INTERNATIONALER TAG GEGEN HOMO-, BI-, INTER-, TRANS- UND ACEFEINDLICHKEIT

Heute, am 17. Mai ist der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- Trans- und Acefeindlichkeit, kurz IDAHOBITA. Passend dazu eröffnet auch die Stuttgarter Kult-Kneipe BOOTS unter neuem Namen: reBOOTS.  

„Jeder Mensch ist einzigartig!“

Gerade deswegen sollte jede/r so leben und lieben dürfen, wie sie/er mag. Toleranz gegenüber sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten ist aber leider nicht überall auf der Welt und schon gar nicht in allen Religionen gegeben. Laut der UN lebt fast die Hälfte der Weltbevölkerung in Ländern, in denen lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle, queere und asexuelle Menschen (LSBTTIQA) kriminalisiert sowie gesellschaftlich verfolgt werden. 

Umso wichtiger also, dass durch Bewegungen wie den IDAHOBITA darauf aufmerksam gemacht, Aufklärung betrieben und Respekt gefordert wird. 

Warum gerade dieses Datum? Am 17. Mai 1990 strich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel für Krankheiten. In Erinnerung an dieses Ereignis soll jedes Jahr an diesem Datum Aufmerksamkeit geschaffen werden für Solidarität mit und für Menschenrechte von Personen, die lesbisch, homo- bzw. bisexuell lieben, sich als transident oder intergeschlechtlich identifizieren. Dass wir alle lieben können, wen wir möchten, sollte allerdings jedem Menschen mit gesundem Menschenverstand klar sein, und das immer und nicht nur am 17. Mai!

For obvious reasons wurde der IDAHOBITA dieses Jahr in den digitalen Raum verlegt: Das informative und abwechslungsreiche Programm mit musikalischer Begleitung von Lili Sommerfeld kann heute Abend von 19 bis 21:30 Uhr auf den Facebook- und YouTube-Kanälen der veranstaltenden Organisationen gestreamt werden. U.a. hier: https://facebook.com/csdstuttgart
https://youtube.com/csdstuttgart​.

Das reBoots – wenn Stiefel bald auf Pu(ö)mps treffen

Aber auch abseits des IDAHOBITA ist die queere Szene in Stuttgart vielseitig und bunt. Sobald es die Corona-Regeln zulassen, wird z.B. die Kult-Kneipe BOOTS in der Bopserstraße 8 unter dem neuen Namen reBOOTS ihre Pforten wieder öffnen und tolerante Menschen willkommen heißen.

Die neuen Betreiber Sascha Diener und Tobias Schoob kommen dem ein oder anderen womöglich bekannt vor: Sascha kennt man als Superman-Typ, der in seiner Freizeit gerne mal auf der Bühne steht. Tobias ist ein bekanntes Gesicht des ehrenamtlichen Orga-Teams vom Stuttgarter Christopher Street Day, dessen Motto 2021 übrigens

„Schaffe, Schaffe – bunter werden“

lautet.

Dieses Motto haben sich Sascha und Tobias zu Herzen genommen. Seit 2018 arbeiten sich die beiden durch den tiefen Dschungel der Behörden, deren Auflagen und Vorschriften, entrümpeln, entkernen, schleifen, hämmern, sägen und bohren. Der Laden wird also im besten Sinne rebootet, sprich, einmal komplett herunter- und anschließend wieder hochgefahren. Wie ein roter Faden ziehen sich Cowboy-Stiefel und Pumps, die stellverstretend für die unterschiedlichen Subkulturen der LSBTTIQ-Community sowie für friedliche und gemeinsame Vielfalt stehen sollen, durch das Projekt. 

Neben den legendären Karaoke-Abenden, für die das BOOTS seit jeher bekannt ist, planen die neuen Betreiber Lesungen, Quizabende, Stand-Up-Aktionen und Gigs. Eins ist klar: Eintönig oder einfarbig wird es hier definitiv nicht!

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P.S.(SSSST!): Wenn auch ihr Toleranz und Sichtbarkeit zeigen wollt, dann hängt heute eure Flaggen raus. Lasst uns Stuttgart und sein Umland gemeinsam bunter machen! Ach, und für die Wohnung hätten wir auch was Schickes: Unser Hashtag Stuttgartliebe-Poster „VIELFALT“!
MEHR INFOS:
https://csd-stuttgart.de