“HOWZIT KAPSTADT?!”


Ein Reisebericht von Tobias Ade und Pauline Bonnke

“In love with Capetown!”

:::Auf dem Lionshead:::

Der Kruger-Nationalpark im Landesinneren ist die Heimat großer Wildtiere. Am Westkap liegen die Strände. Üppige Weinberge charakterisieren die Gegend um Stellenbosch und Paarl. Entlang der Gartenroute kann man Wälder und Lagunen entdecken. Muss man noch mehr sagen? Nein, das und noch viel mehr ist Südafrika mit seiner Hauptstadt Kapstadt. Benannt nach dem Kap der Guten Hoffnung, das 45 Kilometer südlicher ein echtes Naturschauspiel bietet und in früheren Zeiten die Seefahrer ordentlich bibbern ließ.

Ganz und gar nicht bibbern mussten Tobi und Pauline aus dem GTS-Team, die Mitte September letzten Jahres, im südafrikanischen Frühling, Kapstadt besuchten und es immer wieder tun würden, so begeistert sind sie. Das liegt nicht nur an den angenehmen Temperaturen, sondern vor allem auch an Land und Leuten.

:::In der Nebensaison bekommt ihr tolle Airbnb-Unterkünfte zu fairen Preisen, im Bild unten ein Designerstudio im schönen Stadtteil Seapoint, in dem Pauline und Tobi wohnten:::

HEIMATGEFÜHLE IN DER MOTHER CITY

Wenn man auf den Straßen Kapstadts, der sogenannten Mother City unterwegs ist, merkt man schnell, dass es hier eine recht große deutschsprachige Community gibt. Und wer selbst im Urlaub ohne deutsche Backwaren nicht auskommt, finde im „Sauerkraut-Viertel“ viele deutsche Bäckereien. Auch die Grillkultur wird hier wie in Deutschland zelebriert, denn die Südafrikaner lieben ihr „Braai“. Alles, was man dazu braucht ist ein Grill, Holz, und ein gutes Stück Fleisch. Dabei ist ein echtes „Braai“ viel mehr als ein Barbecue, es steht für Verbundenheit, Tradition und Gemeinsamkeit über alle Bevölkerungsgruppen und Gesellschaftsschichten hinweg.

SO VIEL STUTTGART STECKT IN KAPSTADT

Mit seinen 433.000 Einwohnern ist Kapstadt kleiner als unser Kessel, hat aber unglaublich viel zu bieten. Um einen Eindruck zu bekommen, haben die beiden Globetrotter Tobias und Pauline Stuttgarter Stadtteile den entsprechenden Vierteln Kapstadts zugeordnet.

Da gibt es zum Beispiel Sea Point, wo ihr Airbnb lag. Ganz idyllisch gelegen am Fuße des Signal Hills erinnert es hier an Degerloch, nur ohne Fernsehturm.

Eines der gefragtesten und teuersten Wohnviertel Afrikas ist Camps Bay, der Killesberg Kapstadts. Das Stadtviertel pulsiert, ist hip und zeichnet sich durch viele kleine Läden, Cafés und Restaurants aus. Hier, am Ende des kilometerlangen Sandstrandes findet sich auch der größte Gezeitenpool Kapstadts. In dem mehrere hundert Quadratmeter großen Bassin kann man ohne Angst vor Meeresströmung nach Herzenslust herumtollen.

Bo-Kaap („Über dem Kap“) ist bekannt für seine unterschiedlichen, in grellen Farben gestrichenen Häuser.

Alle Kapstadt-Urlauber, die Märkte mögen und kein Problem mit Menschenmassen haben, sind in der Old Biscuit Mill im Herzen des Stadtteils Woodstock richtig. Das liebevoll restaurierte Gelände einer ehemaligen Keksfabrik ist heute das Zuhause von Restaurants, Büros, Designer-Läden, dekadenten Cafés, Modegeschäften, einer Fabrik mit gläserner Produktion von feinster Schokolade, Kunsthandwerk, Kaffee-Röstereien, Antiquitätenhändlern, Möbelgeschäften, Bildergalerien, Delikatessen-Geschäften, Keramik-Studios und vielem mehr. Hier ploppten direkt Assoziationen mit Stuttgart-Süd rund um den Marienplatz auf.

