STUTTGART CREATES FUTURE: MIT LIVE AT STUTTGART DURCHSTARTEN

Wer ein erfolgreiches, innovatives Startup gründen möchte, sollte lieber raus aus Stuttgart und ab nach Berlin? LIVE AT STUTTGART holt die Kreativität wieder zurück in den Kessel.

Vorurteile sind immer schlecht. Auch weil man die manchmal so oft hört, dass man irgendwann selbst dran glaubt. Ähnlich ist das mit der Gründerszene in Stuttgart. Man lauscht Horrorstories und will dann lieber nach Berlin. Sicherheitshalber. LIVE AT STUTTGART will das ändern. Aber fangen wir ganz von vorne an. Als das IT-Unternehmen der Gründer von LIVE AT STUTTGART wuchs, suchten sie nach einem neuen Gebäude. Allerdings entsprach keines ihren Erwartungen. Das Problem: Niemand im Immobiliengeschäft verstand, was sie wirklich brauchten – und hatte jemals etwas von „User Experience Design“ gehört. Also fingen sie an, ihr eigenes Space zu bauen. Seit ihrem Einzug kommen immer wieder erfolgreiche Unternehmer zu Besuch und wollen sowas auch. Die Frage: „Könnt ihr das auch für mich machen?“ war der Grundstein für das Konzept von LIVE AT STUTTGART.

Was dahinter steckt

Die Welt zu verändern reicht nicht aus – es gilt, die Welt zu verbessern. Klar, das bedeutet Arbeit. Aber steckt nicht hinter allem Arbeit? An jedem Produkt, das wir benutzen, anfassen oder sehen hat zuvor jemand gearbeitet. Das Schlimme daran ist, dass wirklich viele Menschen nicht gerne zur Arbeit gehen. Das will LIVE AT STUTTGART ändern: Leben zurück in die Arbeit bringen und damit eben auch mehr Sinn, Spaß und Innovation – und zwar auf 36.000 Quadratmetern. Hier soll ab April 2017 jeder Hand in Hand arbeiten und von der Kreativität sowie den unterschiedlichen Fähigkeiten der anderen profitieren. So ein buntes Netzwerk kann die kreative Kultur einer ganzen Region wachsen lassen. Das Stichwort ist Coworking: Nicht nur Startups, sondern auch Künstler, Macher und Mitarbeiter von Innovationsbereichen aus weltweit aktiven Unternehmen sollen in der neuen LIVE AT STUTTGART-Heimat zusammenarbeiten und sich gegenseitig voranbringen. Etwa 2.000 Menschen werden an dem Ort ändern, wie sie arbeiten. Weil Pioniergeist Freiraum braucht und man für die perfekte Idee manchmal einfach jemanden braucht, der ganz anders tickt als man selbst, ist so ein Arbeitskonzept unabdingbar. Wie soll Kreativität funktionieren, wenn man die Kollegen blöd findet, das Office sowieso und die Miete für letzteres lächerlich hoch ist?

In Stuttgart gibt es viele Ideen, Gründer, Künstler, Kreative. Die sollen bei LIVE AT STUTTGART zusammenkommen und endlich einen Platz finden, an dem sie ihre Geschichten erzählen und verwirklichen können. Das Ziel von LIVE AT STUTTGART? Nicht mehr Berlin, sondern Kessellove:

„Keiner von uns muss die Heimat mehr verlassen um querdenken zu können! Endlich beginnen wir hier in Stuttgart wieder die Zukunft zu erschaffen.“

Läuft bei dir

Ein Schwimmbad am Arbeitsplatz, Stockwerksküchen mit vollen Kühlschränken, Eltern-Kind-Büros und Co.? Wenn uns das jemand erzählt, können wir nur denken und eben auch sagen: „Läuft bei dir!“ Wenn dieser jemand dann noch davon spricht, dass Miete dort nicht so das Thema ist und man schon ab 40 Euro monatlich dabei sein kann, können wir gar nichts mehr sagen, sondern uns nur fragen: „Wo ist das, wie geht das – und wie kommen wir dorthin?“ Wie ihr euch vielleicht schon denken könnt, sind die oben genannten Dinge nicht frei erfunden, sondern Teil von LIVE AT STUTTGART. Hier gibt’s auch eine Rundum-sorglos-Betreuung für Startups und einen 24-Stunden-Zugang zum Gebäude. Endlich ist es egal, ob du lieber um fünf oder um elf aufstehst, denn: Du kannst arbeiten, wann es dir eben reinpasst. Außerdem habt ihr Zugang zu einer Werkstatt, einem Maschinenraum mit 3D-Druckern, einem Technologie-Lab und einem Logistikzentrum. Kohle sparen und teilen ist hier die Devise. Eure Produkte könnt ihr dann übrigens auf dem Marktplatz testen, der zum Gebäude gehört.

Kreativität als Antrieb

Klar ist: Wir brauchen die Kreativen, die Idealisten, Spinner und Tüftler. Genauso brauchen wir die erfolgreichen Firmen. Die beiden unterschiedlichen Welten müssen zusammengebracht werden, sodass etwas entsteht, was die Zukunft verändern kann. Da sind sich die Gründer von LIVE AT STUTTGART sicher. Dafür ist Gemeinschaft sozusagen der „Key“. Und die Gemeinschaft fängt schon während des Baus des Gebäudes an. Damit ein funktionierendes Ökosystem entsteht, zieht LIVE AT STUTTGART Menschen und Firmen, die Teil des Areals sind, allen anderen vor. Es geht darum, sich gegenseitig zu unterstützen und schon in der ersten Phase zu bemerken, wie wichtig die verschiedenen Ideen, Kenntnisse und Hintergründe für die Zusammenarbeit sind.

