WENN DER KAFFEE ZUR LIEBE WIRD: BLACKBIRD COFFEE

Direct trade, grandioser Geschmack, perfekte Zubereitung: Ein guter Kaffee macht die Welt ein kleines Stück besser – und manchmal auch ein großes. Das sieht Mario Vogel auch so. Er ist der Gründer von BlackBird Coffee und will seine Freude am Heißgetränk weitergeben.

Das Tässchen am Morgen, das einen aus den Federn lockt. Das Tässchen am Nachmittag, das einem zuzuflüstern scheint: „Durchhalten!“. Manchmal schreit es auch. Aber dann schreit es nur für uns. Nicht zu vergessen: Der Caffè Corretto, der wirklich jeden noch so trüben Gedanken korrigiert.

Mario Vogel ist der Gründer des Start-Ups BlackBird Coffee. Seit mehreren Jahren beschäftigt er sich intensiv mit dem Thema Kaffee. Was ihn am meisten begeistert? Die Vielfalt. Und dass er auch selbst für die Qualität des Produkts verantwortlich ist. Schließlich röstet er selbst und stellt so ganz unterschiedliche Aromen her. Die Vorteile hierfür liegen auf der Hand: In der Großindustrie werden Rösttemperaturen von bis zu 650 °C erreicht. Bei der Langzeit-Trommelröstung, die Mario durchführt, gibt’s maximal 210° C. Und auch die Dauer ist unterschiedlich: In der Industrie wird ungefähr vier Minuten geröstet – bei BlackBird Coffee zwischen 15 und 20 Minuten. Klar, dass das Geschmack macht. Ein weiteres Plus ist, dass der Kaffee so viel besser verträglich ist: Bei der Langzeitröstung wird nämlich die magenreizende Chlorogensäure abgebaut.

Direct trade ist guter trade

Vor dem Rösten braucht man aber natürlich erst mal den Rohkaffee. Der ist am besten fair trade. Denkt man. Bei Mario ist er sogar direct trade und das ist ganz besonders. Er kennt die Lieferanten persönlich und braucht keine Zwischenhändler. So kostet das Produkt zwar ein bisschen mehr, aber die Qualität macht das wieder wett. „Von meinem Kaffee sollen alle profitieren“, sagt Mario. Nicht nur wir profitieren also vom feinen Geschmack, auch die Kaffeeproduzenten profitieren von der Zusammenarbeit mit BlackBird Coffee. Schließlich werden langfristige Partnerschaften angestrebt, die einen hohen Austausch zwischen Kaffeebauern und Kaffeeröstern erfordern. Nur so wird die Handelskette wirklich transparent und man kann nachvollziehen, woher der Kaffee, den man ja so gerne und selbstverständlich trinkt, überhaupt kommt. Und beim Nippen am morgendlichen Cappuccino freut sich nicht nur die Seele, sondern auch das Herz, denn man tut nicht nur sich selbst was Gutes, sondern auch anderen. Der Preis liegt oberhalb des Fair-Trade-Preises; über den Weltmarktpreis müssen wir gar nicht sprechen. Dadurch verbessern sich die Lebensbedingungen für die Kaffeebauern und deren Familien. Das ist bei fair trade nicht so: Langfristig hat diese Form keinen positiven Effekt auf die Umstände der Kaffeebauern. Durch die hohen Kosten, die die Zertifizierungen verlangen, bleibt ihnen kein Vorteil. Bei direct trade hingegen gibt es keine Zertifizierungen und keine Labels. Der Gewinn bleibt dort, wo er hingehört: bei den Menschen, die in aufwendiger Arbeit die besonderen Bohnen für uns ernten.

Cold-Brew, Barrique, Location

Mario ist einer der wenigen in Deutschland, die Kaffee im Weinfass reifen lassen können. Ganz professionell, versteht sich. Das hat er in Workshops gelernt und setzt dieses Highlight einmal im Jahr um. Klar, dass die Lagerung des Rohkaffees wichtig für den späteren Geschmack ist. In so einem Barriquefass aus französischer Eiche können ja nur grandiose Aromen entstehen. Wenn man dann erfährt, dass in dem Fass zuvor Lemberger gelagert wurde, dann schlägt das Schwabenherzle doch gleich noch ein bisschen höher.

Toll für den Sommer ist der sogenannte Cold-Brew-Kaffee, der, wie der Name schon sagt, kalt ist. Die Zubereitung ist einfach, aber ein bisschen zeitaufwendig. Dafür kann man das Getränk dann bis zu zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Ihr wollt das auch? Verstehen wir. Und Mario auch. Deshalb gibt’s das Rezept dazu auf www.blackbirdcoffee.de

Damit ihr den Cold-Brew auch mal bei BlackBird genießen könnt, fehlt nur noch die Location. Mario hat zwar Platz zum Rösten, aber nicht für Kunden. Rein räumlich gesehen, natürlich. Deshalb ist er auf der Suche nach einem passenden Örtchen, wo er seinen Kaffee auch direkt an den Mann bringen kann.

„Herr der Bohnen“

Der Herr der Bohnen, das ist Mario Vogel. So nennen ihn seine Freunde – einfach, weil er Kaffee so super findet. „Ich würde mir niemals einen Kaffee aus dem Automaten holen. Dann trinke ich lieber keinen!“, erzählt er uns. Trotzdem trinkt er auch mal „außerhalb“ ein Tässchen. Am liebsten geht er in die Caffè-Bar am Tagblatt-Turm oder ins Mókuska Caffè. Da sieht er auch keinerlei Konkurrenz, denn die Kaffee-Community in Stuttgart gefällt ihm sehr. Hier herrschen freundschaftliche Verhältnisse. Nachvollziehbar, dass er mit seiner Kaffee-Liebe alles daran setzt, einfach so richtig guten Kaffee zu machen. „Ich gebe 150 Prozent. Da geht auch viel Freizeit drauf. Aber das ist es wert. Meine Familie und meine Freundin unterstützen mich in allen Belangen und so geht alles viel leichter.“ Und wenn er doch mal entspannen will? Dann läuft er in Echterdingen durch die Felder. Da bekommt er den Kopf frei – und freut sich danach auf eine gute Tasse Kaffee.


MEHR INFOS:
www.blackbirdcoffee.de