STUTTGART FÜR ERSTIS: ANSCHLUSS FINDEN UND DINGE UNTERNEHMEN

Wer als Student neu in eine größere Stadt kommt, fühlt sich nicht selten ein wenig verloren. Nicht nur überfordert die Uni und das ganze Drumherum viele Erstsemester, auch die neue Stadt an sich bietet eine Menge Herausforderungen, so übertrieben das vielleicht zunächst klingen mag. Denn es gilt, sich mit der neuen Wohnsituation vertraut zu machen und sich eventuell in eine WG mit mehreren fremden Menschen einzuleben, neue Kontakte zu knüpfen und generell ein Gefühl dafür zu bekommen, was in der Stadt so erlebt und getan werden kann. Dazu kommt das Studium an sich, das gerade zu Anfang ziemlich überfordern kann. Wer in Stuggi-City studiert und hier Schwierigkeiten hat, den Einstieg in den Studentenalltag zu finden, der sollte sich lockermachen und sich diesen Beitrag als Ratgeber zu Herzen nehmen.

ENTSPANNT IN DEN UNI-ALLTAG STARTEN

Der beste Start für Erstis in Stuttgart gelingt, indem man den ganzen Uni-Kram gut über die Bühne bringt. Am besten klappt das, indem ihr als Erstis die Erstsemesterveranstaltungen besucht. Diese Veranstaltungen sind in der Regel keine Pflichtveranstaltungen, sollten aber von allen Orientierungslosen wahrgenommen werden. Die zentralen Einführungsveranstaltungen der Studierendenvertretung stuvus finden meist auf dem Campus Vaihingen und Stadtmitte statt und beginnen üblicherweise irgendwann am Anfang jedes Semesters gegen 18 Uhr. Dieser Termin gibt Euch einen ersten angenehmen Überblick, was alles auf Euch zukommen wird. Fachspezifische Veranstaltungen helfen Euch außerdem, Euch über die bestimmten Angebote Eurer Studiengänge sowie der Fachschaften, die sich für die Interessen der Studenten einsetzen, zu informieren.

Viele Erstis geraten in Panik, wenn sie nicht verstehen, welche Veranstaltungen im Studium zwingend belegt werden müssen. Auf den ersten Blick lässt sich oftmals kaum der Überblick bewahren. Dennoch sind die Module und Veranstaltungen genau festgelegt und Informationen dazu finden im Netz sowie auf dem Studentensekretariat, sie müssen nur gesucht werden. Auf der Website „Einführungsveranstaltungen der Studiengänge und Tipps zum Studienstart“ findet Ihr die wichtigsten Veranstaltungen der Fächer, Tipps für den Stundenplan usw. Das offizielle Modulhandbuch Eures Fachs klärt weiterhin über die Module auf, die Ihr in einem bestimmten Semester oder Abschnitt des Studiums an der Stuttgarter Uni absolvieren müsst.

KONTAKTE AN DER UNI KNÜPFEN

Um möglichst schnell Anschluss zu finden, eignet sich die Uni natürlich auch hervorragend. Anfangs kann es zwar frustrierend sein, andere Studenten zu sehen, die schon in Grüppchen auf dem Stuttgarter Campus beieinanderstehen und miteinander quatschen und sich austauschen, aber bald werdet Ihr auch zu ihnen gehören. Denn am Anfang geht es den meisten Erstis gleich: Man fühlt sich ein wenig verloren und einsam. Zusätzliche Überforderungen des Studienalltags machen es nicht besser.

Das Gegenmittel kann, wie bereits im vorigen Abschnitt erwähnt, lauten: an offiziellen universitären Treffen und Veranstaltungen teilnehmen! Denn nicht nur auf Erstsemestereinführungen sitzen eine Menge Kommilitonen neben einem, die ganz genau den gleichen Anschluss suchen, wie ihr, auch auf den Fachschaftstreffen werden Erstis beispielsweise meist freundlich an die Hand genommen. Vielleicht knüpfst Du dort nicht nur erste Kontakte, sondern verspürst vielleicht sogar den Drang, Dich ebenfalls in die Fachschaft einzubringen und Ideen für Dein Studienfach zu gewinnen. In der Fachschaft oder während fächerinterner Erstsemesterausflüge entstehen in aller Regel die ersten Freundschaften, die nicht selten bis zum Ende des Studiums anhalten.