Bock?

Wir können durchaus verstehen, wenn ihr jetzt Lust habt, eure bisherige Arbeitsweise auf der Stelle zu stoppen und ins LIVE AT STUTTGART zu ziehen. Der erste Schritt dafür ist, online einen Platz zu reservieren. Hier ist ein bisschen Geduld von Vorteil, weil das LIVE AT STUTTGART-Team erst mal checkt, ob das, was du tun willst, auf dem Areal auch richtig gut für dich funktioniert. Nächster Schritt: Arbeitsweltführung. Je nach dem, was ihr tun wollt, kostet das LIVE AT STUTTGART zwischen 40 und 950 Euro im Monat.

Jede Etage ist eine eigene Arbeitswelt. Im ersten Stock findet ihr das sogenannte Ingenieur’s Paradise, die Fitness-Oase und das Kids Technik Eldorado. Hier sind Ingenieure am Start, die eine coole Umgebung, Leute, mit denen sie sich austauschen können und ein Lab, in dem wirklich alles da ist, brauchen. Weil man Fitness dann machen sollte, wenn man Lust drauf hat, gibt’s hier auch ein Fitnessstudio, das ihr nutzen könnt, wann ihr wollt. Im Kids Technik Eldorado wird es für euren Knirps auch nicht langweilig, wenn ihr ihn mit zur Arbeit nehmt – was übrigens im LIVE AT STUTTGART jederzeit möglich und sogar gern gesehen ist. Hier sind Experimente für Kinder angesagt und es gibt immer etwas zu entdecken.

Auf der sechsten Etage läuft da beispielsweise was anderes: feurige Startups und Entspannung am Kamin. Hier könnt ihr neben der Startup-Arbeit auch mal am Kamin entspannen und mit anderen Kreativen neue Ideen sammeln. Ach, und im Erdgeschoss findet ihr nicht nur 3D-Drucker und frisches Essen, sondern auch ein Schwimmbad. Was war nochmal dieses Berlin?

Wir haben drei zukünftige „Bewohner“ von LIVE AT STUTTGART gefragt, was für sie das entscheidende Argument ist, bald Teil des Projektes zu werden.

Benjamin Rudolph, Geschäftsführer eMovement GmbH:
„Besonders Hardware Startups, wie wir mit unserem elektrischen Rollator „ello“, benötigen immer wieder neue Motivation für den langen Weg zum marktfähigen Produkt. Wir glauben und wissen, dass man in einer Gemeinschaft auch aus dem Spirit der Anderen immer wieder neue Kraft schöpfen kann.“ 
Mehr Infos: www.ello-info.de

Patrick Deseyve, Gründer & Geschäftsführer Interdependence GmbH:
„Schon immer arbeiten wir nach dem Grundsatz, dass durch Kooperationen Mehrwerte für alle Beteiligten entstehen. LIVE AT STUTTGART sehen wir als Nährboden für genau solche Kooperationen, mit denen wir weiter wachsen wollen. Auch die Infrastruktur mit Logistik und dem angeschlossenen Hotel ist für uns extrem wertvoll, da wir mit Hotelshop.one Produkte, die zum Beispiel im Makers Market Place entstehen, direkt im Hotel verkaufen können und somit der kompletten Community einen Mehrwert bieten.“
Mehr Infos: www.interdependence.de

Ludmilla Parsyak, Fotografin/Künstlerin:
„Mein Traum geht mit „LIVE AT STUTTGART“ in Erfüllung: ein kreativer Ort geschaffen von Menschen für Menschen, unterstützt von modernster Technik und getragen von einer einzigartigen Community. Die Kernaussage meiner Tätigkeit und der Grundgedanke von „LIVE AT STUTTGART“ stimmen absolut überein: der Mensch im Mittelpunkt.“
Mehr Infos: www.instagram.com/ludmilla_parsyak

„Wir arbeiten nicht, wie wir leben…“

Besonders wichtig ist dem Initiator von LIVE AT WORK/STUTTGART Heiner Scholz der Gemeinschaftsgedanke: „Wir arbeiten nicht, wir leben. Ziel von LIVE AT STUTTGART ist es, unsere europäische Lebensweise und Kultur in das ehemalige LEITZ-Areal zu transportieren und damit auch in unsere Arbeitsweisen zu integrieren. Jeder, der in einem Dorf aufgewachsen ist, kennt den Gemeinschaftssinn: Feste zusammen feiern, Nachbarn einladen, freiwillige Feuerwehr uvm. Die Vereinskultur (Sportverein, Musikverein etc.), in die sich jeder freiwillig einbringen kann, zeichnet unsere soziale Gemeinschaft aus. Roseto, ein kleiner Ort in Pennsylvania (USA), ist ein gutes Beispiel für eine funktionierende Gemeinschaft. Laut Studien liegt dort die Todesrate sämtlicher untersuchter Krankheiten deutlich unter dem amerikanischen Landesdurchschnitt, obwohl sich die Bewohner nicht gesünder ernähren oder mehr Sport machen als der Rest der amerikanischen Bevölkerung. Es gibt keine Selbstmorde, keinen Alkoholismus, keine Drogenabhängigkeit, kaum Verbrechen. Wie kommt das? Des Rätsels Lösung: Die Einwanderer aus Italien haben ihre sozialen Werte in die kleine Ortschaft in Pennsylvania mitgebracht – genau so soll auch LIVE AT STUTTGART z.B. durch Integration von Community Zones funktionieren. Das ganze Areal ist ähnlich wie ein Dorf designed und soll den Gemeinschaftssinn fördern“.


MEHR INFOS:
www.liveatwork.com/liveatstuttgart