KESSLER SEKT

Es perlt im Ländle – und das nicht erst seit kurzem. Mittlerweile 190 Jahre ist die Sektkellerei Kessler ein Begriff, wenn es um den prickelnden Rebensaft geht, seit Georg Christian von Kessler im Jahr 1826 seine alkoholhaltige Geschäftsidee an den Neckar brachte. Und das kam nicht von ungefähr. Mit seinem frisch erworbenen Wissen als Teilhaber und Direktor eines Champagnerhauses in Reims hatte er den Vorsatz, auch Esslingen zum Sprudeln zu bringen. Dabei war seine Idee nicht nur die Hautevolee anzusprechen, sondern es jedermann zu ermöglichen, das Getränk zu genießen. Seitdem legt die Sektkellerei besonderen Wert auf die Auswahl der geeigneten Anbaugebiete des Weins (deutscher Riesling, italienischer Chardonnay und Spätburgunder aus den Hochlagen von Trentino), die Herstellung nach traditioneller Methode und die langen Reifezeiten in der Flasche.

Ein Konzept, das sich gelohnt hat und somit ist Kessler die älteste Sektkellerei Deutschlands, die auch heute noch ein Begriff ist. Seither werden die verschiedenen Sekte nach der »méthode traditionelle« hergestellt. Das heißt, die zweite Gärung des Cuvée erfolgt in der eigenen Flasche, in der der Schaumwein zwischen 12 und 60 Monaten bleibt, bis die Qualität der jeweiligen Sorte erreicht ist. Seit jeher werden dafür die mittelalterlichen Keller genutzt. Im folgenden Schritt wird durch Enthefung und Zugabe des Liqueur d’expédition dem Cuvée sein typischer Geschmack verliehen. Egal um welche Sorte es sich handelt, Kessler Sekte sind größtenteils trocken, das heißt sie werden als brut oder extra brut angeboten. Auch nach der Reifezeit werden die Flaschen weiterhin mit großer Geduld und Sorgfalt behandelt. Bei der Remuage bringt der Kellermeister die Flaschen durch Rütteln und einer 1/8 Drehung in eine neue Position. Dieser Vorgang dient dem mechanischen Klären des Schaumweins bei der Flaschengärung und leistet einen wesentlichen Beitrag zu seiner Qualität.

Nicht nur der Inhalt der Flasche, sondern auch ihr Äußeres bekam im Hause Kessler schon immer besondere Aufmerksamkeit. Schon der Unternehmensgründer entwickelte zusammen mit der Glashütte Buhlbach spezielle Flaschen, die damals schon dem Druck standhielten, der während der Gärung auftritt. Und auch heute steht eine besondere Flasche im Regal, die auf die lange Tradition des Hauses verweist. Zu sehen ist der Komet aus dem Weinjahr 1811, ein Symbol, das damals als Glücksbringer gedeutet wurde. Das Etikett in achteckiger Form aus dem Jahr 1826/27 besitzt außerdem einen starken Bezug auf die vorherige Teilhaberschaft am Champagnerhaus Veuve Clicquot-Ponsardin, das bis heute noch für den spürbaren Gründergeist der Marke steht und seit einigen Jahren jede Kessler Flasche ziert.

Dass dieses Perlen aus dem Hause Kessler sehr beliebt ist, zeigen die Verkaufszahlen. Jedes Jahr werden über 1,5 Millionen Flaschen Sekt verkauft, die den höchsten Ansprüchen der Sektkellerei und ihrer dreißig Mitarbeiter genügen müssen. Doch nicht nur zu Hause haben die Erzeugnisse aus dem Hause Kessler einen hohen Genusswert. Auch auf dem Anwesen am Neckar kann man bei den beliebten Besichtigungstouren den jahrhundertealten Sektkeller kennenlernen. Während der z.B. anderthalbstündigen Tour mit einer maximalen Gruppengröße von 25 Personen gibt es außerdem detaillierte Einblicke in die Herstellungsprozesse der traditionellen Kessler-Sorten. Doch auch die kulturelle Bedeutung des Getränks wird betrachtet, so gibt es einige Anekdoten aus der langjährigen Geschichte des Hauses Kessler.

Zum Beispiel wurde in den sechziger Jahren bei Staatsempfängen des damaligen Bundeskanzlers Konrad Adenauer den geladenen Gästen nur Kessler-Sekt ausgeschenkt. Auch Königin Olga von Württemberg wusste den guten Tropfen aus dem Hause Kessler zu schätzen, vor allem den Rosé, der 1850 erstmals hergestellt wurde. Ab 1881 war Kessler Hoflieferant und erhielt von der Königin den Auftrag, einen „Crêmant Rosé“ herzustellen. Auch heute noch sind Rosé-Sekte Teil der Angebotspalette,  wie limitierte Jahrgangssekte, oder der ganz neue Kessler Hochgewächs Rosé brut – aus Pinot Noir und Chardonnay.

Aber nicht nur die akustischen und visuellen Sinne werden während der Führung durch die Kellereien bedient, auch die Geschmacksknospen sollen nicht zu kurz kommen und so gibt es zum Abschluss der Tour die Möglichkeiten bei der Degustation die eigene Lieblingssorte aus dem Hause Kessler ausfindig zu machen.

Vor allem im Sommer ist der Innenhof der Kellerei am Georg-Christian-von-Kessler-Platz in Esslingen ein beliebter Treffpunkt mit Ausschank, Snacks und natürlich Sekt. Gegen die Hitze hilft ganz sicher auch ein Besuch der stets kühlen Kellereien. Oder ein erfrischender Drink, der sich perfekt aus den Sorten KESSLER Cabinet brut und KESSLER Cabinet sec mit anderen Zutaten kombinieren lässt. Es gibt also viele Möglichkeiten, den Gaumen zum Sprudeln zu bringen. Und was gibt es Schöneres, als nach einem Besuch auf dem Esslinger Wochenmarkt noch auf ein Glas Kessler Sekt zur Hofbar zu schlendern?

Wer seinen Sinnen noch mehr Kessler bieten möchten, wird bei den neuen Genussreisen tief in die Welt des Sekts mitgenommen. Durch riechen, sehen, schmecken und hören werden die Erzeugnisse der Sektkellerei genau erforscht.

Auch das GTS-Team ist großer Kessler-Fan! Deshalb gibt es auch einen Kessler-Sekt in unserer KISCHDE für SCHWOBAMÄDLA!


MEHR INFOS:
www.kessler-sekt.de

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