TIFFIN KAFFEEBAR

Auf der Suche nach einem zentralen Stammcafé mit hervorragendem Frühstück, verdammt gutem Kaffee, Ladekabeln, Leitungswasser zum Selbstzapfen sowie einer preiswerten und wirklich leckerer Mittagsküche? Dann ab ins Tiffin in der Rotebühlstraße 44!

Hat jemand den Film „Die Lunchbox“ gesehen? Wenn ja, dann habt ihr bei dem Wort „Tiffin“ vielleicht direkt ein Bild vor Augen. Die aus dem indischen Raum bekannte Metallbox, in dem in drei Etagen verschiedene Gänge eines Menüs gestapelt werden kann, ist nicht ohne Grund Namensgeber des Tiffin. Hier kann man Essen vorbestellen und dann gegen Pfand ein Tiffin mitnehmen. Ein Salat, eine warme Hauptspeise und ein kleines Dessert bitte – und das komplett müllfrei. Auch an anderen Stellen wird beim Tiffin der Nachhaltigkeitsgedanke deutlich. Coffee to go gibt es nur noch in Mehrwegbechern. 

Wer sich entschließt, zu bleiben, der darf sich in dem charmanten Innenraum der Kaffeebar niederlassen. Gelbe Rohre harmonieren mit gelben und grauen Metallstühlen, einer glänzenden türkisenen Bar und den schönen hohen Holztischen. Die schlichte Einrichtung im industriellen Stil ist wunderbar unaufgeregt, die Musik drängt sich nicht auf. Auch draußen im Hinterhof kann man sich niederlassen. 

Der Kaffee wird mit frischer Biomilch aus Tübingen zubereitet. Er ist cremig und ausdrucksstark – man schmeckt die Expertise der beiden ehemaligen Bohème-Betreiber Laura und Jaques. Es scheint auch sonst, als hätten sie aus ihrer Gastro-Vergangenheit das Beste an Ideen und Erfahrungen mitgenommen. Neben dem vollmundigen Kaffee, der von den Gästen überaus gelobt wird, und äußerst findigen Kuchenkreationen wie Birne-Rosmarin kann das Tiffin mit einer erstaunlich umfangreichen Speisekarte glänzen.

Eine Konkretisierung gefällig?

Nehmen wir zum Beispiel das Frühstücksangebot: Waffeln, belegte Brote, French Toast, Frühstückseier, Bircher Müsli – alles lecker zubereitet und mit ausgewogenen, frischen Zutaten kredenzt. Der Mittagstisch bietet wechselnde Angebote in Form des „Tiffin des Tages“.

Die liebevoll kombinierten Menüs sind mit meist um die 7 oder 8 Euro für ein ganzes Menü ziemlich preiswert und zudem gesund. Ob Gnocchi mit Basilikumpesto und Kirschtomaten, geschnetzelte Maultaschen mit Kartoffel- und Blattsalat oder leckerem Curry – die Speisen sind stets abwechslungsreich und von höchster Güteklasse, saisonal creativ gestaltet und schnell zubereitet. Die Kaffeeliebe schlägt bei den Zutaten manchmal durch – Kombinationen wie Espresso-Schoko-Brownies oder Spaghetti mit Kaffeepesto klingen zwar wild, überzeugen geschmacklich aber voll und ganz. Daneben gibt es kleine Sattmacher wie Salate, Wraps und Baguettes. Und natürlich darf die herbstliche Kürbis-Süßkartoffelsuppe bei der Schwärmerei nicht ausgelassen werden!

Fazit: Eine kleine und feine Kaffeebar mit echtem Stammcafé-Potenzial, in der man es sich so richtig gut gehen lassen kann!