RIKAS – SELBSTIRONISCH, NACHDENKLICH UND BUNT

DAS SIND RIKAS!

Und Rikas, das sind Sam, Sascha, Chris und Ferdi, vier Jungs aus dem Kessel, die mit Songs wie „Goodnight Tonight“ und „Heartbreak Big Mac“ die Indie-Szene unsicher machen.

Im Jahr 2018 haben wir uns schon einmal mit den vier Stuttgartern getroffen. Damals haben sie sich vorgenommen, nach zahlreichen Auftritten als Straßenmusiker, die Bühnen über Stuttgarts Stadtgrenzen hinaus zu erobern. Acht Jahre nach unserem ersten Interview wollen wir jetzt wissen, ob das geklappt hat. Achtung Spoiler: Das hat es! Und wie!

Vom Newcomer zum Indie-Hit

In unserem letzten Interview galten Rikas noch als Newcomer-Hoffnung. Heute sind sie Vorbilder für viele junge Bands aus dem Kessel. Auch wenn sie es schön finden, andere mit ihrer musikalischen Arbeit zu inspirieren und ihre Erfahrung zu teilen, haben sie selbst diesen Rollenwechsel gar nicht so aktiv wahrgenommen. Denn für Rikas ist die Entwicklung als Musikschaffende immer ein Geben und Nehmen, egal wie groß oder erfolgreich man als Band geworden ist. Auch sie selbst schauen noch zu vielen Künstler*innen auf, die Dinge anders machen als sie.

Auch wenn diese Bescheidenheit Sam, Sascha, Chris und Ferdi gut steht, können sie verdammt stolz darauf sein, was sie gemeinsam in den letzten Jahren erreicht haben.

Der Name, den sie sich als Band in der Indie-Pop-Szene gemacht haben, spiegelt sich nämlich auch in ihren Streamingzahlen wider. Allein ihr Hit „Party on the Rooftop“ wurde mittlerweile fast 5 Millionen Mal auf Spotify gestreamt. Ein Erfolg, mit dem die Jungs gar nicht gerechnet haben. Selbst finden sie nämlich, dass sie gar nicht diesen einen Hit haben, der ihre Fans auf ihre Konzerte lockt. Und das ist gut so! Denn als Band auf nur einen einzelnen Song reduziert zu werden, kann ziemlich belastend sein, sagen uns Rikas.

Apropos Partys auf Rooftops: Wir wollten von Rikas wissen, auf welchem Stuttgarter Gebäude sie am liebsten ihren Erfolg der letzten Jahre feiern würden. Die Antwort ist eindeutig: „Es gab am Rotebühlplatz mal ein Gebäude, bei dem man nachts eine alte Schiebetür von Hand aufdrücken und über das Treppenhaus bis ganz nach oben auf das Dach steigen konnte.“ Genau dort würden sie gerne in guter alter Beatles-Manier ein Konzert spielen. Hört sich gut an!

Alles beim Alten und doch vieles anders

Seit zehn Jahren sind Sam, Sascha, Chris und Ferdi inzwischen gemeinsam als Rikas unterwegs. Klar, dass man sich da sowohl menschlich als auch künstlerisch entwickelt. So haben uns die Jungs verraten, dass sie eine gehörige Portion selbstbewusster und sicherer geworden sind – als Einzelpersonen genauso wie als Band. Auch wenn man sich als Band nach außen hin als selbstbewusst und zielstrebig verkauft, mussten Rikas anfänglich erst mal eine ganze Menge für sich selbst herausfinden und sortieren: Wer sind wir, wo wollen wir hin, wie kommen wir dort hin? Inzwischen haben sie aber das Gefühl, dass sie niemandem mehr etwas beweisen müssen und einfach das tun können, was sie aus eigenem Antrieb heraus möchten.

Aber es gibt auch Dinge, die sich nicht verändert haben, wie uns die Band verrät. Sam ist der stärkste Texter und schreibt die eingängigsten Melodien. Sascha ist sehr musikalisch, spielt am meisten Instrumente und schafft es, die nötige Komplexität in Songs zu bringen, ohne dass sie sperrig werden oder an Leichtigkeit verlieren. Ferdinand ist am experimentierfreudigsten, was Sounds und Songwriting angeht, und sehr stark im Komponieren von Gesangsharmonien. Und Chris schaltet sich gerne erst im laufenden Prozess dazu, um sich unvoreingenommen und mit frischen Ohren einzubringen, wo er kann. 

