BLACKOUT

wasihrnichtseht – wirdsichtbar

Das Jahr 2020 wird in vielerlei Hinsicht in die Geschichte eingehen. Neben der anhaltenden Coronapandemie, erschütterte der gewaltsame Tod von George Floyd die ganze Welt und rückte das Thema Rassismus auch bei uns im Ländle in den Fokus, und das zurecht! Und damit dieses wichtige Thema auf keinen Fall unter den Tisch gekehrt wird, solltet ihr euch folgendes Datum rot im Kalender markieren: Am kommenden Samstag, den 12. September, findet im Rahmen der künstlerischen Außeninstallation „Stuttgart am Meer“ im StadtPalais der Antirassismus-Thementag BLACKOUT statt. Hier können und sollten sich alle Menschen zum Thema Rassismus informieren und weiterbilden.

„Was ist Alltagsrassismus?“

Abgesehen von kleinen Ausnahmen, wird „offensichtlicher“ Rassismus in unserer Gesellschaft nicht mehr toleriert. Trotzdem bedeutet dies nicht, dass die Welt, oder spezifisch Deutschland, kein Rassismusproblem mehr hat. Es bedeutet nur, dass bewusst beleidigende oder rassistische Aussagen nicht mehr gesellschaftstauglich sind. Viel schwieriger anzugehen sind jedoch rassistische und diskriminierende Denkmuster, die unterschwellig in so ziemlich jedem Menschen schlummern, der in einer von Weißen geprägten Gesellschaft aufgewachsen ist. Um dieses Problem anzugehen sind Veranstaltungen wie BLACKOUT eine große Hilfe für alle, die verstehen, zuhören und sich weiterbilden wollen. PUNKT!

BLACKOUT IM STADTPALAIS

Der Antirassismus-Thementag im StadtPalais bietet ein vielfältiges Programm. Zu Beginn des Tages könnt ihr eine 90-minütige Yogastunde des YEZ Yoga Festivals mit dem Thema „Spiritueller Aktivismus“ besuchen. Daraufhin folgen spannende Vorträge – aber auch künstlerische Projekte sind Teil des Thementages: Dominik Lucha hat gemeinsam mit vielen schwarzen Menschen die Ausstellung wasihrnichtseht – wirdsichtbar organisiert. Die auf Instagram entstandene Bewegung hat sich zum Ziel gesetzt, alltäglichen Rassismus sichtbar zu machen, und ist vom 12.-13.09.2020 Im Museumsgarten zu bestaunen. Für uns ein absolutes Highlight: der Tanzworkshop von Jamie-Ann Lang, Mitgründerin des „Project X by Jay“!

„Was ist das Project X?“

BLACKOUT Stuttgart ist nicht die einzige Veranstaltung, bei der sich Project X in Stuttgart momentan mit dem Thema Alltagsrassismus beschäftigt. Das Ziel der drei Gründer Jamie-Ann Nzuba Lang, Amina Ousman und Theo Preiswerk ist es, die Diversität in der Stuttgarter Kunstszene zu stärken und das Kollektiv zu bereichern. P.S.(SSSST!): Wir haben für die Herbstausgabe unseres Magazins, das Ende September erscheint, mit den inspirierenden Kreativköpfen über Kultur, Geschichte und Kreativität gesprochen. Für die Fotoausstellung „Black is Beautiful“ von Amina Ousman im Rahmen des Project X, solltet ihr euch also auf jeden Fall Zeit nehmen, um Stuttgarts Schwarze Menschen und deren wunderschöne Existenz besser kennenzulernen. Auf dem Marketplace im Saal Marie gibt es Schmuck, Masken, Illustrationen und weitere schöne Kleinigkeiten für den guten Zweck zu kaufen. Noomi Arndt und Annette Ganter von „Elimu. Diskriminierungssensible Bildungsarbeit“ bereichern das Programm mit einem Vortrag zum Thema „Was hat Rassismus mit mir zu tun!?“. Nicht verpassen!

Das Team des PROJECT X:

MEHR INFOS:

StadtPalais – Museum für Stuttgart
Konrad-Adenauer-Straße 2
70173 Stuttgart

Samstag, 12.09.: 
10:00 – 16:00 Uhr Marketplace, Saal Marie
10:30 – 12:00 Uhr Jivamukti Yoga, Museumsgarten
13:00 – 14:00 Uhr Vortrag zum Thema Rassismus
14.30 – 16:00 Uhr Tanz-Workshop, Museumsgarten

Eintritt und Teilnahme am Programm auf Spendenbasis

Samstag, 12.09. und Sonntag, 13.09.:
10:00 – 18:00 Uhr, Museumsgarten
Ausstellung „wasihrnichtseht – wirdsichtbar“

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Anmeldung für Yoga und Tanz-Workshop unter www.blackoutstuttgart.eventbrite.de