Ansonsten bietet der Campus selbst eine Menge guter Plätze, um andere Studenten einfach einmal anzusprechen. Besonders diejenigen, die in der Mensa, der Bib oder in Cafés genauso verloren aussehen wie man selbst und die vielleicht alleine unterwegs sind, können einfach einmal angesprochen werden. Freundlich ist auf dem Campus eigentlich fast jeder.

DIE UMGEBUNG KENNENLERNEN

Egal ob mit den ersten geknüpften flüchtigen Bekanntschaften zusammen oder auch ganz alleine: Bevor Ihr Euch in den Großstadtdschungel stürzt, kann es nicht schaden, die Umgebung um Stuttgart zu erkunden. Denn wer von außerhalb kommt, muss vielleicht zunächst ein Grundgefühl fürs „Schwobaländle“ entwickeln, um sich selbstbewusst in der Großstadt und ins Studium integrieren zu können.

Die Möglichkeiten hierfür sind scheinbar unbegrenzt. Rund um Stuttgart gibt es nicht nur eine Menge schöner kleiner Städte, die einen Kurztrip wert sind, es gibt auch weitere Studentenhochburgen, wie Reutlingen oder Rottenburg, vor allem aber auch das kleine, schöne Tübingen, in dem gerade am Wochenende eine Menge los ist. Da das Tübinger Studentenleben noch etwas familiärer ist, als das Leben in der Großstadt, findet Ihr hier vielleicht sogar schneller neue Bekanntschaften, als es in Stuggi-City der Fall ist. Denn im Botanischen Garten sitzen im Sommer alle Studenten auf den Wiesen beisammen und man lernt sich beim Slacklining oder Fußballspielen, Grillen, Musizieren oder Trinkspiele-Absolvieren ganz von alleine kennen. Nicht selten wohnen die neuen Bekanntschaften sogar auch in Stuttgart und pendeln nur zum Studieren mehrmals die Woche nach Tübingen.

Das Praktische: Tübingen und die anderen spannenden Ausflugsziele nicht nur in, sondern auch um Stuttgart lassen sich ganz bequem auch ohne Auto erreichen. Wenn ihr mit mehreren Personen unterwegs seid und Zugfahren möchtet, könnt Ihr beispielsweise gemeinsam mit dem Baden-Württembergticket fahren und dabei eine Menge Geld sparen. In weniger als 30 Minuten solltet ihr in Tübingen sein, Reutlingen ist auch nicht viel weiter und zum Shopping-Paradies und Outlet-Center Metzingen braucht ihr noch weniger Zeit. Für die Aktiven unter Euch kann die Strecke von Stuttgart in den Schönbuch nach Tübingen an der B464 entlang ebenfalls nur empfohlen werden. Ihr solltet dafür allerdings knapp 2,5 Stunden einplanen und ein wenig Kondition haben. Alternativ können in Stuttgart E-Bikes gemietet werden, um ein wenig Kraft zu sparen. Dabei sollte aber bereits vor Ort direkt auf entsprechende Qualitätsmerkmale der Elektro-Drahtesel geachtet werden, damit sich die Sache auch wirklich lohnt. Nicht, dass Ihr Euch am Ende darüber ärgert, Euer weniges Studentengeld falsch oder schlecht investiert zu haben.

STUTTGART ERKUNDEN

Wer Geld sparen möchte und am liebsten in Stuttgart selbst bleibt, um sich gleich ins volle Vergnügen, bzw. die aufregende neue Großstadtwelt zu stürzen, hat dazu natürlich ebenfalls eine Menge Möglichkeiten:

Günstig Kultur genießen

Die besten Bekanntschaften sind die, mit denen man dieselben oder ähnliche Interessen teilt. Natürlich ist es auch immer schön, Menschen kennenzulernen, die ganz anders sind. Zum Einstieg in das Ersti-Leben allerdings eignen sich eher diejenigen, mit denen man von Anfang an spannende Gespräche führen kann, an denen sich alle Parteien beteiligen.

