REIS AGAINST SPÄTZLE: DIE TOP-CHINA-RESTAURANTS IN STUTTGART

Eben nicht – es muss nicht immer Maultaschen, Flädle-Supp, Spätzle oder Knöpfle sein. Nichts gegen die Schwäbische Küche, aber so etwas Variation muss kau- und gaumentechnisch schon sein. Internationales „Soul-Food“ ist da „the next big thing“. Aber eigentlich ist das ja nichts Neues: Italienisch geht immer, Döner und Burger – sowieso.  Hauptsache Kohlenhydrate!  

Und jetzt das Klischee: bei Reis ist das aber alles halb so wild. Stimmt das überhaupt? Und apropos Reis: wo findet man in Stuttgart die kompetentesten China-Restaurants? Here we go!

REIS: DIE NUTRITIVEN FAKTEN!

Erst mal ein bisschen was für die Allgemeinbildung:

das Adjektiv „nutritiv“ heißt so viel wie „der Ernährung dienend oder betreffend“, oder einfach nur „nährend“ oder „nahrhaft“. Weitere Synonyme: „deftig“, „handfest“, „herzhaft“,„kalorienreich“.

Und wie das mit vielen medizinischen Wörtern nun mal so ist – auch dieses Wort kommt aus dem Lateinischen. Klingt komisch, ist aber so! Aber das ist jetzt ein ganz anderes Thema.

Wie schaut es nun mit dem nutritiven Background von Reis aus?

So viel steht fest: Reis ist ein reiner Kohlenhydratträger. Ach ja, zudem soll er angeblich einen entwässernden Effekt haben, weil der Kalimugehalt extrem hoch ist. Und, wie jeder weiß, oder ab jetzt weiß – Kalium entwässert den Körper. Deshalb eignet er sich daher besonders gut für Phasen, zu denen man neumodisch „shredded“ sein muss.

Das heißt, falls Du für den nächsten Marathon trainierst, oder Profisportler, und/oder Bodybuilder bist, und/oder als Curling-Spieler den Sommer über Deine Kondition pimpen willst: Reis rockt! Zumindest sport- und esstechnisch neben Kartoffeln, Süßkartoffeln und Roggennudeln.

Aber was für Sportler gilt, gilt konsequenterweise auch für Couch-Potatos oder Serien-Marathon-Junkies. Wie dem auch sei. Der Eiweißgehalt bei Reis ist hoch, der Fettgehalt gering, und die Ballaststoffe belasten so mittelmäßig. Das klingt doch schon mal super.

Beim Battle zwischen den Vitaminen und Mineralstoffen gewinnen die Vitamine.

Genauer: gerade bei den B-Vitaminen hat Reis einen herausragenden Beitrag zur Versorgung. Will man aber so eine Art „Best of Vitamine“ eignen sich allerdings Süßkartoffeln besser. Bei den Mineralstoffen sieht es ähnlich aus. Hier sind Süßkartoffeln die Rockstars.

Die absolute Superpower von Reis: wie bereits angekündigt – die Kohlenhydrate. Aber warum?  Und warum sollen diese Kohlenhydrate entspannter als bei anderen Kohlenhydrat-Lieferanten sein?

Wie es halt so ist – es kommt mal wieder darauf an. Und zwar auf die Reissorte – normaler weißer Old-School-Standard-Reis, Frauen-Versteher-Vollkornreis, der Wellness-verwöhnte-Parboiled-Reis oder Mi-Mi-Mi-Milchreis.

Aufgepasst: Je nach Sorte setzt sich nämlich der Stärkeanteil aus unterschiedlichen Mengen Amylose und Amylopektin zusammen. Und zu den „Guten“ gehört nun die Glucoseeinheit „Amylose“.

Unter einer Kohlenhydratkette versteht man den Mix und das Verhältnis von Amylose und Amylopekin. Ganz vereinfacht: den Amylosegehalt und den Amylopektinanteil erkennt man am „Klebrigkeitskaktor“  des Reis.

Nehmen wir als Beispiel Basmatireis. Dieser verklebt beim Kochen nicht so schnell. Das liegt daran, dass eben jener Amylosegehalt sehr hoch ist.

Weitergedacht, heißt dass: ein hoher Amyloseanteil bedeutet eine verlangsamte Verdauung. Als Bonus kommt eine höhere Wahrscheinlichkeit auf einen höheren Anteil sogenannter resistenter Stärke hinzu, der man positive Eigenschaften für die Gesundheit nachsagt.

Andersherum: ist der Reis klebrig, ist der Amyloseanteil niedriger, aber dafür der Amylopektinanteil höher.

Die unausweichliche Konsequenz, denn auch pflanzliche Stärke ist ein Opfer der Kausalität – die Sache mit Ursache und Wirkung: die Verdaulichkeit ist schneller. Und, der Anstieg des Blutzuckerspiegels ist ausgeprägter, nachdem man diesen Reis gefuttert hat.

UND NUN? HÖGGSCHDE KONZENTRATION: BABY – ES GIBT REIS!

Und was soll das jetzt alles? Halten wir fest: Reist hat wenig Fett, was immer gut ist. Die Kohlenhydrate sind komplex und variieren nach Reissorte. Wichtig sind da die Amylosäuren, denn diese verarbeitet der Körper langsamer, und man ist länger satt. Deshalb isst man auch weniger –  zumindest in der Theorie – und das ist gut für die Figur.

Aber, eine wichtige Sache kommt hinzu. Wer viel Reis isst, bleibt nicht nur schlank, sondern auch gesund und schön, denn die genannten B-Vitamine sorgen dafür.

