LOSTBOY LINO

AUF DER SUCHE

Lostboy Lino ist Newcomer und Phantom zugleich. Mit seiner ersten Single „Du fehlst“ bringt er Stuttgart als Hip-Hop-Hochburg wieder auf die Karte zurück und den Deutschrap voran. Wer hinter dem Pseudonym steckt? Das weiß niemand so genau. Nicht mal Google und Siri haben darauf eine Antwort – ein echter Geheimtipp eben. 

Der Mann hinter dem Pseudonym „Lostboy Lino“ trägt orangefarbene Hosen, bunte Fingernägel, ein gelbes Vintage-Hemd und einen Schwert-Ohrring, als er uns im GTS-Headquarter besucht. Dass er sich nicht gerne in Schubladen stecken lässt, zeigt er nicht nur mit seinem auffälligen Style. 

Auch sein Video zu seiner ersten Single „Du fehlst“ setzt jegliches Rap-Klischee außer Kraft: keine teuren Markenklamotten, protzigen Autos oder auffällige Klunker. „Eigentlich alles wie immer, nur leider ohne dich“, schreibt der Rapper dazu. Wen er damit genau meint, bleibt offen. Er selbst ist es nicht, denn am Ende des Videos lässt er es sich nicht nehmen, doch noch einmal kurz vor der Kamera zu erscheinen.

„Und dann wünscht’ich, du wärst hier bei mir, könntest sehn’, was so passiert.“

Auch wenn die Lyrics darauf schließen lassen, dass jemand vermisst wird, ist der Sound von Lino nicht traurig. Er selbst beschreibt seinen Stil als authentisch, Einflüsse kommen von Erlebtem, seinem Alltag und den Mitmenschen. Wie und wo seine Lyrics entstehen? „Oft kommen mir die besten Ideen beim Abhängen mit Freunden. Da kommen die Hooks dann von alleine,“ erzählt uns Lino. Gerappt hat er schon immer auf Deutsch – das funktioniere für ihn einfach besser als auf Englisch. Auf ein Genre möchte er sich dabei nicht festlegen. Inspiration findet er beispielsweise in verschiedenen Musikrichtungen: von Folk, über Indie und HipHop bis hin zu Rock. Seine musikalischen Vorbilder sind Künstler wie Ray Charles, Udo Lindenberg und Kid Cudi. Die Mischung aus Rap/Rock/Pop und elektronischen Einflüssen zeichnet auch seinen Sound aus. Lino macht, auf was er Bock hat – und das merkt man auch als Zuhörer. Zur Musik kam er durch die Toten Hosen: „Ein Freund hat mir damals das Album ‚Opium fürs Volk‘ geschenkt. Das hab ich rauf und runter gehört.“ Weil ihn die tiefe Sprechstimme von Frontmann Campino so beeindruckt hat, begann er, selbst mit seiner Stimme zu üben. Den ersten Auftritt hatte er dann vor seinen Eltern, zusammen mit seinen Geschwistern als Coverband. Heute sorgt Linos ähnlich tiefe Sprechstimme tatsächlich für einen besonderen Wiedererkennungswert. 

Wie’s für den Newcomer weitergeht?

„Durch meine erste Single haben sich sehr viele Möglichkeiten aufgetan, daher kann ich momentan noch nichts Konkretes sagen“, antwortet Lino. Wir sind uns sicher, dass wir von Lostboy Lino noch einiges hören werden. Bis dahin läuft bei uns im HQ „Du fehlst mir“ in Dauerschleife!

Fotos: Daniel Trautwein

LOSTBOY LINO AUF INSTGRAM: www.instagram.com/lostboy_lino

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