HOCH DIE HÄNDE, WOCHENENDE! – AUSFLUGSINSPIRATIONEN IN UND UM STUGGI

„Nur noch ein Tag, dann ham wir’s geschafft.“ „Jau! Aber was mach mer denn eigentlich am Wochenende?“ „Gute Frage. Nächste Frage.“

Wer kennt das nicht: Der Sommer ist in vollem Gange, die Tage verlocken, lange wach zu bleiben und einen drauf zu machen, aber unter der Woche muss für die Uni gepaukt oder geschafft werden. Abends bleibt dann keine Zeit mehr zum Weggehen, geschweige denn zum Feiern. Aber das Wochenende rückt mit jedem Tag näher. Und dann ist es endlich da und alle Freiheiten der Welt liegen einem zu Füßen – und was macht man? Das gleiche wie immer. Mit den gleichen Leuten. Oder es wird herumtelefoniert oder in Whats-App-Gruppen miteinander geschrieben und keiner bringt vernünftige Vorschläge und niemand wird sich einig und am Ende verbringt die ganze Clique die Hälfte der Zeit mit Planung, statt mit Spaß und Party.

Um genau das zu vermeiden, wollen wir Euch heute inspirieren. Und zwar mit ganz konkreten Tipps, mit denen Eure Wochenenden in und rund um Stuttgart alles andere als langweilig werden sollten.

Ausflüge mit der Clique in die Region

Unser Tipp Nummer 1: Raus aus der City! Klar, Stuggi hat einiges zu bieten und wir werden an späterer Stelle auch noch Tipps für die Innenstadtjunkies geben, aber ganz im Ernst: so eine Portion Ländle tut schon mal ganz gut! Und Ländle heißt nicht, dass da nichts abgeht.

TRIPSDRILL

Die Sehnsucht, mal wieder in einen echten Vergnügungspark zu gehen, ist da? Dann muss es ja nicht gleich der Europapark sein. Der ist nämlich meistens überfüllt, nicht gerade günstig und außerdem auch nicht um die Ecke. Ganz im Gegenteil zum Naturpark Tripsdrill. Und wer glaubt, dass das nur was für kleine Kinder ist, irrt gewaltig. In Tripsdrill herrscht gerade im Sommer echte Volksfeststimmung auch für Erwachsene und der Park hinter Bietigheim-Bissingen boomt, ohne dass es jedoch unangenehm voll wird.

Neben Achterbahnen und anderen schnellen Fahrgeschäften, die den Adrenalinpegel mal wieder ordentlich in die Höhe treiben, kann sich auch einfach im Wildpark ausgeruht werden. Als wir noch klein waren, fanden wir es auch immer toll, Tiere anzuschauen und zu streicheln. So viel geändert hat sich da, wenn wir ehrlich sind, doch eigentlich nicht, oder? Zumindest wenn es um Bären, Rotfüchse, Wildpferde und Greifvögel geht; und mit denen kann der Wildpark Tripsdrill mit seinen knapp 40 Tierarten auftrumpfen.

WALDKLETTERGARTEN

Wer’s lieber etwas sportlicher mag und auch aus der Innenstadt raus und in die Natur will, muss gar nicht weiter, als nach Zuffenhausen fahren. Im Waldklettergarten Stuttgart nämlich kann sich unter schönsten und grünsten Baumdächern auf fünf Parcours und mit 70 verschiedenen Klettermöglichkeiten ausgetobt werden. Nach einer kurzen obligatorischen Einweisung für alle Besucher, können die Parcours in verschiedenen Schwierigkeitsgraden ausgewählt und anschließend im Team oder alleine absolviert werden. Für die Ängstlicheren unter Euch: Keine Sorge, ihr seid immer gesichert und werdet von erfahrenen Coaches im Auge behalten, die Euch bei Bedarf auch sofort helfend zur Seite stehen. 

TÜBINGEN

Mit der Bahn ist man von Stuttgart Hauptbahnhof aus in knapp 35 Minuten in Tübingen. „Und was macht man da?“, denkt Ihr Euch. Dann wart ihr sicher noch nicht dort, in der knapp 90.000 Einwohner großen Universitätsstadt am Neckar. Denn Tübingen hat alleine schon durch den Bevölkerungsanteil von einem knappen Drittel Studenten ein wildes Partyleben zu bieten. Abends geht es nicht nur am Wochenende, sondern auch unter der Woche in angesagten Clubs, wie der „Butterbrezel“, dem „Schlachthaus“, dem „Schwarzen Schaf“ oder dem „Jazzkeller“ ordentlich zur Sache. Im Vergleich zu Stuggi sind die Getränkepreise aufgrund des studentischen Publikums wirklich human, sodass hier wirklich ausgelassen abgefeiert und mitunter sogar Geld gespart werden kann.

Doch auch abseits des Nachtlebens trumpft Tübingen mit Möglichkeiten für coole Unternehmungen auf. So kann auf dem Neckar beispielsweise Stocherkahn gefahren werden. Entweder schließen sich mehrere kleine Gruppen zusammen (oft sind das sowieso jüngere Leute) oder ihr mietet, wenn ihr mehr als 6 Personen seid, einfach euren eigenen Stocherkahn.

