MA KNUT

Hinter dem Künstlernamen MA KNUT steht Elena Mann. Die 41-Jährige widmet sich seit einigen Jahren hauptberuflich der Kunst. Wir haben mit der in Tadschikistan geborenen Stuttgarterin über Kreativität, positive Vibes und Authentizität gesprochen. 

„I never studied fine arts”,

schreibt Elena Mann auf ihrer Website. Und doch ist das, was sie macht, ziemlich fein. Oder gerade deshalb? Dass Elena kreativ ist und an Design interessiert, zeichnet sich trotzdem schon während ihrer Studienzeit ab: An der London Metropolitan University studierte sie Innenarchitektur und absolvierte ihren Master in Performance Design and Practice an der Central Saint Martins School of Arts, ebenfalls in London. 

Warum es 2015 dann so richtig angefangen hat mit der Kunst, weiß die Russlanddeutsche nicht ganz genau: „Aus mir immer noch unerklärlichen Gründen habe ich das Malen für mich entdeckt und nebenberuflich als Hobby ausgeübt.” Hand in Hand ging diese Entdeckung mit einer Weltreise – einem Traum, den sich Elena schon lange erfüllen wollte. Während dieser Reise malte sie immer wieder nebenher in Öl und auf Papier. 

„Anfang 2018 wurde mir klar, dass ich die Malerei ernster angehen möchte und das nur möglich ist, wenn ich mich dieser in Vollzeit widme.” So wurde das Hobby dann zum Hauptberuf. Zu dieser Zeit zog es die Künstlerin auch wieder zurück nach Stuttgart. Dort wohnt sie sehr zentral, nahe dem Wilhelmsplatz. Die schwäbische Kultur lernte Elena jedoch schon früher kennen: Nach ihrer frühen Kindheit in Tadschikistan ging es für ihre Familie und sie nach Metzingen. Für Stuttgart entschied sich Elena dann einerseits wegen der Nähe zu ihrer Familie, aber auch aufgrund vieler anderer Faktoren: „Stuttgart ist groß genug, um abwechslungsreich zu sein. Heute bevorzuge ich es, in einer größeren Stadt zu leben, die aber trotzdem gemütlich und entspannt ist – so wie Stuttgart.” 

Inspiration und Kreativität 

Ohne was Kunst nicht möglich ist? Inspiration. Die findet Elena in der Malerei des Mittelalters, dem naiven Stil, aber auch in der mystischen Malerei. „Die ersten drei Künstler, die mir spontan einfallen und die ich sehr inspirierend finde, sind Lucas Cranach, Hieronymus Bosch und Caspar David Friedrich.”

Außerdem inspiriert sie die Natur, „vor allem die menschliche”, lacht sie. Spannend sind für Elena zudem die Mythologie, Fabeln und die Anthropologie, welche sich in ihrem naiv-surrealen Malstil widerspiegeln. Diese Interessen waren auch Grund für ihre Weltreise, aus der sie nach wie vor Kreativität schöpft. Wann sie am kreativsten ist? „Eher nachmittags (auch wegen dem Tageslicht, das für mich beim Malen wichtig ist), wenn es um das Malen geht. Ich bin eine Frühaufsteherin und erledige vormittags überwiegend administrative Aufgaben, die anfallen.”

Von Konventionen oder starren Vorgaben hält Elena jedoch nichts. Für sie ist Authentizität und der eigene Stil das wichtigste, denn nur so entsteht etwas wirklich Eigenes, Einzigartiges. So wie ihr Künstlername MA KNUT. Der kam einfach so, in der Kreativität. Wir sehen: Bei ihr ist der Name Programm!

P.S.SSSST! In Elenas Atelier, dem Ma Knut Studio, in der Hauptstätter Straße 35 finden regelmäßig Vernissagen und Events statt – unbedingt mal hingehen!
5 Fragen, 5 Antworten
Dein Vorbild? 

Ich möchte mich nicht vergleichen oder verglichen werden, deshalb: Salvador Dalí ist ein Vorbild in seiner Einstellung und Freizügigkeit, künstlerisch zu tun und zu lassen, was er wollte. 

Dein Wunsch-Ausstellungsort? 

Lokal gesehen im Stuttgarter Kunstmuseum, global im New Yorker MoMa. 

Dein größter Traum? 

Ich wünsche mir, eine weltweit anerkannte Künstlerin zu sein, um volle künstlerische Freiheit auf globaler Ebene zu genießen. 

Dein Geheimtipp? 

Immer positive Vibes – und mache das, was dir Spaß macht. 

Was willst du noch loswerden? 

Ich möchte alle Menschen ermutigen, ihren Weg zu gehen und ihren Träumen zu folgen. 

MEHR INFOS:
www.maknut.com