Selbstwahrnehmung.

Berühmte Schauspieler und Musikstars können einem hier jeden Moment über den Weg laufen und irgendwie macht einen das auch selbst ein bisschen selbstbewusster. Okay, klingt zwar doof, ist aber so: L.A. gibt einem das Gefühl, auch selbst etwas Besonderes zu sein und man ist irgendwie „gechillter“ drauf.

Besonders schön ist es, die Hollywood Hills hinaufzufahren, um den wundervollen Ausblick auf die Stadt der Engel zu genießen. Kaum erblickt man die ein oder andere Villa mit Infinity-Pool, beginnt auch schon das Rätselraten, welcher Hollywood-Star hier morgens wohl seine Bahnen schwimmt. Zurück ins Tal führte uns der Mulholland Drive – jene berühmte Serpentinenstraße aus David Lynch’s gleichnamigem Meisterwerk. Und schlagartig muss man an den Song „Electrolite“ von R.E.M. denken: „If you ever want to fly, Mulholland Drive, I am alive. Hollywood is under me, I’m Martin Sheen, I’m Steve McQueen, I’m Jimmy Dean.“ Doch von hier oben aus betrachtet ist Hollywood nichts weiter als ein sehr kleiner Teil einer Millionenmetropole.

Klar, selbst mit wenig Zeit, ist der ein oder andere Strandtag in L.A. Pflicht. Chillen in Malibu oder am Manhattan Beach – daran könnte man sich wirklich gewöhnen.

Die West Coast ist eine Reise wert! Der Unterschied zwischen San Fran und L.A. lässt sich ganz einfach beschreiben: wer´s grundsätzlich gern europäisch mag und weniger amerikanisch, dem wird San Francisco mit Sicherheit besser gefallen. In L.A. entsteht nämlich ganz schnell der Eindruck alles wäre „oberflächlich“ und „aufgesetzt“. Nett und freundlich bedeutet ja nicht immer gleich oberflächlich. So sind sie halt, die Amerikaner. Im Sunshine-State fällt das „Glücklich sein“ eben auch etwas einfacher als anders wo. Am besten selbst mal ausprobieren und schaun ob es „Klick“ macht.

Liebstes Kalifornien:

We´ll be back!

#CALILOVE


SAN FRANCISCO:

  1. Coit Tower
    2. Pier 39
    3. Golden Gate Bridge
    4. Toyose (koreanisches „Garagen“-Restaurant)
    5. Haight-Ashbury
    6. Twin Peaks

LOS ANGELES:

  1. Malibu
    2. Runyon Canyon
    3. Beverly Hills
    4. Santa Monica
    5. Citadel Outlets
    6. Manhatten Beach

REISETIPP:

Wir empfehlen die Buchung einer Flug-/Mietwagenkombination. Über www.urlaubsguru.de kamen wir so an die günstigen Flüge (inkl. Mietwagen) für je 690€! Diese Angebote gibt es das ganze Jahr über. Dass wir von Amsterdam aus fliegen mussten, hat uns nicht gestört. Wir sind einfach einen Tag früher angereist und haben uns gleich noch Amsterdam angeschaut.

NICHT VERGESSEN:

Ohne internationalen Führerschein geht natürlich gar nichts. Rechtzeitig beantragen! Außerdem solltet ihr vor allem bei der Unterkunftswahl die Entfernungen beachten!
Für eine Reise bis zu 90 Tagen besteht keine Visumspflicht. Ihr benötigt lediglich eine Einreisegenehmigung: ESTA (Electronic System for Travel Authorization). Diese könnt ihr hier beantragen: www.esta-online.org
Hier wird die Vorgehensweise Schritt für Schritt erklärt: www.visumusa.net/esta


MEHR INFOS:
www.visitcalifornia.com