Spaziergänge auf den Österberg im Zentrum der Stadt oder Ausflüge zur Wurmlinger Kapelle sind im Sommer empfehlenswert. Ein Bollerwagen oder ein großer Rucksack mit ein paar kalten Bier mitgenommen und schon steht dem illustren Wanderspaß nichts mehr im Wege.

Wer danach fix und fertig ist, macht es sich in einem der gemütlichen und schönen Restaurants direkt am Neckar gemütlich. Egal ob Tapas im Enchilada, frischer Fisch oder Pasta im La Cantinella oder Spätzle und eine Halbe im Biergarten des Neckarmüllers – in der Nähe der Neckarbrücke ist kulinarisch so einiges geboten! 

Fünf Biergartentipps für Stuggi

Um beim Thema Biergarten zu bleiben: auch da haben wir einige echte Geheimtipps für Euch! Denn München mag zwar besonders große Biergärten und Brauhäuser, Köln eine besonders spannende Brauhauskultur und das bekannte Kölsch in Kränzen haben, Stuttgart aber bietet dafür eine abwechslungsreichere und spannendere Palette an Möglichkeiten, sein Bier im Freien zu genießen. Zumindest sehen wir das so.

Auf dem ersten Platz: Der Tschechen & Söhne, der für uns schönste Biergarten Stuttgarts. Auf der Karlshöhe gelegen schaut man über Stuttgarts Süden, die Weinreben und Grünanlagen hinweg und genießt sein kühles Blondes.

2. Die Friedrichsruh liegt mitten in einer Schrebergartenanlage und hält, was ihr Name verspricht. Abseits des lauten Stadtverkehrs sitzt man hier in Ruhe beisammen und fühlt sich, wie im eigenen Garten. Der große Unterschied: man blickt von hier aus über halb Baden-Württemberg hinweg.

3. Für die, die es noch etwas grüner wollen: die Fahrt zum Biergarten des Waldheims Heslach lohnt sich. Im Dachswaldweg 180 können die kalten Alkoholika im Schatten von Obstbäumen genossen werden, während drumherum sympathische Kinder auf den großzügig angelegten Spielplätzen chillen. Hier kommt eine lockere Atmosphäre auf, die mit Berlin und Co. allemal mithalten kann.

4. Wenn Euch Tübingen zu weit weg ist und ihr trotzdem direkt am Neckar sitzen wollt, während ihr mit Eurem Bier anstoßt, dann solltet ihr dem Mühlgrün einen Besuch abstatten. Der Biergarten ist nicht nur direkt am Fluss, sondern auch noch so gelegen, dass bis in die späten Abendstunden die Sonne auf die Bierbänke und -tische scheint.

5. Völlig urban geht es im Biergarten des Amadeus Direkt am Charlottenplatz genießen Bierliebhaber ihre Erfrischung im Innenhof des Alten Waisenhauses. Obwohl der Biergarten so zentral liegt, ist vom Großstadttrubel hier kaum noch etwas zu hören oder mitzubekommen. Im Gegenteil – das Gezwitscher der Vögel, die sich gerne in den Bäumen hier aufhalten, vermittelt geradezu ein Oasengefühl mitten im Großstadtdschungel.

Bummeln und sich auf Partys tummeln

Wer aus purer Faulheit, oder weil er sein Stuggi so liebt, am Wochenende in der City bleibt muss natürlich weder in einen der Biergärten, noch sonst irgendwo trinken. Stattdessen kann auch gepflegt geshoppt werden. Dabei kann es durchaus günstiger zugehen, als in einem der angesagten Stuttgarter Läden Stuttgarts, wie dem „Suppa“ oder dem „Kauf Dich glücklich“ – und zwar zum Beispiel mitunter Retro- und Vintagekram, auf den Hofflohmärkten in diversen Vierteln Stuttgarts. Hausanwohner verkaufen hier in ihren Gärten oder Hinterhöfen alle möglichen Schnäppchen und verbreiten meist gute Laune. Die Flohmärkte finden im Sommer regelmäßig statt. Obwohl die Saison 2017 schon fast vorbei ist, findet ein letzter Hofflohmarkt am 16. September von 10-16 Uhr in Stuttgart Ost statt. Also, nichts wie vormerken!

Genau um 16 Uhr, dann, wenn die Hofflohmärkte vorbei sind, öffnet im Sommer übrigens am Wochenende meistens die Terrasse des Club Kowalski. In einem netten kleinen Innenhof mit modernem Dekor aus Holz, Sichtbeton und stilvollen Pflanzen wird hier mit angenehmem Klientel zu elektronischer Musik diverser DJs getanzt. Und wer danach noch nicht genug hat, kann im Club Kowalski weitertanzen.

Ihr seht: In Stuggi geht so einiges! In diesem Sinne – hoch die Hände, Wochenende!