GEHEIMTIPP USA

Für den Sommerurlaub schon was geplant? Warum diesmal nicht einen Roadtrip durch die USA? Wir stellen euch einige der schönsten Nationalparks des amerikanischen Südwestens vor.

“It’s a wild, wild country, Baby!”

Roadtrips im Westen der USA? Die bequeme Art zu reisen. Nein, kein Scherz: Es gibt wahrscheinlich nicht viele Ländern, in denen es so unkompliziert ist, in kürzester Zeit so viel Naturspektakel zu erleben – und dies ganz ohne Backpack, dafür mit ganz viel Komfort. Die USA ist halt vor allem eines: die Service-Oase schlechthin. Also, Flug gebucht, ESTA beantragt – und los geht’s auf einen unvergesslichen Trip über die legendäre Route 66, vorbei an riesigen Canyons, Indianer-Reservaten und Wild-West-Szenerien. Allein der Südwesten wartet mit 50 Nationalparks auf, einer schöner als der andere.

KOMPETENTE HELFER BEI DER EINREISE

Moment mal, ESTA? Ja! Nur ein echtes Hindernis gilt’s vor einem USA-Trip zu bewältigen: die Einreisegenehmigung. Die müsst ihr fein säuberlich bereits im Vorfeld beantragt haben, sonst endet der Roadtrip für euch schon am Flughafen. Die National Homeland Security ist da gründlich. Und kompromisslos. Zum Glück gibt’s in Sachen Einreisegenehmigung kompetente Helfer, die sich für euch um den ESTA-Antrag kümmern.

Ihr werdet nun fragen: Warum ausgerechnet ein Roadtrip, warum braucht’s denn immer eine Karre? Zumal man in den USA in Sachen Rentalskaum an einem schier Raumschiff großen SUV vorbeikommt. Ehrlich: Weil ein Roadtrip einfach die beste Art ist, diesen weiten, weiten Westen zu erkunden. Die schönsten Flecken warten nun mal hinter der unscheinbarsten Einfahrt. Und in die steuert kein Bus. Und: Weil man kaum eine Alternative hat. Denn die Distanzen sind weit, Züge und Busse rar gesät und die meisten Nationalparks sind ohne ein Auto kaum zu durchqueren. Allein in Kalifornien passt die Bundesrepublik der Fläche nach fast anderthalb Mal rein.

Deshalb: Auto gemietet, kurz die ersten Etappen überblickt und Karten gedownloadet, per App entspannt das abendliche Motel gebucht – und dann Fensterscheibe runter, Western-Sound an und go!

Zur passenden Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0LOSmKMQnKjC7KojXwlhB5?si=k4C3S7wnS8uEH5u9hQUrDQ

Noch besser, aber leider auch deutlich teurer: einen Camper-Van zu mieten. Doch den braucht es nicht. Gerade im westlichen Teil „der Staaten“ findet ihr auch noch in der abgelegensten Wüsten- und Canyon-Gegend schicke und preislich ganz okaye Motels – Service-Oase eben. Und wer campen will – auch hierfür bieten die Nationalparks tolle Plätze. Halt immer schön die Lebensmittel vor den Bären verstecken …

GRAND CANYON, ARIZONA 

Ein zutiefst eindrückliches Erlebnis ist es jedes Mal, wenn man im Laufe einer Tagesfahrt miterlebt, wie sich das Umland sukzessive verändert – und damit wären wir beim ersten und dem vielleicht größten aller Parks, zumindest dem Namen nach: dem Grand Canyon. Wir kommen über Seligman und Kingsman und die legendäre Route 66, fahren das Grünland Arizonas ab mit seinen schönen Wäldern und idyllischen Häusern und plötzlich – aus dem Nichts folgt der Abgrund. Wirklich, wohin das Auge reicht, ist Canyon und es hört auch nicht auf. Es ist im Grand Canyon wie in jedem Nationalpark: Man könnte hier Wochen verbringen und hätte noch nicht alles gesehen – aber ein, zwei Tage reichen auch, um genug Eindrücke sammeln zu können.

Ganz in der Nähe des Grand Canyons befindet sich die Horseshoe Bend, ein ulkiger, riesengroßer Canyon, der aussieht wie eine Hufeisen – und eben nach einem solchen auch benannt ist.

ABHÄNGEN IN PALM SPRINGS

Wenn man sich von Los Angeles aus gut 100 Meilen in Richtung Osten aufmacht, offenbart der Horizont irgendwann urplötzlich eine Science-Fiction-Landschaft. Hunderte Windräder tauchen da auf – and you know: Palm Springs is near. Der schnuckeligen 45.000-Einwohner-Stadt, mitten in der von Kakteen, Felsgipfeln, verwitterten Vulkanen und Sanddünen übersäten Wüste Kaliforniens gelegen, haftet der Ruf des idyllischen Rentner-Paradieses an. Und ja, in Palms Springs kann man schon relaxen, wenn es die irren Temperaturen zulassen.

Psychodelic Vibes IM JOSHUA TREE NATIONALPARK, KALOFORNIEN

Ganz in der Nähe dieses Bilderbuchstädtchens sind drei Parks, die ihr euch anschauen solltet: den Thousand Palms Park, den Mount San Jancito und natürlich den Joshua Tree Nationalpark, benannt nach den baumhohen Yuccapalmen, die massenhaft aus den Dünen der Sonora- und Mojave-Wüste wachsen und dem Park ein psychodelisch anmutendes Gesicht geben, das schon im ein oder anderen Hollywood-Kultfilm verewigt wurde. Unser Tipp: Einfach durchfahren und ab und zu aussteigen. Wanderungen sind hier zu gruselig.

