BRÜCKEN BAUEN UND AUFEINANDER ZUEGEHEN
Stuttgart ist bunt. Stuttgart ist weltoffen und vor allem sind wir eine tolerante Stadtgemeinschaft. Und dieser gesellschaftliche Zusammenhalt braucht persönliche Begegnung. Um das zu fördern, wurde das Projekt welcoMEntor ins Leben gerufen, das mit der Eröffnungsfeier des Treffpunkts am Rotebühlplatz jetzt offiziell an den Start gegangen ist.
Das Prinzip, ganz easy. Stuttgarter*innen engagieren sich ehrenamtlich als Mentor und treffen sich mit Menschen, die neu in Stuttgart angekommen sind. In 1:1 Treffen wird gemeinsam gekocht, Eis gegessen, die Stadt erkundet oder auch Bewerbungen geschrieben und Hausaufgaben gemacht. Vor allem aber steht der Spaß im Mittelpunkt. Dabei lernen nicht nur die Mentees von den Mentoren, sondern auch andersherum. Das Mentorenprogramm ist eine Bereicherung für alle.
Ein starkes Netzwerk für gelebte Integration
Stuttgart hat bereits einige erfolgreiche Mentoring-Programme, die jetzt durch welcoMEntor gestärkt werden. Unterstützt wird das Projekt außerdem von zwei erfahrenen Vermittlungsagenturen – die Freiwilligenagentur der Landeshauptstadt Stuttgart und das Caleidoskop der Caritas Stuttgart. Die Bürgerstiftung Stuttgart sorgt mit einer Geschäftsstelle, einer Koordinatorin sowie einer neuen Internetplattform und Fundraising für eine nachhaltige Struktur.
Mentor*in werden – ein kleiner Aufwand mit großer Wirkung
Als Mentor*in können sich alle engagieren! Ob Studierende, Berufserfahrene oder auch im Ruhestand – schon ein bis zwei Stunden pro Woche reichen aus. Besondere Qualifikationen braucht es nicht. Empathie, Offenheit und Freude am Austausch sind alles, was zählt. Als Mentor*in werdet ihr begleitet und ausgebildet, um eure Rolle bestmöglich ausfüllen zu können. Tina Huh, Leiterin der Freiwilligenagentur beschreibt es so:
„Als Mentor*in lernt man nicht nur neue Menschen, sondern auch andere Perspektiven kennen. Das lässt einen ganz neuen Blick auf Vieles zu.“
Wichtig ist, dass sich die Tandems gut verstehen und Vertrauen aufbauen. Für das richtige Match zwischen Mentor und Mentee kümmern sich die Vermittlungsagenturen und die Mentoringprojekte, indem sie zwei Menschen je nach Interessen und Lebensweg zusammenzubringen.

„Mit Freude hören wir immer wieder, dass sich bei den Tandems ein tiefes Vertrauensverhältnis entwickelt hat. Dieser kontinuierliche und verlässliche Kontakt schenkt den Mentees die Basis für Selbstvertrauen.“,
erzählt Ulrike Holch, Leiterin des Freiwilligenzentrums.
In Stuttgart gibt es bereits rund 1.000 erfolgreiche Tandems. Das Ziel von welcoMEntor ist, in den kommenden drei bis fünf Jahren ein Prozent aller Stuttgarter*innen als Mentor*innen zu gewinnen. Also mit insgesamt 6.000 Stuttgarter*innen die Vielfalt unserer Stadt zu fördern. Vielleicht zählt ihr ja bald auch dazu. Denn als Mentor*innen seid ihr mehr, als nur Lernbegleiter*innen – ihr seid zuverlässige Wegbegleiter*innen. Und dafür gibt es nicht nur jede Menge Dankbarkeit zurück, sondern auch eine Fülle an neuen Erfahrungen und inspirierenden Begegnungen.


