HOCHLAND KAFFEE HUNZELMANN

Gustav Hunzelmann liebte Kaffee und ferne Länder, entdeckte aber auch den Reiz der Landschaft rund um Stuttgart und ließ sich hier im Jahr 1930 mit seiner Frau Antonie und den beiden Söhnen Rolf und Jürgen nieder. Durch die Straßen des Städtles zog ab sofort der Duft nach frisch gerösteten Bohnen und begeisterte so die Stuttgarter. Zum Erfolg trug auch die charakteristische Verpackung des Hunzelmann Kaffees bei: eine in weißes Papier gewickelte Tüte, mit braunem Faden verschlossen. Diese „Mulis“ halfen dabei, den frischen Kaffee aus der Königstraße 45 nach Hause zu tragen. Nachdem Gustav im Jahr 1933 unerwartet verstarb, übernahm seine Witwe das Geschäft, nach und nach stiegen auch die beiden Söhne mit ein. Der Betrieb wuchs und wuchs. Im Jahr 1964 wurden Handelsbeziehungen mit Costa Rica aufgebaut, denn hier gab es einfach die mit besten Kaffeebohnen der Welt. Auch wenn Antonie sich 1980 aus dem Unternehmen zurückzog, gab es schnell weitere Unterstützung. Rolfs Tochter Martina trat in das Unternehmen ein und baute den Erfolg des Kaffeeunternehmens Hunzelmann weiter aus.

Heutzutage kann man den leckeren Hunzelmann Hochland Kaffee nicht nur zu Hause, sondern auch in den hauseigenen Holanka Bars in der Kirchstraße im Buchhaus Wittwer oder im Hochland Café in der Königstr. 7 genießen. Nachdem Rolf und Jürgen sich in den Ruhestand verabschiedet haben, hält Martina das Unternehmen weiter auf Erfolgskurs. Doch auch wenn sich die Dinge ändern, die traditionelle Handarbeit der Hunzelmanns sowie der hohe Anspruch an Qualität und partnerschaftlichen Handel bleiben bestehen.

Und weil er so gut schmeckt, findet ihr den Hunzelmann Hochland Kaffee auch in unserer GTS-Kischde. Ausgewählte, regionale Produkte und Delikatessen, die jedem Lausbub und Schwobamädle munden. Wir haben uns mit der lieben Martina Hunzelmann getroffen und ihr bei einem Hochland Espresso Rassico ein paar Fragen gestellt.

Was ist aus deiner Sicht das Besondere am Hochland Kaffee?

Abgesehen von seinem Geschmack sind natürlich Bekömmlichkeit und Herkunft echte Besonderheiten. Seit mehr als 50 Jahren arbeiten wir mit einer Genossenschaft in Costa Rica zusammen, der Coopedota. Insgesamt siebzig Prozent unsere Rohkaffees beziehen wir direkt von dort. Wir schätzen schon lange die Qualität der Arabica-Bohnen und verfolgen mit dem partnerschaftlichen Handel dieselben Ziele: wir wollen uns unserer sozialen Verantwortung stellen und gleichzeitig umweltbewusst wirtschaften. In Degerloch verarbeiten wir die Bohnen durch schonende Langzeit-Trommelröstung mit viel Geduld und Finesse zu unserem guten Kaffee, der dem verborgenen Zauber der Pflanze gerecht wird und dennoch sehr bekömmlich ist.

Was hat sich im Unternehmen im Laufe der Jahre geändert?

So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Unsere Ideale sind noch dieselben, mit denen mein Opa und meine Oma vor 86 Jahren unseren Familienbetrieb gegründet haben. Das verstehe ich unter Traditionspflege. Ich möchte, dass Hochland Kaffee Hunzelmann auch zukünftig eine Rösterei ist, bei der die Kunden gerne einkaufen und die Mitarbeiter gerne schaffen. Wenn ich an Veränderungen denke, fällt mir als erstes ein, dass wir vor zehn Jahren von Papier- zu Aromaventiltüten umgestiegen sind. Das hatte den Hintergrund, dass wir unsere Produkte besser vor Fremdgerüchen schützen wollten. Die Papiertüten gibt es trotzdem weiterhin in unseren Filialen und in unserem Rösterei-Verkauf in Degerloch – für jeden, der mag. Denn der Geruch von frisch gemahlenem Kaffee macht einfach glücklich.

Was gefällt dir persönlich gut an Stuttgart?

Diese Stadt zwischen Wald und Reben ist einfach schön. Immer, wenn ich woanders in Deutschland unterwegs bin, fällt mir wieder auf, was für ein reizvolles Völkchen die Schwaben sind. Das haben schon meine Großeltern erfahren. Das waren absolute Flachländer, die sich, als sie von Braunschweig nach Stuttgart kamen, sofort in die Weinsteige verliebt und an Stuttgart erfreut haben. Und das ist ja auch nicht verwunderlich.

Wo trinkst du deinen Kaffee am liebsten? Gibt es z.B. ein besonderes Café?

Daheim ganz gemütlich auf dem Sofa oder zwischendurch im Büro. Für Cafébesuche fehlt mir leider viel zu häufig die Zeit.

Welchen Hochland Kaffee trinkst du am liebsten?

Der Holanka Crema und der Colanka sind unsere Bestseller. Und unsere Kunden wissen schon, was gut ist. Aber ich wechsele eigentlich auch ganz gerne meine Sorte, finde es spannend, immer wieder etwas anderes zu genießen. Das ist jedes Mal eine neue Überraschung für meinen Gaumen.

Hast du einen persönlichen Geheimtipp in Stuttgart oder Umgebung?

Ich fürchte, seit es eure Seite gibt, gibt es keine echten Geheimtipps mehr.

Hast du ein Lebensmotto?

Sogar zwei: Geht nicht, gibt’s nicht. Und: In jedem Negativen steckt etwas Positives.


MEHR INFOS:
www.hochland-kaffee.de