INA UND MATHIEU BUBECK

„2 Jahre 1819 Bistro!“

Seit etwas mehr als zwei Jahren arbeiten Ina und Mathieu Bubeck an einem der schönsten Orte in Stuttgart. Unterhalb der Grabkapelle auf dem Württemberg haben sie im Mai 2020 das 1819 Bistro eröffnet. Mit der Eröffnung hat das Paar einen langjährigen Traum verwirklicht.

Für sie ist der Württemberg nämlich weit mehr als nur eine von Stuttgarts schönsten Sehenswürdigkeiten: Aufgewachsen in Wengerterfamilien sind Ina und Mathieu in den Weinbergen groß geworden und haben sich schließlich an der Grabkapelle kennengelernt. 

In den letzten zwei Jahren haben die beiden leidenschaftlichen Gastronomen ihr Angebot und Sortiment kontinuierlich weiterentwickelt. So steht seit April der hauseigene „Ausblick Dry Gin“ auf der Getränkekarte sowie zum Verkauf bereit. Mit der einmaligen Rezeptur haben Ina und Mathieu einen würzig-aromatischen Drink geschaffen, der sich aus Kräutern und Blüten zusammensetzt, die man auf den örtlichen Weinbergen findet. Ein Schlückchen Heimat im Glas also! Darüber hinaus ist das 1819 Bistro regelmäßig Austragungsort von Veranstaltungen wie Weinproben oder Hochzeiten und hat mit der Mobilen Bistro Bar auch noch Nachwuchs bekommen. Im Interview mit Ina und Mathieu erfahrt ihr mehr darüber, was in den vergangenen zwei Jahren alles passiert ist und worauf wir uns in Zukunft freuen dürfen. 

Ina, Mathieu, wir fragen mal geradeheraus: Wie habt ihr die letzten beiden Jahre erlebt?

Die letzten beiden Jahre sind wie im Flug vergangen und es ist schön, immer mal wieder zurückzuschauen, um zu sehen, wie viel man gewuppt bekommen hat. 

Zunächst einmal sind wir sehr dankbar für alles, was wir erleben durften. Wir haben ganz herzliche Kund*innen, die uns teilweise sogar E-Mails oder Nachrichten schreiben, weil sie unsere Arbeit so schätzen. Und es stimmt wirklich: Man wächst mit seinen Aufgaben. Manchmal müssen wir über uns selbst lachen, wie kompliziert und umständlich wir manche Dinge gemacht haben.

Welche Dinge zum Beispiel?

Letzte Saison mussten unsere Kund*innen an gut besuchten Tagen teilweise recht lange anstehen. Dieses Jahr kommt unsere neue Mobile Bistro Bar zum Einsatz: Wenn viel los ist, können wir damit ein Angebot für diejenigen schaffen, die nur ein Gläschen Wein bestellen und sich damit in die Wiese setzen möchten. Wir umgehen also Warteschlangen und Anstehen an der Bistro-Kasse. Wer sich auf einen gemütlichen Nachmittag im Bistro gefreut hat, kommt so natürlich auch viel besser zur Ruhe und kann schneller etwas nachordern. Win-win also!

Apropos mobile Bistro Bar: Was gibt es sonst noch Neues von vor oder hinter den Kulissen? 

Wir haben unseren Veranstaltungsbereich konzipiert und viel Liebe und Arbeit in unsere Angebote gepackt. Neben der Mobilen Bistro Bar, dank der wir unsere Weine und je nach Bedarf auch Speisen saisonunabhängig auf Firmenfeiern und Festen anbieten können, veranstalten wir ganzjährig Weinproben oder Sektverkostungen mit Brunchbuffet. Außerdem richten wir Hochzeiten, Firmenevents sowie Team- und Betriebsausflüge aus. Im April und Mai konnten wir bereits einige schöne Festlichkeiten mitgestalten.

Das hört sich toll, aber auch nach einer Menge Arbeit an. Stemmt ihr das alles zu zweit oder habt ihr Unterstützung? 

