MOUSTACHE

WILLKOMMEN IN DER KLEINEN WELT DER SÜSSEN WUNDER

Wer durch die Gassen von Paris schlendert findet sie – die kleinen Patisserien, hinter deren Theken sich französische Leckereien wie Eclairs, Tartelettes und herzhafte Quiches stapeln. Seit gut einem Jahr schon müssen Stuttgarter nicht mehr ausreisen, um auf ihre tägliche Dosis Zucker zu kommen. Die französische Manufaktur „Moustache“ bringt seit Ende Juni des vergangenen Jahres ein Stück Frankreich direkt in den Kessel:

„Très bien!“

Im Heusteigviertel öffnet das kleine Café in der Mittelstraße seine zwei Sonnenschirme schon um 8 Uhr morgens. Auf dem Fenstersims genießen die Besucher dann ihren Kaffee. Typisch französisch mit dem Blick zur Straße: Das Treiben beobachten, einen Moment Alltagsflucht.

Der Duft, der durch das gekippte Fenster drängt, lockt die Gäste nach nur wenigen Minuten nach innen – vor die gläserne Theke. Frühmorgens wird diese nach und nach von Ronja gefüllt. Durch ein Kachelfenster im Innenraum lässt sich die Mitarbeiterin dabei auf die Finger schauen, wie sie jedes Tartelett von Hand zubereitet. Jede Frucht platziert sie akkurat, so dass kunstvolle Törtchen entstehen.

Luderic Belhadj, Mitbesitzer des Cafés, nennt Ronja liebevoll „Himbeerkönigin“. Den Namen verdankt sie ihren leckeren Himbeer-Maracuja-Eclairs, die unser absoluter Geheimtipp sind. Das Eclair ist ein französisches Gebäck mit Füllung: cremig, fluffig, süß. Der Name bedeutet im Französischen so viel wie Blitz – was davon kommt, dass das Gebäck von Liebhabern meist in Sekundenschnelle verputzt wird. Aber auch auf leckere, selbstgemachte Croissants und eine Auswahl an Baguettes darf man sich freuen!

Der gebürtige Franzose Luderic Belhadj versetzt Besucher dank seines französischen Akzents zudem in Kurzurlaub-Stimmung. Im Gesicht des bärtigen Inhabers, findet sich auch der Name des Cafés wieder. Moustache bedeutet Schnurrbart, welcher das Franzosen-Klischee vollendet. Luderic ist in der Stuttgarter Gastro-Szene bereits als Inhaber des Weltcafés am Charlottenplatz bekannt.

Unser Fazit: Auf Brezeln und Weckle verzichten wir Schwaben hier ausnahmsweise gerne!