Talentcube

Die Bewerbung der nächsten Generation!

Eine Bewerbung kann ziemlich zeitintensiv und anstrengend sein. Ist ein passender Job gefunden, heißt es Lebenslauf überarbeiten und Anschreiben verfassen, um dann auf die Einladungen zum Vorstellungsgespräch zu warten. Um Jobsuchenden bei diesem Prozess weiterzuhelfen, gibt es Talentcube.

Die Idee dahinter ist, den Bewerbungsprozess digital zu vereinfachen und junge Talente auf zeitgemäße Weise anzusprechen. Die Mehrheit der Leute geht bereits mit dem Smartphone auf Jobsuche, nur eine professionelle Bewerbung war mit den kleinen Alleskönnern bis dato nicht möglich. Hier kommt Talentcube ins Spiel.

Entscheidend war es, eine Bewerbung mit dem Smartphone nicht nur möglich zu machen, sondern gleichzeitig die Qualitäten des einzelnen Bewerbers in den Vordergrund zu stellen. Den drei Gründern Sebastian Hust, Hendrik Seiler, Sebastian Niewöhner war es besonders wichtig, dass eine Bewerbung über Talentcube immer aussagekräftiger ist als eine klassische.

Kein Schnickschnack, sondern möglichst schnell eine Win-Win-Situation für Bewerber und Unternehmen erzeugen, darum geht es. Interessierte Unternehmen können sich melden und Talentcube als bevorzugten Bewerbungskanal aktiv anbieten, während Jobsuchende in nicht einmal 5 Minuten eine seriöse Bewerbung erstellt haben, die sich deutlich von der grauen Masse an Standardbewerbungen abhebt.

Worum geht es bei Talentcube?

Sebastian H.: Der herkömmliche Bewerbungsprozess stagniert seit Jahrzehnten und verlangt nahezu ausschließlich Lebenslauf und Anschreiben. Gleichzeitig beklagen viele Personaler mangelnde Kreativität und Bewerbungen nach Schema F.

Hendrik: Als Validierung für das Projekt haben wir vorab viele verschiedene Unternehmen befragt. Das Ergebnis dabei war eindeutig: Neben fachlicher Kompetenz kommt es vor Allem auf die Persönlichkeit und Soft Skills des Bewerbers an. Meistens gleicht ein guter Charakter fehlende Fachkenntnisse sogar aus.

Sebastian N.: Es herrscht leider immer noch eine große Diskrepanz zwischen Bewerbern und Unternehmen. Einerseits wollen Unternehmen sich innovativ und kreativ zeigen, andererseits müssen Bewerbungen für Personaler aussagekräftig und vergleichbar sein, sodass eine gute Entscheidung getroffen werden kann. Gleichzeitig ist der Bewerbungsprozess auch ein großer Kostenfaktor für ein Unternehmen, der effizient arbeiten muss. Bisher gibt es also einfach kein einfach zu adaptierendes Standardkonzept für mobiles Bewerben. Da kommen wir ins Spiel.

Wie genau funktioniert das Bewerben über Talentcube?

Hendrik: Kein Anschreiben mehr, die Bewerbung erfolgt rein über Videos. Hierzu definiert ein Unternehmen 3 Fragen, auf die der Bewerber in jeweils 30 Sekunden antwortet und die Ergebnisse als Video-Bewerbung einreicht. So erhält das Unternehmen einen authentischen Eindruck, der viel mehr aussagt als eine schriftliche Bewerbung und einen Vorgeschmack auf das Vorstellungsgespräch gibt.

Sebastian H.: Partnerunternehmen (zu finden auf www.talentcube.de) bieten die mobile Bewerbung über einen Jobcode, der in der Talentcube App eingegeben werden muss, aktiv auf Ihren Stellenanzeigen an. Aber auch wenn mein Traumunternehmen Talentcube noch nicht kennt, muss ich nicht auf die originelle Bewerbung verzichten, sondern kann meine Video-Bewerbung auch proaktiv an Unternehmen versenden und so schon mal einen persönlichen Ersteindruck hinterlassen.

Wie kamt ihr auf die Idee?

Sebastian N.: Wir haben in Stuttgart zusammen Wirtschaftsinformatik studiert und uns dabei kennengelernt. Die Ursprungsidee für Talentcube kam mir allerdings in Stockholm. Das war im Januar 2014, als ich dort gerade meine Masterarbeit über mobiles Recruiting geschrieben habe. Ich war praktisch selbst in einer Bewerbungssituation und wusste, wie viel Stress das bedeuten kann. Überall musste ich meine Unterlagen neu hochladen, das hat extrem genervt.