Kostenlose kulturelle Veranstaltungen bieten eine wunderbare Möglichkeit, solche Bekanntschaften zu knüpfen. Wer auf Live Musik steht, sollte einmal im Café Galào am Marienplatz vorbeischauen. Seit mehreren Jahren finden dort immer mittwochs und samstags kostenfreie Konzerte statt.

Dienstags ist übrigens Kinotag in Stuttgart und mitunter sparen Studenten noch einmal zusätzlich. Nach dem Film finden Filmliebhaber gerne auch mal noch auf ein Bierchen zusammen.

Draußen abhängen

Im Winter ist der Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz in der Stuttgarter Innenstadt einer der besten Orte, um in gemütlicher Runde mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Der Glühwein und die weihnachtliche Stimmung schweißen schnell zusammen.

Sobald es wieder etwas wärmer wird, bieten sich der Killesberg an: schön angelegte Parkflächen, ein Biergarten, ein Freibad und überall versammeln sich hier auch Studenten, um sich zusammen über ihre ersten Studienerfahrungen auszutauschen.

Wenn es dann gen Sommer geht, empfiehlt sich der Bürgersee in Kirchheim unter Teck. Mit der S-Bahn kommt Ihr dort zügig hin und könnt Euch zusammen mit den Anderen Badenden erfrischen und die schöne Atmosphäre inmitten des Waldes genießen. Menschenscheu solltet ihr aber nicht sein, denn am Bürgersee ist meistens eine Menge los.

Studentisch Shoppen

Die meisten Studenten haben nicht allzu viel Geld und legen beim Shoppen vielleicht sowieso Wert auf andere Dinge, als der nicht selten wohlhabende Stuttgarter Shopping-Durchschnitt. Nachhaltigkeit, Second-Hand und handgemacht, das zählt mitunter mehr, als glitzernd, vergoldet, neu und mit Markenlogos übersäht. Was also würde sich mehr anbieten, als ein Abstecher auf einen der Flohmärkte Stuttgarts? Egal zu welcher Jahreszeit finden sich in Stuttgart eine Menge Flohmärkte, auf denen das ein oder andere Schnäppchen gemacht und mit netten jungen Verkäufern ins Gespräch gekommen werden kann. Besonders empfehlen sind der Frühjahrs- und Herbstmarkt sowie der Markt, der immer samstags auf dem Marktplatz stattfindet.

FEIERN GEHEN UND LEUTE TREFFEN

Am lockersten drauf sind die Leute wann und wo? Na klar, beim Feiern, Tanzen und Trinken natürlich. Und das ist auch eine hervorragende Möglichkeit, um in einer neuen Großstadt Anschluss zu finden. Was aber, wenn in allen Bars Freunde beisammensitzen und man alleine am Tresen sitzt und sich nicht traut, jemanden anzusprechen?

Kein Problem, denn das Gegenmittel lautet: Socialmatch. Das Unternehmen bietet als erstes deutsches Startup sogenannte Kennenlern-Events in diversen Bars an, an denen Ihr beispielsweise zwischen 20 und 35 Jahren teilnehmen könnt und die darauf ausgerichtet sind, unterschiedliche Leute, die Interesse an sozialen Kontakten haben, zusammenzubringen. Das Spannende: An jedem Event nehmen 5 Frauen und 5 Männer teil und alle erfahren erst am Abend vor dem Treffen, wo dieses stattfindet. Das macht die Sache spannender und unterhaltsamer. Auf diese Weise wird Stuttgart schon bald zum neuen Zuhause und der Bekanntenkreis immer größer und vielfältiger. Ihr müsst Euch nur ins Vergnügen wagen!

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