Wer es richtig krachen lassen will, ist an der Waterkant des Cape Quarter auf jeden Fall eine Location, die Spaß macht. Coole Restaurants, Bars und Clubs reihen sich hier aneinander, so wird die Nacht ganz leicht zum Tag.

:::Egal, worauf man Hunger hat – in den Food Halls wird jeder fündig:::

DAS SÜDAFRIKANISCHE LEBENSGEFÜHL

Ein beliebter Treffpunkt der Kapstädter, besonders wenn das Wetter mal nicht so mitspielt, sind die zahlreichen Food Halls. In den riesigen alten Lagerhallen gibt es eine große Auswahl an Meeresfrüchten, gesunden Bowls und Gegrilltem.Das Ganze wird von Live-Musik und leckeren Drinks begleitet. Hier trifft man sich auch, um Rugbyspiele auf großen Leinwänden zu sehen und gemeinsam das Lieblingsteam anzufeuern.  

Da kann es auch schon mal lauter werden, denn die Südafrikaner sind nicht nur offen, entspannt und herzlich, sondern auch sehr fröhlich. Man kommt leicht ins Gespräch und wird auf offener Straße einfach so angelächelt.  Trotzdem ist die Armut hier natürlich ein großes Problem und die Zweiklassengesellschaft offensichtlich. Bevor man sich auf Erkundungstour begibt, sollte man sich vorher informieren, welche Stadtteile sicher und vor allem welche Verhaltensweisen angebracht sind.

:::Die Weinfarm „Babylonstoren“, auf der man frische Lebensmittel kaufen und vor Ort probieren kann:::

ANREISE

Insgesamt hat die Anreise mit allem Drum und Dran 24 Stunden gedauert. Ab Stuttgart ging es mit dem Zug zum Frankfurter Flughafen. Mit einem Zwischenstopp in Dubai ging es dann weiter in den Süden Afrikas.

UNTERKUNFT

Vom 5-Sterne-Hotel bis zur Strandhütte findet man hier für alle Budgets und Ansprüche die passende Unterkunft. Über Airbnb sind die beiden fündig geworden.

TRANSPORT

In Kapstadt ist es kein Problem sich per Uber, Taxi, MyCiTi Bussen oder einfach per Fuß zu bewegen. Trotzdem lohnt sich ein Mietwagen, um auch Sehenswürdigkeiten außerhalb der Stadt (z. B. die Garden Route) zu erkunden. In Südafrika gilt übrigens Linksverkehr.

“Must-Visits!”

Der Tafelberg
Devil`s Peak (1002m), Lion`s Head (668), Signal Hill (350 m) sowie die Berge der Zwölf Apostel (780-800m) gehören zum Massiv des Tafelberges.  Für einen fantastischen Ausblick auf das Meer und die Stadt bietet sich eine Wanderung zum Lion´s Head an. Wenn man gut zu Fuß ist, wird man mit einem großartigen Panorama belohnt.

Sea Point
Lecker! Sushi, Pizza, Fast-Food: Hier darf geschlemmt werden. Auf dem Mojo Market gibt es afrikanisches Kunsthandwerk, professionell zubereiteten Kaffee und Live-Musik.

Zeitz Museum of Contemporary Art Africa
Das weltweit größte Museum mit afrikanischer Gegenwartskunst, das seit 2017 seine Türen geöffnet hat. Sehr sehenswert! P.S.(SSSST!): Das Zeitz Museum of Contemporary Art war früher mal ein Silo.

Parks
Kapstadt zeichnet sich durch zahlreiche Parks, Grünflächen, Botanische Gärten und Gewächshäuser aus. Bei einigen zahlt man ein paar südafrikanische Rand Eintritt, aber die meisten sind kostenlos. Besonders empfehlenswert: der Kirstenbosch Botanical Garten am Osthang des Tafelberges, der als einer der schönsten botanischen Gärten der Welt gilt. Von hier führen auch mehrere Wanderwege zum Tafelberg hinauf.

:::Atemberaubende Natur im Kirstenbosch Garden:::

“Weitere Impressionen…”

“Bis bald, Kapstadt!”

P.S.(SSSST!): Flüge nach Kapstadt gibt es auch am Stuttgarter Flughafen!

*„Howzit“ ist eine Abkürzung für „How is it?“ und wir oft als freundlicher Willkommensgruß verwendet.