In diesem Jahr steht ein ganz besonders großes Schmankerl auf der Speisekarte, wenn es um den DFB Pokal steht. Der Titelverteidiger aus dem letzten Jahr trifft auf den stärksten Konkurrenten in der Bundesliga – die Flaggen sind gehisst für den VfB Stuttgart gegen den FC Bayern.
Daber war der Pfad bis zum Finale tatsächlich gar nicht mal so eben und ausgeglichen, wie man sich das auf den ersten Blick vorstellen könnte.
Titelverteidiger oder Underdog?
Im letzten Jahr zeigten die Schwaben allen so richtig, wozu sie fähig sind. Denn der VfB Stuttgart konnte den DFB Pokal in der Saison 2024/2025 mit nach Hause nehmen. Das hat auch die Fans von Online Sportwetten überrascht und erklärt, weswegen die Jungs aus dem Ländle in dieser Saison mit einem gesunden Selbstbewusstsein zu Werke gehen. Die Aufgabe, die ihnen bevorsteht, ist allerdings von monumentaler Schwierigkeit. Schließlich muss es den Stuttgartern gelingen, die übermächtigen Bayern zu bezwingen. Bayern hat Stuttgart in dieser Saison bereits 3 mal geschlagen und dabei eine Tordifferenz von sage und schreibe 11 zu 3 produziert. Hier ist der Titelverteidiger also gar nicht mal unbedingt der Favorit.
Dramatische Ereignisse auf dem Weg zum Titel
Los ging es mit einem Unentschieden gegen die Eintracht Braunschweig in der ersten Runde. Nach diesem eher holperigen Start konnten die Stuttgarter das Team von Mainz 05 mit 2 zu 0 in der zweiten Runde bezwingen. Ebenfalls mit 2 zu 0 schickten die Schwaben den VfL Bochum in der 16er Runde nach Hause. Im Viertelfinale kam es dann zur Begegnung mit Holstein Kiel, die mit 3 zu 0 für die Stuttgarter ausging. Und in einem dramatischen Match konnten sie dann das Halbfinale gegen den SC Freiburg mit 2 zu 1 in der Verlängerung für sich entscheiden.
Was konnte man beim Aufstieg zum Finale sehen?
Es wird deutlich, dass in Stuttgart ein moderner Fußball mit präzisen Pässen und einem dringenden Zug zum Tor gespielt wird. Was dabei aber besonders auffiel, ist gar nicht mal unbedingt die überraschend robuste Aggressivität der Schwaben. Vielmehr konnten die Fans des VfB Stuttgart ein Team beobachten, das blitzschnell umschalten konnte. Man ist also nicht mehr nur einzig und alleine auf den eigenen Spielaufbau angewiesen, sondern kann stattdessen auch geschickt die offenen Chancen zum Kontern nutzen. Das macht das Team wesentlich weniger berechenbar.
Mehr als nur eine junge Mannschaft
Unter Sebastian Hoeneß haben die Stuttgarter einen ganz neuen Flair entwickelt. Es wird aber jetzt schon deutlich, dass es sich dabei nicht nur um ein Gimmick handelt. Stattdessen beobachtet man eine Mannschaft, die ein langfristiges Ziel vor Augen hat. Die Ambitionen sind klar: hier soll um die Meisterschaft gespielt werden. Und von ein paar echten Erfolgen in der Champions League zu träumen ist gar nicht mehr so unrealistisch, wie man es vielleicht meinen könnte. Man kann den Mannschaftsgeist spüren, hier hat sich ein echter Team Spirit breit gemacht. Die Stuttgarter sind auf dem besten Wege, eine neue Haushaltsmarke in der Bundesliga zu werden. Jetzt gilt es nur noch, die nötige Konsistenz zu stabilisieren.
Wie kann man die Bayern schlagen?
Die anstehende Aufgabe wird eine besondere Herausforderung. Denn die Bayern sind die stärkste Mannschaft in der Bundesliga. Auch wenn sie sich im Halbfinale der Bundesliga geschlagen geben mussten, sind die Jungs aus München so gefährlich wie eh und je. Nach drei Siegen über Stuttgart in dieser Saison haben sie auch den psychologischen Vorteil. Für die Schwaben ist es wichtig, unter dem immensen Druck der Bayern nicht nachzugeben. Stattdessen muss man geduldig sein auf die richtigen Gelegenheiten zum Kontern warten. Das wird eine echte Nervenprobe, aber gerade im Pokalfinale ist eigentlich alles möglich.
Was würde ein Sieg bedeuten?
Mit einem Erfolg gegen die Bayern würde sich Stuttgart schließlich als ein echtes Topteam in der Bundesliga etablieren. Damit würden sie sich in der nächsten Saison für höhere Aufgaben empfehlen und könnten auf eine erfolgreiche Titelverteidigung des Pokals zurückblicken. Für Stuttgart würde ein Sieg hier definitiv mehr bedeuten als für die Bayern. Daher kann man auf jeden Fall davon ausgehen, dass die Schwaben mit einer deutlich höheren Motivation auf den Platz gehen als die Münchner. Entscheidend ist dann aber doch die Tagesform, die für das Team von Hoeneß einfach ein paar Grade höher liegen muss.


