MYCONICS: LIEBLINGSSTÜCKE MIT STIL UND NACHHALTIGKEIT

Es muss sich was ändern! Nicht erst seit Greta Thunberg die Fridays for Future Bewegung ins Leben gerufen hat ist klar, dass es nicht so weitergehen kann wie bisher. Plastikstrudel im Ozean, Fast Fashion, schlechte Arbeitsbedingungen und miese Löhne in den produzierenden Ländern sowie der Klimawandel sind gesellschaftliche Probleme, die schnellstmöglich angegangen werden müssen. Ein Weg dem wahllosen Konsum entgegen zu wirken ist es, genau zu überlegen, welche Produkte man wirklich braucht, aber auch wie und wo sie hergestellt werden. Das steckt hinter der Idee zu myconics – eine Online-Plattform, gegründet von Sebastian Oergel und Sascha Krstanovic, die sich auf fair produzierte Mode – und Wohnaccessoires von Manufakturen aus ganz Europa spezialisiert hat. Der Name der Manufaktur setzt sich aus my iconic pieces zusammen („meine Lieblingsstücke“) und davon gibt es mittlerweile 40 Marken, die hier mit 650 Produkten vertreten sind.

DIE IDEE

Die Initialzündung für myconics gab es, als Sebastian nach acht Jahren in der Modeindustrie gemerkt hatte, dass er mit den bestehenden Bedingungen einfach nicht mehr einverstanden war. Er wollte nicht länger Teil einer Branche sein, in der es darum geht, in jeder Saison immer wieder den Verkauf neuer, teils minderwertig produzierter Artikel zu unterstützen, die dazu auch noch schlecht für die Umwelt und die Menschen, die sie herstellen, sind. Mit dieser Erkenntnis machte er sich auf eine längere Reise, die ihn unter anderem in die Mongolei führte. Hier traf er zwei Kanadier, die einen Souvenirladen betrieben, in dem nur regional hergestellte, hochwertige Manufakturprodukte angeboten wurden. Die Idee für myconics war geboren.

DIE GRÜNDUNG: SCHÖN UND SINNVOLL SOLL ES SEIN 

Zurück in Deutschland setzten sich Sebastian und Sascha, die sich schon seit ihrer Kindheit kennen, im März 2018 zusammen, um aus der Idee ein Business zu machen. Die Grundlage dafür war eine Umfrage mit 500 Teilnehmern zum Thema Nachhaltigkeit. Das Ergebnis zeigte, dass Qualität, Design und Preis beim Einkauf von Mode eine entscheidende Rolle spielen. Gleichzeitig bewerteten die meisten der Befragten nachhaltig hergestellte Produkte als nicht ansprechend, oder wissen erst gar nicht, wo sie diese finden können. Aus diesen Erkenntnissen entwickelten die beiden eine ganz klare Strategie: Qualitativ hochwertige, nachhaltig hergestellte Produkte, die durch ihr Design überzeugen, einer breiten Masse von Konsumenten einfach zugänglich machen. Gesagt, getan! Unterstützung bekamen die beiden Jungs in der Zeit von März 2018 bis Januar 2019 vom Social Impact Lab, das Gründer berät und unterstützt, die sozial nachhaltig agieren und einen Mehrwert schaffen wollen. Schon im November 2018 war alles für die Gründung bereit und im Februar 2019 ging die Online-Plattform von myconics an den Start.

WORUM ES GEHT

Konkret geht es auf der Online-Plattform von myconics darum, ein neuartiges Angebotskonzept für ausgesuchte Produkte von Manufakturen aus ganz Europa zu schaffen. Die Aufgaben von Sebastian und Sascha sind dabei vielfältig. Ein großer Teil ihrer Zeit verwenden die beiden darauf, neue Produkte mit Hilfe von Nachhaltigkeitskriterien zu selektieren. Wichtig ist nicht nur die Qualität der Produkte, sondern es kommt darauf an, welche Materialien verwendet werden, wie produziert wird, welche Menschen dahinterstecken und wie der Anspruch auf Nachhaltigkeit im Produktionsalltag umgesetzt wird. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Manufakturen, die im Sortiment von myconics auftauchen auch wirklich den Ansprüchen der beiden Gründer entsprechen. Zudem soll die Welt durch hochwertige Artikel aus dem Bereich Mode und Wohnen, die richtig gut aussehen, ein kleines bisschen schöner werden. Die Mission von myconics ist, es Konsumenten zu ermöglichen, bewusst zu konsumieren ohne Verzicht üben zu müssen. Konkret beschreiben sie es so:

„Wir wollen Nachhaltigkeit aus der Öko-Ecke holen und das Thema für die breite Masse zugänglich machen“.

Doch nicht nur das, denn gleichzeitig geht es darum, auch den kleinen Manufakturen ein Forum zu bieten, damit sie ihre Sichtbarkeit erhöhen können. Wer mehr erfahren möchte, bekommt bei myconics auch einen Blick hinter die Kulissen, denn durch redaktionelle Beiträge lernt man die Menschen, ihre Mission und die einzelnen Werkstätten kennen. So geht Transparenz heute vom ersten Klick bis man das Produkt zu Hause auspacken darf. Dadurch, dass alle Manufakturen in Europa beheimatet sind, ist außerdem sichergestellt, dass die Transportwege oftmals kurz bleiben.

GRÜNDER BRAUCHEN MUT

Obwohl die Gründung bei Sebastian und Sascha bisher ziemlich reibungslos verlief, gibt es doch einige Punkte, die sie zukünftigen Gründern mit auf den Weg geben wollen. Auf jeden Fall sollte man den bürokratischen Aufwand nicht unterschätzen und man kann sich dabei ruhig auf Experten verlassen. Der EXI-Gründungsgutschein bietet zum Beispiel eine richtig gute Gründungsberatung. Dazu kommt eine große Anzahl von Förderprogrammen des Landes und Bundes, die man sich nicht entgehen lassen sollte, deren Beantragung aber auch einige Zeit in Anspruch nimmt. Für Sebastian und Sascha ist ein schnelles Kundenfeedback der Kern ihres Geschäftsmodels, denn ohne diese schnelle Rückmeldung können sie sich nicht weiterentwickeln und stetig besser auf die Wünsche der Kunden eingehen. Und natürlich gehört auch eine gewisse Prise Mut dazu, so ein Business aufzuziehen, vor allem, wenn man eine gute bezahlte Festanstellung verlässt und plötzlich sein eigener Chef ist. Doch für die beiden myconics-Gründer wird ihre Entscheidung täglich belohnt, denn für sie ist das Gefühl, dass andere Menschen Produkte kaufen, die sie ausgewählt haben, unbeschreiblich.


MEHR INFOS:
www.myconics.de

Telefon:
0711/23193938

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