KAUM BEACHTET, ABER SCHÖN: DER MOUNT SAN JANCITO

Der Thousand Palms Park ist derweil ein riesiger Palmenwald mitten in einer von Canyons verzierten Wüste, den es sich in ein paar Stunden easy zu Fuß durchqueren lässt. Selbiges gilt für dem Mount San Jancinto, der in Reiseführern kaum mal erwähnt wird, aber wirklich einen Tagestrip wert ist. Schon allein die Seilbahnfahrt auf den Berg hinauf macht irre Bock und oben warten dichte Wälder und reichlich Wildtiere.

FROM MACBOOK TO YOSEMITE, KALIFORNIEN

Gut 45 Minuten dauert die Fahrt vom Village hinauf zum Glacier Point des Yosemite Nationalparks. Wir stellen zunächst die Karre ab und gehen die paar Meter zum Tunnels View zu Fuß. Und da sind sie – die beiden Kolosse, die man sonst nur von seinem MacBook-Hintergrund kennt: der gigantische El Capitan (2307 m) und der noch massivere Half Dome (2693 m). Ihre Granitwände sind glatt, schnörkellos und steil, eine Oase für Kletterer. Der Yosemite Nationalpark ist so vielfältig, dass man die Highlights kaum alle aufzählen kann: Wasserfälle, Seen, Mammutbäume, Camping im Wald und ab und zu sieht man einen Bären, kein Witz.

DER MANN IN SCHWARZ IM DEATH VALLEY, KALIFORNIEN/NEVADA

„Der Mann in schwarz floh durch die Wüste und der Revolvermann folgte ihm. Die Wüste war der Inbegriff aller Wüsten.“ Willkommen im Death Valley. Gut, Stephen-King-Fans werden nun aufschreien. Halt, das ist doch der Anfang von Schwarz, dem ersten Teil der Dark-Tower-Serie. Das ist doch nicht Death Valley!?! Stimmt, aber genau so muss die Wüste ausgesehen haben, durch die der Revolvermann im Dunklen Turmgezogen ist. Der Nationalpark, so groß wie Thüringen, ist ein Ort der Superlative. Der tiefste Punkt, Badwater, liegt gut 86 Meter unter dem Meeresspiegel, das ist zugleich die tiefste Stelle der USA an Land (außerhalb Alaskas). Mit dem Mount Whitney (4420m) hat das Death Valley auch einen der höchsten Punkte der Vereinigten Staaten in seinem geologischen Adventure-Programm. Diesen bekommt man unter anderem vom Dante’s View aus zu sehen. Von hier oben ist es kaum zu glauben, dass diese tristen, konturlosen und lebensverneinenden Täler einmal von Flüssen ihre Form erhalten haben sollen. Ebenso kaum zu glauben, dass es hier offenbar eine artenreiche Tierwelt gibt. Ein Indianer-Stamm lebt hier offenbar auch – das ist unfassbar. Auch kann man im Death Valley campen. Es gibt Camping-Plätze? Noch unfassbarer. Und Gold soll hier auch zu finden sein! Uns egal, weiter geht’s, vorbei am Hoover’s Dam – in Richtung Utah.

Diese Parks solltet ihr auf jeden Fall noch in eurem Routenplaner haben:

Monument Valley, Arizona/Utah: Wenn ihr Wild-West-Feeling wollt, dann seid ihr hier richtig.

Zion, Arizona/Utah: In diesem Nationalpark gibt es eine ganz bekannte Wanderroute, die „Angels Landing“. Doch Achtung, nebst den schmalen Pfaden lauert rechts und links der Abgrund.

Bryce Canyon, Utah: Die Hoodoos sind einzigartige rötliche Felspyramiden, wie sie wohl kein Steinmetz besser hätte gestalten können. Sehenswert!

Canyonlands, Utah: Fast noch beeindruckender als der Grand Canyon, denn: In den Canyonlands scheint unter einer Canyonfläche stets noch ein weiterer Canyon zu liegen, und noch einer, und noch einer… Nichts für Leute mit Höhenangst.

Arches, Utah: Dieser Nationalpark ist vor allem bekannt für seine Steinbrüche, die aussehen wie schön gestaltete Torbogen.

HEIMWÄRTS ÜBER DEN HIGHWAY 1

Irgendwann ist immer Schluss. Schön, wenn zum Ende eines Roadtrips hin einem selbst die Fahrt Spaß macht. Wir machen uns über den berühmten Highway 1 auf nach Los Angeles. Die California Route 1 schlängelt sich nahezu die ganze Zeit an der Küste entlang. Links herrliche Wälder, rechts das Meer, der Pazifik – mit tollen Schluchten, Stränden, Seelöwen, die man beim Abhängen beobachten kann und immer wieder kleinen Cowboy-Cafes.

P.S.(SSSST!): Die Jungs und Mädels von VisumAntrag.de kümmern sich für euch nicht nur um die Einreise-Formalitäten für die USA, auch weitere Angebote wie eTA für Kanada und das E-Visum für Indien, Australien und Vietnam haben sie im Programm.

BILDER: Marcel Schlegel und Chris Jegl https://chrisjegl.de

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