EURE NEUE NEAPOLITANISCHE LIEBLINGSPIZZA IN STUTTGART
In nur 60 Sekunden vom Stuttgarter Dorotheen Quartier nach Neapel? Kein Problem, denn in der Karlstraße könnt ihr ab jetzt für einen Kurztrip in das Epizentrum der Pizza-Kultur einchecken.
Das Beste daran, ihr müsst keinen Urlaub nehmen und eure Ökobilanz nicht weiter strapazieren, denn im neuen Restaurant “60 Seconds to Napoli” werden authentische italienische Pizzen mitten in Stuttgart serviert. Von den wirklich leckeren Tomaten, über den traditionellen Fior di Latte bis hin zum 24 Monate gereiften Parmaschinken werden hier nur beste italienische Zutaten verarbeitet. Diese finden ihren Platz auf dem Teig, der aus nichts anderem besteht als Mehl, Wasser, Salz und etwas Hefe. Aber natürlich hat jeder Teig sein ganz eigenes Geheimnis und so darf er bei “60 Seconds to Napoli” ganze 72 Stunden ruhen, bevor er im Ofen für nur 60 Sekunden gebacken wird.
1, 2, 3…


…59, 60!

Das Ergebnis ist super luftig und saftig belegt. Vegan, vegetarisch, rot oder weiß, klassische Margarita oder “The Royal Lobster” mit Hummerfleisch, Fior di Latte, gesalzener Butter, Frühlingszwiebeln und Sriracha-Mayonnaise.
So gut!
Gönnt euren Geschmacksknospen eine Reise zu einem Ort, an dem sie wirklich glücklich werden. Pssssst! Unser Geheimtipp, wenn ihr Burrata mögt: Auf jeden Fall die Pizza Burrata Bomb bestellen, mit Tomatensoße, Burrata, crispy Nduja, spicy Gremolata. Parmesan, Kirschtomaten und Chiliöl. Das Highlight ist der flüssige Kern des Burrata-Bällchens. Mjam! Auf der Karte findet ihr sicher eure eigene Lieblingspizza. Natürlich gibt es auch Vorspeisen, Salate, leckere Nachspeisen und eine vielfältige Weinkarte, die das Dolce-Vita-Gefühl perfekt abrunden.
Überzeugt euch selbst von der #bestpizzaintown mit einem echten italienischen Erlebnis.




Teils, teils…
Es wird groß Werbung damit gemacht dass es hier Pizza wie in Napoli gäbe. Nun, ich habe sehr viel Zeit in Neapel verbracht und habe daher eine gute Vorstellung wie sie dort gemacht wird. Sowohl in den “da muss man gewesen sein”-Läden als auch in den kleinen Pizzerien in abgelegenen Vierteln in die sich kaum ein Tourist verirrt.
Nun denn…
Ich saß in Sichtweite der Pizzaöfen und habe ein bisschen “spioniert”. Im Schnitt waren die Pizzen knapp über 2 Minuten im Ofen. Also nix mit 60s. Vermutung: Da fehlt es ein wenig an Hitze.
Erster Eindruck auf dem Teller: Sieht gut aus. Der Rand dick und fett obwohl der Fladen vorher vollkommen flach war. Also richtig schön aufgegangen. Der Rand ist auch nicht so hart und zäh wie meistens… Sondern schön fluffig. So soll es sein.
Das mit der Behauptung “72h” scheint also zu stimmen. Der Teig ist auf jeden Fall schon mal sehr gut.
Zweiter Eindruck: Das Messer geht mühelos durch den Boden. Also nicht so ein Keksartiger Bodensatz wie man in oft findet. Also Essen Napoli-Style (Stück abschneiden/abreißen, umklappen und mit den Fingern essen) klappt schon mal.
Aber…
Der Boden ist nicht ganz durch, ein wenig zu weich und die unterste Schicht nicht ganz so fest. Ebenso fehlen am Boden ein wenig die leichten Brandspuren.
Vermutung (wie schon oben): Da fehlt es ein wenig an Temperatur. Würde mich nicht wundern wenn der Stein nur 300° hätte. Aber bei der Menge (Pizze/Stunde), die da durch geht, wäre das auch kein Wunder. Wie soll er sich da zwischen dem Ladungen wieder voll aufheizen? Noch dazu wenn mit Gas geheizt wird…
Ja ja, ich weis, Vorschriften hier, Vorschriften da. In Deutschland ist es nahezu unmöglich im Gastrobetrieb einen holzbefeuerten Pizzaofen zu betreiben. Aber das ist wohl (ich habe mich mit vielen Pizzabäckern unterhalten) der Unterschied.
Fazit:
1. Für Pizza in Deutschland sehr gut
2. Napoli-Style: Voll auf dem Weg nur der letzte Schritt (das Backen) ist noch nicht optimal
3. Für neapolitanische Verhältnisse nur Durchschnitt, aber wie gesagt: Meiner laienhaften Meinung nach liegt das an den Öfen.
In jedem Fall: Empfehlung! Meine Kritik hier ist immerhin Jammern auf ganz hohem Niveau.