Über den Kesselrand hinaus

Gestartet als Straßenmusiker auf der Königstraße, haben sich Rikas inzwischen einen Namen weit über die Stadtgrenzen hinaus gemacht. Und trotzdem gibt es Dinge, die Stuttgarter Bühnen können, auf die sie in anderen Städten verzichten müssen. Laugengebäck im Backstage zu servieren, gehört definitiv dazu. Denn das Catering bei internationalen Konzerten ist im Vergleich zum deutschen Standard etwas schlicht, wie sie uns verraten. 

Egal, wo sie auf der Welt auftreten, Stuttgart bleibt immer in ihrem Herzen verankert. Wenn sich die Band im Kessel trifft, dann ist das meist im Fragola in der Vogelsangstraße oder auf dem Erwin-Schoettle-Platz, wo sie im Sommer gerne eine Runde Boule spielen. Ein weiterer Ort, der es auf die persönliche Geheimtipp-Liste von Rikas schafft, ist das Flora & Fauna, das durch eine entspannte Stimmung überzeugt. Aber auch Stuttgarts unmittelbare Nähe zum Wald feiern die Jungs. Eine Mountainbike-Tour mit Pause am Bärenschlössle muss schon hin und wieder sein.

Rikas auf „Dog Days 2026“-Tour

Am 6. März starteten Rikas auf ihre „Dog Days 2026“-Tour, die sie quer durch Deutschland und Europa führt. Der Begriff „Dog Days“ beschreibt die besonders heißen, schwülen Tage im Sommer. Rikas bezeichnen aber auch die schwierige, langwierige und gleichzeitig sehr spaßige Aufbauarbeit ihrer Band mit diesem Begriff. Um das zu ehren, haben sie sich für genau diesen Tourtitel entschieden. Rikas hat uns übrigens verraten, was man von ihrer Tour erwarten darf.

Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens haben sich die Jungs dazu entschlossen, wieder „back to the basics“ zu gehen – in kleine Clubs, mit wenig Crew. So wollen sie sich auf das zurückbesinnen, was sie am liebsten tun: Konzerte spielen ohne viel Schnickschnack. Dass sich vor allem ihre Konzerte außerhalb Deutschlands gut verkaufen würden, damit haben Sam, Sascha, Chris und Ferdi nicht gerechnet, wie sie uns verraten haben. Rikas spielt ausverkaufte Shows in London, Amsterdam, Rotterdam und Paris. In manchen der Städte waren sie selbst noch nie und sind daher gespannt, wie die Leute dort auf sie reagieren werden.

Ob in London, Paris oder Deutschland: Sicher ist, dass Rikas sich in den vergangenen Jahren eine treue Fanbase erarbeitet haben, die die Songs der Schwaben richtig feiert – manche von ihnen schon über ein Jahrzehnt. Denn wie Rikas uns verraten haben, gibt es Fans, die sie schon 2015 entdeckt haben, als sie noch ohne Bandnamen Straßenmusik machten, und die auch heute noch auf ihre Konzerte kommen. Rikas freut es zu sehen, dass diese Fans inzwischen schon genauso lange Freude an ihrer Musik haben wie sie selbst. Für Sam, Sascha, Chris und Ferdi ist das eine ganz besondere Verbindung. 

Rikas live

10 Jahre Rikas: Das ist erst der Anfang

In diesem Jahr feiern Rikas ihr zehnjähriges Jubiläum seit ihrer Bandgründung im Jahr 2016. Ihre „Dog Days 2026“-Tour ist selbstverständlich ein wichtiger Teil dieses Jubiläums. Aber das war noch lange nicht alles, was die vier Musiker in diesem Jahr zu bieten haben. Nach ihrer Tour richtet sich ihr Fokus auf ihr Konzert in der Staatsoper am 4. Juli. An so einem prestigeträchtigen Ort spielen zu dürfen, bedeutet Rikas wahnsinnig viel.

Ob auf Tour, in der Staatsoper oder auf einem der unzähligen Streamingdienste: Die Musik von Rikas bewegt Musikliebhaber*innen in und um den Kessel seit mehr als zehn Jahren. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern – da sind wir uns sicher.

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https://rikasband.com