Sebastian H.: Eine bewerberfreundliche Online-Bewerbung ist gar nicht so einfach. Oftmals sind sie zeitaufwändig, da man immer wieder Formulare ausfüllen und Passwörter hinterlegen muss. Das kann bis zu 3 oder 4 Stunden dauern und das ist nur eine Bewerbung! Größere Unternehmen können sich das vielleicht erlauben, aber generell muss es einen Kanal geben, der unkompliziert und schnell ist. Das Stichwort ist die One-Click Bewerbung.

Hendrik: Es war klar, dass wir eine Lösung brauchen, von der alle profitieren. Die Talentcube App ist daher so etwas wie die digitale Bewerbungsmappe für die Hosentasche. Einmal gepflegt habe ich all meine Bewerbungsunterlagen stets griffbereit und muss sie bei einer neuen Bewerbung nicht erneut hochladen. Alles ist integriert, das reduziert den Stress und das Fehlerrisiko bei der Bewerbung immens.

Wie finanziert ihr euch bzw. wie verdient ihr später Geld?

Hendrik: Über das EXIST-Gründerstipendium erhalten wir Fördermittel von Bund und EU, die wir in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Gründerstall“ der Hochschule Esslingen für unser Unternehmen einsetzen können.

Sebastian H: Das war der Moment, in dem für uns alle ein neues Lebenskapitel anfing. Ich habe gerade in Nürnberg gelebt und gearbeitet und es fiel mir schon schwer, meine damalige Firma zu verlassen. Aber der Arbeitsalltag bei Talentcube ist super und ich freue mich, dass wir das Projekt in die Tat umgesetzt haben.

Sebastian N.: Wir haben dann eine WG in Esslingen gegründet und dort auch unser Büro eingerichtet. Irgendwann wollen wir auch mal eigene Mitarbeiter haben, aber im Moment passt so alles gut zusammen. Geld werden wir in erster Linie mit unseren Partnerunternehmen verdienen, die Talentcube als zeitgemäße Bewerbungsplattform einsetzen und so die Möglichkeit bekommen, deutlich effizienter und qualifizierter Personalentscheidungen zu treffen. Für Bewerber ist und bleibt Talentcube natürlich kostenfrei.

Warum habt ihr euch gerade für Stuttgart entschieden?

Sebastian H.: Stuttgart ist ein lukrativer Wirtschaftsstandort, der sich durch eine gute Arbeitsmarktsituation, eine hohe Lebensqualität und viele Studenten, Absolventen und Unternehmen auszeichnet.

Hendrik: Es ist einfach schön hier und die Mentalität der Menschen ist sehr angenehm. Die Gründerszene wird allerdings stark unterschätzt. Hier hält man Wort und ist sehr leidenschaftlich bei der Sache. So entsteht ein tolles Netzwerk, das sich auch gegenseitig unterstützt.

Sebastian N.: Aus diesen Gründen haben wir hier auch studiert. Außerdem ist das Nachtleben ist klasse und man kann fast alles mit dem Fahrrad erreichen.

Woher kommt ihr ursprünglich?

Hendrik: Wir kommen aus Baden-Baden, Limburg und Brandenburg. Wir sind also richtig Multikulti. Wir fühlen uns aber in Esslingen und Stuttgart sehr wohl.

Wo seid ihr in Stuttgart so anzutreffen?

Sebastian N.: Wir sind oft zusammen unterwegs und lieben die Schankstelle, das Matahari am Hans-im-Glück-Brunnen und den Palast der Republik. Zum Feiern gehen wir meist ins Kowalski. Es ist sehr spannend zu sehen, wie sich Stuttgart seit unserer Studienzeit gewandelt hat. Es tauchen immer mehr neue, spannende Orte auf.

Wie sieht eure Vision aus?

Sebastian N.: Mobile Recruiting ist die Gegenwart. Wir wünschen uns, dass ein Jobsuchender künftig erst zu seinem Smartphone greift und nicht zu seinem Lebenslauf um seine Bewerbung vorzubereiten. Die Talentcube App ist hierbei nicht auf Stuttgart beschränkt, sondern in ganz Deutschland einsetzbar. Wie sich die App weiterentwickelt hängt in besonderem Maße vom Kundenfeedback ab. Daher freuen wir uns auf anregendes Feedback über unsere Kanäle auf Facebook, Twitter und Youtube.

Habt ihr noch persönliche Tipps für Unternehmensgründer?

Sebastian H.:  Vor der Gründung ist das Wichtigste: validieren, validieren, validieren. Sobald man dann eine Lösung für ein echtes Problem gefunden hat, heißt es „All In“, also alles geben und ergebnisorientiert arbeiten. Wichtig ist es hierbei, Deadlines einzuhalten und schnell ein gutes Gespür für Leute zu entwickeln, die einem weiterhelfen und das Gründerteam konstruktiv erweitern.

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