Plan B Escape Room

1 Team, 1 Raum und nur 1 Stunde Zeit: Der Escape-Game-Trend aus Asien erobert Stuttgart. Bei Plan B in der Jägerstraße kann man seit August letzten Jahres Indizien suchen, Hinweise kombinieren, Rätsel lösen und Codes knacken. Weil die GTS-Redaktion immer für Teamevents zu begeistern ist, haben wir für euch das „Project Impossible“ ausprobiert.

Die Tür fällt zu, der Countdown läuft. Es bleiben genau 60 Minuten Zeit, um einen Schatz aus dem Fort-Knox, dem US-Stützpunkt, zu entwenden. Doch erst wenn das Team die Rätsel des ersten Raums gelöst hat, kann es den nächsten Raum betreten, um letztendlich in die Schatzkammer zu gelangen. Zögerlich untersuchen die Spieler jeden Winkel und jede Ecke – zunächst jeder für sich. Aus dem Hintergrund erzeugt dramatische Musik eine spannungsgeladene Atmosphäre. Das alles passiert in einem dunklen Raum, der in der Nähe des alten Clubs Rocker 33 – am Hauptbahnhof – eingerichtet ist.

Dieser Raum ist außerdem einer von drei Escape-Game-Rooms des Veranstalters Plan B in Stuttgart. Die Plan B GmbH wurde im März 2015 von Vladislav Kiselev gegründet, nachdem er das erste Mal in Russland ein Escape Game spielte und davon begeistert war. Im Juli 2015 eröffnete er dann die erste Location in Karlsruhe, ein Jahr später folgten weitere Escape Rooms in Stuttgart. Hier kann man zwischen drei Räumen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden wählen: Project Impossible, dem Kerker und Fallout. Im Team von zwei bis sechs Spielern muss man in genau einer Stunde dutzende Rätsel lösen und Schlösser knacken, um aus dem verschlossenen Raum auszubrechen. Daher kommt auch die Bezeichnung „Exit Games“. Neben Geschicklichkeit, Koordination und Kombinationsgabe ist vor allem Teamgeist gefragt. Begleitet wird man von einem ausgebildeten Spielleiter, der während des Live-Escape-Games kleinere Hilfestellungen über ein Walkie-Talkie geben kann. Doch mit ein paar guten Ideen lässt sich jedes Exit Game auch ohne Hilfe lösen.

Wenn Plan B die bessere Wahl ist

Live-Escape-Games florieren weltweit, vor allem in größeren Städten. Doch was unterscheidet Plan B von anderen Escape-Game-Veranstaltern? Die Escape Rooms von Plan B werden in Eigenregie geplant, ausprobiert und stetig weiterentwickelt. Dass viel Liebe zum Detail im Spiel ist, beweist der authentische Aufbau. Die Möblierung ist handverlesen und fügt sich zu einer tollen Kulisse, in der die jeweilige Mission eingebettet ist. Das wuchtige Gewehr des US-Schatzkammer-Hüters beispielsweise sieht ziemlich real aus. Das Kerkerverlies ist sehr dunkel, nur eine Kerze spendet Licht. Und der dritte Rätselraum führt die Spieler in ein postapokalyptisches Szenario in einen Bunkerkomplex. Weiterer Spielraum ist geplant. Außerdem punktet die Plan B GmbH mit dem sympathischen Service. Alle Spielleiter sind Studenten, selbst der Gründer der Escape Games studiert noch in Karlsruhe. Das merkt man an dem lockeren Umgangston und den jungen Mitarbeitern, die sich viel Zeit für ihre Exit-Game-Spieler nehmen. Trotzdem wird man professionell betreut: Nach einer herzlichen Begrüßung bekommt man eine kleine Einweisung, darf Fragen stellen, sich mit Getränken stärken und los geht’s. Sollte man den Escape Room am Ende nicht bewältigen können, werden gerne ein paar Minuten extra dazugegeben. Nach der erfolgreich gemeisterten Mission gibt’s eine personalisierte Urkunde und ein kleines Polaroid-Gruppenbild als Erinnerung. Im Mittelpunkt des Ganzen steht dabei immer der Spaß im Spiel. „Wenn die Gruppe ein gemeinsames Erfolgserlebnis hat, dann ist das auch für uns ein kleiner Erfolg“, sagt John, einer der Spielleiter, der mit seinem Männer-Dutt an einen Surfer Boy erinnert. Alles ganz locker, alles ganz easy – das wirkt sich nicht nur positiv auf die Atmosphäre bei Plan B aus, sondern auch auf den Spaßfaktor im Exit Game.

Noch 15 Minuten: Im Hochsicherheitstrakt gelingt es dem Team zunächst nicht, durch den Laserparcours zu gelangen. Die Alarmanlage dröhnt in den Ohren. Der Druck in der Gruppe steigt. In Zweierteams arbeiten die Spieler daran, die restlichen Hinweise zu entschlüsseln. Mithilfe eines Tipps des Spielleiters kommen sie endlich in die Schatzkammer, in der sich zahlreiche Habseligkeiten des Schatzamtes der Vereinigten Staaten befinden. Doch nur eine ist für die Mission von Bedeutung. Konzentriert und in enger Zusammenarbeit öffnen die vier Teammitglieder die verbleibenden Schlösser. Endlich. Die letzte Tür öffnet sich. Mission: Accomplished!


MEHR INFOS:
www.planb-escape.de