Diese sind besonders grandios für Haut, Nerven und den Stoffwechsel. Und, by the way, Reis versorgt den Body mit dem Mineral Magnesium, das gerade beim Stress-Abbau hilfreich ist.

Übrigens, besonders nutritiv ist brauner Reis. Denn ungeschälter Reis – also Natureis – enthält besonders viele Nährstoffe, weil die Silberhäutchen noch am Start sind, in denen viele Mineralstoffe und Vitamine stecken.

Genauso der Parboiled Reis. Bei dieser Sorte dem Reis Luft entzogen. Aber keine Panik – durch warmes Wasser werden die Nährstoff anschließend wieder in das Innere des Reiskorns gepresst. Also alles ist gut, denn somit behält diese Sorte besonders viele Inhaltsstoffe. Das weniger Gute: der Geschmack geht flöten, aber wozu gibt es Gewürze und Soßen.

ZUM KINESEN IN STUTTE

Bevor hier nun der Navigations-Guide startet, und jetzt sollten sich die „Nach-Stuttgart-Hinzu-Gezogenen“ angesprochen fühlen: Die Sache mit dem „K“ und dem „CH“.

Hier in Süddeutschland ist das ein bisschen anders. Normalerweise ist die standardgemäße Aussprache des „Ch“ am Wortanfang vor den hellen Vokalen „e“ und „i“ ein weiches „ch“ wie in „Licht“ und „Blech“. Man nennt dies übrigens den „Ichlaut“, was aber nichts dem Ich als Personalpronomen zu tun hat. In Süddeutschland aber wird das „Ch“ wie ein „K“ ausgesprochen. Statt „China“ sagt man hier „Kina“, oder statt „Chemie“ „Kemie“.

Warum ist das so? Na wegen der Lautverschiebung, die für die Ausprägung verschiedener Dialekte verantwortlich ist. Genauer: wegen der Zweiten Lautverschiebung, die zwischen 500 und 800 n. Chr. stattfand: aus dem Laut „p“ wurde „pf“ und „f“, aus „t“ „tz“ und „z“ und schließlich aus „k“ „ch“. Aber irgendwie ist das an Süddeutschland zum Teil vorbeigegangen. Deshalb „zum Kinesen“ anstatt „zum Chinesen“. So weit, so gut.

Wo sind nun die besten Kina-Restaurants ins Stuttgart? Starten wird in Stuttgart-Vaihingen. Im King´s Palace gibt es die ultimative authentische chinesische Küche in entspannter Atmosphäre.

Die Superpower des Restaurants: die Spezialisierung auf die Sichuan und die Kantonesische Küche. Sensationell ist das täglich Mittagsbuffet. Denn hier gibt es tatsächlich ein „Best of“ der kinesischen Küche.

Weiter geht’s. Auf in die Schulstraße – zu Fuguifang. Hier wird es etwas spezieller und originärer, aber das macht ja nix: Geschmorte Taube, Entenzungen, Froschschenkel nach Sechuan Art.

Das Kungfu dieser Küche: Schweinefüße mit reichlich Knoblauch – aber dran denken: Kaugummis für die Atemfrische und sein soziales Umfeld miteinpacken.

Falls das Fuguifang überfüllt ist, was leider oft vorkommt, gibt es in der Schulstraße auch das Tao Tao-Restaurant. Hier gibt es so richtig old-school-mäßig die klassische kinesische Küche und das frisch, schnell und vor allen Dingen lecker.

An die Stäbchen, fertig, los! Diesmal eher Richtung Innenstadt – und zwar in´s New Shangai, direkt in der Heilbronnerstraße.

Das Spezielle hier: nicht nur die extrem hohe Auswahl an asiatischen Spezialitäten, sondern der Ausblick. Wo sonst kann man lecker kinesisch löffeln und die Weinberge um Stuttgart herum im Panorama-Blick haben.

Der Killer hier: das Maki-Sushi als Vorspeise. Warum das eine Vorspeise ist versteht keiner. Auf jeden Fall superlecker.

Wir bleiben zentral – in der Mailänderstraße gibt es das GinYuu. Der Beweis, dass Systemgastronomie nicht unbedingt qualitativ schlechter sein muss. Hier hat man sich äußerst kompetent auf die panasiatisch-pazifische Küche spezialisiert.

Der ultimative Tipp: das vielseitige Sushi. Übrigens auch für Vegetarier. Das Tofu-Sushi mit Wasabi-Mayo, Gurke und Kaiserschote ist hervorragend. Weitersagen!

Ganz große All-You-Can-Eat-Action gibt es allerdings im Asia-Gourmet. Das Besondere hier: die Riesenauswahl an Suppen. Der Tipp: die vietnamesische Gemüsesuppe.

Und jetzt für alle Gourmet-affine-Performer! Das älteste Kinarestaurant in Town – Chinagarden. Mit fast 50 Jahren ist es das älteste Chinarestaurant der Stadt.

Die Killer-Spezialität mit hohem Schmeckplosionsfaktor: ein Gericht mit dem ungewöhnlichen Namen „mongolischer Stierkampf“. Klingt martialisch, schmeckt dafür aber sensationell. Was kann man sich darunter vorstellen? Akribisch fein geschnittenes Rindfleisch, das brutzelnd und zischend auf einer – Vorsicht! – gusseisernen Platte serviert wird. Natürlich mit genügend Reis.

Zhù wèikǒu hǎo! – das ist chinesisch und heißt Guten Appetit!