THE RATSKELLER

Wo Geschichte auf Gegenwart trifft: Der Ratskeller im Herzen Stuttgarts ist aus der City nicht mehr wegzudenken. Seit über 100 Jahren sitzt der historische Gastronomiebetrieb inzwischen schon im Bauch des Stuttgarter Rathauses. Vor kurzem hat der Ratskeller ein Make-Over bekommen.

Alte Bauwerke bleiben selten ohne Tücken. Im Frühling 2016 schloss das baufällige Lokal seine Pforten für eine längst überfällige Grundsanierung. Fünf lange Jahre mussten die hungrigen Stuttgarter auf die Wiederöffnung des Traditionshauses warten. Im Dezember letzten Jahres konnte der Ratskeller den Restaurantbetrieb nun endlich wiederaufnehmen – und das unter neuem Namen, neuer Leitung und mit einem nagelneuen Look. 

Besitzerin des Ratskellers ist jetzt Denise Schuler, die Geschäftsführerin der Cornelius Schuler GmbH& Co KG. In Zusammenarbeit mit der Brauerei Dinkelacker bringt sie neuen Wind in das historische Etablissement. Der erste Schritt auf dem Weg zur Modernisierung des Lokals war die (wenn auch nur geringfügige) Änderung des Namens. Der Ratskeller nennt sich nun „The Ratskeller“. Mit dem neuen Namen möchte Denise Schuler verdeutlichen, dass der traditionelle Ratskeller in seinen Grundzügen noch immer erhalten bleibt, nur eben mit einem neuen Gesicht.

Oberflächlich hat sich das Restaurant jedenfalls drastisch verändert. Das ehemals eher rustikale, altmodische Innere des Lokals wurde komplett restauriert und imponiert nun mit einem völlig verwandelten Look. Das neue Design ist schlicht, aber äußerst modern. Wie auch im alten Ratskeller wurde viel mit Holz gearbeitet, wodurch die traditionell gemütliche Atmosphäre des Hauses nicht verloren gegangen ist. 

„Mit dem neu gestalteten Marktplatz und den großzügigen Außenflächen wird das gesamte Marktplatzbild verändert und aufgewertet.“ 

Denise Schuler 

Das Lokal wurde allerdings nicht nur äußerlich ordentlich aufpoliert. Auch das kulinarische Konzept wurde komplett überarbeitet. Unter dem Motto „Think global – live global“ wird schwäbische Traditionsküche mit internationalen Einflüssen kombiniert. Eh klar, dass der Zwiebelroschtbraten oder Schwäbische Alblinsen mit Spätzle und Saitenwürstle auf keinen Fall auf der Karte fehlen dürfen! Aber auch Vegetarier*innen und Veganer*innen kommen auf ihre Kosten: Das „BEET WELLINGTON“ kommt mit Roter Beete im Blätterteig mit Waldpilzragout und veganer Bratensauce auf den Teller und schmeckt einfach nur lecker. Auch einige Fischvariationen vom Zander, Saibling oder Lachs finden sich unter den Gerichten!

Ebbes klois vorneweg…
Hier macht m’r koine halbe Sacha…
P.S.SSSST! Unbedingt probieren solltet ihr den Lavakuchen mit flüssigem Schokokern – der haut euch vom Hocker, versprochen!

Entwickelt wurde das Konzept von The Ratskeller übrigens von den erfahrenen Gastro-Impulsgebern Alessandro Ciani aus Hanau und dem Amerikaner Alan Ogden. Ursprünglich startete Alans beruflicher Werdegang nicht in der Gastronomie. Sein Talent stellte er dennoch sehr bald unter Beweis und wurde im Jahr 2008 für seine Kochkünste sogar mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Alessandro (oder kurz: Sandro) begann seine Gastrokarriere bereits 1994 als Hotelfachmann. Heute ist er Gastronomieberater, Trainer und Koch. Für den Stuttgarter Ratskeller hat er große Pläne: Der Betrieb soll weit mehr werden als nur ein Restaurant. 

„Wir werden einen Multifunktionskeller kreieren, in dem es von A wie Aperitivo über K wie Kunstausstellungen bis hin zu Z wie Zwiebelmarmeladenkochkurse alles geben kann und wird.“

Alessandro Ciani 

Ob die Vision der beiden aufgegangen ist? Überzeugt euch am besten selbst! Eins ist jedenfalls sicher: Der Ratskeller ist und bleibt nicht nur ein Wahrzeichen der schwäbischen Traditionsküche, sondern auch ein Teil der Stadtgeschichte unseres schönen Stuttgarts. Wir kommen gerne wieder…