TOO GOOD TO GO

Traurig aber wahr: Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland laut dem Bundeszentrum für Ernährung jedes Jahr im Müll. Bei der Erzeugung und Verarbeitung, bei Großverbrauchern, im Handel und in Privathaushalten. Eine unheimlich hohe Summe, von der ein Großteil vermeidbar wäre.

DIE APP “TOO GOOD TO GO” SORGT HIER AUF KREATIVE WEISE FÜR ABHILFE.

Die Gründer der App sind laut eigener Aussage ein „motivierter Haufen Lebensmittelretterinnen und -retter, vereint durch den Wunsch, unser Konsumverhalten neu zu erfinden“. Sie sind fest davon überzeugt, dass jede und jeder von uns dabei eine wichtige Rolle spielt. Hierbei soll ihre App „Too Good To Go“ helfen, die Umsetzung des ursprünglich in Dänemark entstandenen Konzeptes ist so einfach wie genial.

“Zu gut, um es wegzuwerfen.”

Registrierte Läden in ganz Deutschland können Portionen bereitstellen mit einer Info, wann und zu welchem Preis diese abgeholt werden können. Dabei handelt es sich immer um Lebensmittel und Produkte, die ansonsten weggeworfen werden würden, aber durchaus noch gut sind – von Donuts und Backwaren bis hin zu Salaten und Sandwiches sowie warmen Mahlzeiten, die Auswahl ist sehr groß. In Stuttgart sind zum Beispiel Dunkin‘ Donuts, Lama Cakery, Grünes Eck, Silberknie, Fräulein Schmid’s Küchenmanufaktur, Mercure Hotel Stuttgart City Center, Riceteria, Nordsee – Klett-Passage, Backkünste, Mercure Hotel Stuttgart Airport Messe, Herr Kächele, Dean & David dabei. Wählt man eine der Portionen in der übersichtlichen Liste aus, bekommt man nähere Informationen wie zum Beispiel, um welche Produkte es sich handeln könnte. Mal kann man zu einem Buffet gehen und sich dort selbst bedienen, mal haben freundliche Mitarbeiter bereits eine Tüte gerichtet, die man dann einfach mitnehmen kann. Dies kann von Tag zu Tag variieren, da es sich ja immer um übrig gebliebene Speisen handelt. Der Vorteil liegt aber auf der Hand: Die Betriebe müssen weniger wegwerfen, während wir Nutzer sehr viel günstiger leckeres Essen bekommen und dabei noch aktiv etwas gegen die Verschwendung von wertvollen Ressourcen tun. Dementsprechend positiv ist auch die Rückmeldung, beliebte „Portionen“ der App sind schnell ausverkauft und sogar der Bundespreis

“Zu gut für die Tonne”

ging an die clevere Idee, der Lebensmittelverschwendung so den Kampf anzusagen.

Die App kann übrigens in ganz Deutschland genutzt werden, über die Standortsuche wird dir übersichtlich per Karte oder Liste angezeigt, welche Portionen in deiner Umgebung verfügbar sind. Gezahlt werden kann per Kreditkarte, Google Pay, Paypal oder Sofortüberweisung. Auch verschiedene Filtermöglichkeiten, wie zum Beispiel das alleinige Anzeigen nur von Frühstück, Backwaren oder vegetarische Speisen, kann ausgewählt werden.

Die Abholung bei unserem Testkauf war sehr unkompliziert – wir haben uns das „VIOLAS’“ (Neue Brücke 4, 70173 Stuttgart) ausgesucht. In der vorgegeben Abholzeit haben wir uns an der Kasse gemeldet mit dem Hinweis, dass wir von „Too Good To Go“ kommen und nach dem Abscannen unseres „Einkaufscodes“ (Ein QR-Code auf dem Handy, der von der App nach dem Einkauf konfiguriert wird) konnten wir uns zwischen verschiedenen gerichteten Tüten diejenige aussuchen, deren Inhalt uns am meisten zusagte. Wir haben uns für ein hochwertiges Öl und eine tolle Pfeffermühle entschieden, deren Holz einen ganz leichten Sprung hatte und deshalb ansonsten nicht mehr verkäuflich wäre. Der Wert unserer Tüte hat die geforderten sechs Euro somit weit überstiegen. Wir finden die Idee und unkomplizierte Umsetzung super und können es nur empfehlen, die im Google Play und App Store verfügbare Anwendung einmal selbst auszuprobieren.

HIER NOCH EIN PAAR FAKTEN ZUM STANDORT STUTTGART

beteiligte Betriebe: 60
KundInnen: 18.500
gerettete Mahlzeiten: 35.000
dadurch eingespartes CO2: 87,5 Tonnen

“Mitmachen!”


MEHR INFOS:
www.toogoodtogo.de

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