Wir beide sind hauptverantwortlich, haben aber unser Team vergrößert und tolle Partner wie die Bäckerei Bayer, Mayer Fruchtsäfte aus Uhlbach, die Grabkapelle und natürlich das Collegium Wirtemberg an unserer Seite. Das Schöne ist, dass durch diese Vielfältigkeit immer wieder Ideen einfließen und Projekte zustande kommen. So war es uns auch möglich, einige neue Produkte in unser Portfolio aufzunehmen.

Klingt gut! Worauf können wir uns freuen?

Unser Mittagstisch ist zurück! Wir bieten wechselnde Gerichte mit Nachtisch an, je nach Saison knackige Wraps oder in kälteren Wochen eine wärmende Suppe mit frischem Brot von unserem Bäcker. Außerdem haben wir ganz neu Macarons aus Handarbeit von La Brigaderie Tati und einen sommerlichen Grauburgunder. Nicht zu vergessen einen Gin Tonic mit unserem eigenen Gin „Ausblick“.

Wie kam es zu der Idee vom eigenen Gin?

Oft entstehen die Ideen, indem wir gemeinsam überlegen, was wir gerne erleben möchten oder über welches Angebot wir uns freuen würden. Ein Gläschen Wein ist in der Regel auch nicht hinderlich. Aber Spaß beiseite: In unserer Arbeit möchten wir Menschen die Schönheit der Natur, insbesondere die Magie, die von diesem wunderschönen Fleckchen Erde am Rande Stuttgarts ausgeht, näherbringen. Was oft unterschätzt wird: Im Weinberg dürfen nicht nur die Rebstöcke blühen! Bei einem Spaziergang kann man Gerüche unterschiedlicher Kräuter und Blumen genießen. Das wollten wir in eine Flasche packen. Zufällig sind wir mit Matthias von der Gin-Werkstatt aus Stuttgart-Uhlbach ins Gespräch gekommen und haben dann in einem mehrmonatigen Prozess eine Rezeptur mit den Botanicals aus dem Weinberg erstellt. Besonders dankbar sind wir auch für die Unterstützung der Wildkräuterwerkstatt in Uhlbach, deren Bestandteile wir nun auch in unserem Gin haben. 

Was hat der Gin, was der Wein nicht hat und umgekehrt?

Die kräutrig, würzige Wachholderaromatik findet man im Wein eher selten. Dafür ist Wein der deutlich bessere Essensbegleiter.

Wie wird der „Ausblick Dry Gin“ von euren Bistrogästen angenommen?

Sehr positiv. Auch die, die sich als nicht Gin-Trinker outen, sind in der Regel sehr angetan. Viele nehmen den Gin als Hommage an die Heimat mit, wenn sie aus Stuttgart weggezogen sind. Andere nutzen ihn als Geschenk „von daheim“.

Wie genießt ihr den Gin am liebsten? Gibt es ein Geheimrezept, das wir unbedingt ausprobieren sollten?

Ein Geheimtipp ist sicherlich mit „Zitronenstolz“ statt Tonic und gefrorenen Himbeeren als Eiswürfelersatz. Manchmal kommen die besten Ideen in der Not.

Was steht dieses Jahr sonst noch an? Welche Projekte sind geplant?

Zunächst einmal freuen wir uns auf unvergessliche Events mit unseren Kund*innen. Menschen glücklich zu machen und unvergessliche Momente rund um die Themen Wein, Handarbeit und Natur zu realisieren, sind unsere Leidenschaft. Dahingehend entwickeln wir unsere Angebote auch weiter. Dieses Jahr wird es zum Beispiel noch zwei große Konzerte an der Grabkapelle geben, inmitten der abendlichen Sonnenuntergangsstimmung. Außerdem planen wir eine weitere Clean Up-Aktion am World Clean Up Day im September, die Ernte steht noch an und ein bisschen Urlaub muss auch mal sein.

MEHR INFOS: 
www.1819bistro.de