WIE DIE KOLPING-SCHULEN IN STUTTGART KI ZUM ALLTAG MACHEN
Tafel, Kreide, Frontalunterricht? Das war gestern. Wer heute an den Kolping Schulen in Stuttgart und Umgebung unterrichtet wird, erlebt einen Lernalltag, der gar nichts mit dem klassischen Schulbild zu tun hat – denn hier arbeitet man längst mit Künstlicher Intelligenz. Und das nicht im Testbetrieb, sondern mitten im Unterrichtsgeschehen.
Was dort bereits Realität ist, klingt wie aus einem Science-Fiction-Film: Eine KI analysiert in Echtzeit, ob Schüler*innen ein Thema verstanden haben, erklärt bei Bedarf noch einmal, bietet Beispiele an oder passt den Lernstoff spontan dem jeweiligen Wissensstand an. Das funktioniert über sogenannte Selbstlernkurse – digitale Unterrichtseinheiten, die individuell durchlaufen werden und von der KI intelligent begleitet werden. Bei Fragen bleibt die Lehrkraft weiterhin unverzichtbar. Aber die Unterstützung durch Technologie? Längst ein Standard.

Die Kolping Schulen gehören zur KBW-Gruppe, einer der größten privaten Bildungsträger Süddeutschlands. Und dort hat man früh erkannt: Wer Bildung heute ernst meint, muss mutig neue Wege gehen. Statt auf starre Curricula zu setzen, wird hier an flexiblen, personalisierten Lernpfaden gearbeitet – mit KI als Motor.
Ein eigens entwickeltes System, intern als „SchulGPT“ bekannt, unterstützt aktuell bereits den Unterricht an sechs Standorten. Das Besondere: Die Inhalte wurden nicht einfach übernommen, sondern eigens für die Bedürfnisse der Kolping Schulen aufbereitet. So entstehen Lernumgebungen, die sich an Tempo, Sprache und Vorwissen der Schüler/innen anpassen – und dabei ganz neue Zugänge zum Stoff eröffnen.
Was auf den ersten Blick technisch klingt, hat große pädagogische Wirkung. Die Kolping schulen zeigen, wie KI helfen kann, echte Bildungsgerechtigkeit zu schaffen: Texte lassen sich in Sekundenschnelle in andere Sprachen oder sogar in Brailleschrift übersetzen. Wer besser auditiv lernt, bekommt einen Podcast statt eines PDFs. Wer in Mathe fit ist, aber bei der Grammatik kämpft, wird gezielt dort abgeholt, wo Unterstützung gebraucht wird. Der Begriff „individualisiertes Lernen“ bekommt hier endlich Substanz.
Bei Kolping steht die nächste Innovation schon in den Startlöchern: Ab 2026 sollen digitale Schülerprofile den Unterricht noch individueller machen. Lernziele, Sprachniveaus, Interessen – all das fließt ein, damit jedes Kind genau da abgeholt wird, wo es steht. Los geht’s mit Deutsch, Mathe und Englisch in der 5. Klasse. Wichtig dabei: Die Lehrkraft bleibt zentral. Die KI ergänzt, entlastet und individualisiert – aber sie ersetzt nicht. So bleibt mehr Raum für persönliche Betreuung, individuelle Förderung und echte Lernbeziehungen.

An den Kolping Schulen wird nicht nur unterrichtet, hier wird Bildung weitergedacht. Wer erleben will, wie moderner Unterricht heute aussieht, findet mitten in Baden-Württemberg ein echtes Zukunftslabor.


