Nicole Mieth ist Schauspielerin und Stuttgarterin aus Leidenschaft. Schon mit elf Jahren stand sie in ihrer ersten Rolle vor der Kamera, heute ist sie auch als Model und Sängerin erfolgreich. Im Interview spricht sie über ihre Anfänge als Schauspielerin, das Leben im Dschungelcamp und ihre persönlichen Geheimtipps in Stuttgart.   

Nicole Mieth machte dieses Jahr nicht nur im australischen Dschungel eine gute Figur, sondern ist vor allem als Schauspielerin bekannt. 2001 erhielt sie ihre erste Rolle in der ZDF-Liebeskomödie „Herzstolpern“. Darin verkörperte Nicole eine Tochter, die von der Hochzeit ihrer Eltern träumt. Weitere Engagements im Fernsehen folgten; so war sie schon im Tatort, auf dem Traumschiff und bei Inga Lindström zu sehen. Trotz ersten Erfolgen als Kind lernte sie das Schauspiel-Handwerk von der Pike auf: Sie absolvierte eine Ausbildung an der Internationalen Schauspielakademie CreArte in Stuttgart. Im Anschluss daran spielte sie vier Jahre lang die Rolle der rebellischen Kim von Lahnstein in der ARD-Soap „Verbotene Liebe“. Doch die Schauspielerei ist nicht alles, was sie drauf hat: Sie ist Hobby-Westernreiterin, malt Ölbilder zur Entspannung und kann fließend Schwäbisch sprechen. Letzteres finden wir besonders sympathisch. Genauso wie die Tatsache, dass die gebürtige Calwerin ihrer Heimat Stuttgart treu geblieben ist.

Nicole, du hast schon früh mit der Schauspielerei begonnen. Wie und wann bist du dazu gekommen?

Ich hatte schon im Kindergarten große Freude, mich in unterschiedliche Rollen hineinzuversetzen. Meine Großeltern waren beide Schauspieler und haben wohl den Spaß daran in mir geweckt. Mit elf Jahren habe ich mich dann einer Agentur in Berlin vorgestellt, direkt ein Casting gemacht und meine erste Rolle in einem ZDF-Spielfilm bekommen.

Welche deiner Rollen hat dir bisher am meisten Spaß gemacht?

Direkt nach meiner Schauspielausbildung habe ich die Kim von Lahnstein in „Verbotene Liebe“ gespielt. Das war perfekt für mich: Die Rolle war sehr abwechslungsreich und ich konnte viel Neues ausprobieren. Außerdem habe ich jeden Tag gedreht – dabei lernt man sehr viel, angefangen bei der Technik bis hin zum Schauspiel. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich die kleine Zicke sehr gemocht.

Gibt es eine Traumrolle, die du gerne einmal spielen würdest?

Ich würde unheimliche gerne in einem historischen Film mitspielen. Pompöse Kostüme, viel Schminke, aufgedrehte Haare und anspruchsvolle Dialoge – das wäre traumhaft.

Dieses Jahr warst du bei dem Format „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ aktiv. Wie war diese Erfahrung für dich? Was konntest du im Dschungel lernen?

Ich bin eigentlich sehr gut im Dschungel zurechtgekommen, weil ich auf viele Dinge vorbereitet war. Trotzdem war es für mich sehr ungewohnt, keinen Kontakt nach draußen zu haben – es gab keine Musik, keine Freunde, kein iPhone. Ungewohnt war auch, nicht das essen zu können, was und wie viel man gerade gerne möchte. Durch diese Erfahrung habe ich alles wieder richtig zu schätzen gelernt, denn auch kleine Dinge sind nicht selbstverständlich.

Vom Dschungel zurück in den Kessel: Welchen Bezug hast du zu Stuttgart? Was gefällt dir hier am besten?

Ich liebe die schwäbische Küche, die Landschaft und die tollen Ausblicke, die man hier überall haben kann. Auf dem Wasen bin ich immer wieder gerne und den VfB Stuttgart unterstütze ich selbstverständlich auch.

Apropos, schwäbische Küche: Was ist dein Lieblingsgericht?

Der Klassiker: Linsen mit Spätzle und Saitenwürstchen. (lacht)

Zu guter Letzt: Was ist dein persönlicher Geheimtipp für unsere Leser?

Mein Lieblingsfrühstück gibt es im Café Zimt & Zucker. Im Café Babel kann man außerdem super lecker Mittagessen – yammi!


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