SOFIA: GALAKTISCHER GAST IN STUTTGART

Diese Woche war die fliegende Sternwarte SOFIA zu Gast am Stuttgarter Flughafen, wo sie vor den Terminals des Landesflughafens Besuchern und Interessierten offenstand. Wir waren bei bestem Wetter vor Ort und haben die Sternwarte hautnah erlebt.

SOFIA – das steht für Stratosphären Observatorium für Infrarot-Astronomie und meint kurz gesagt eine umgebaute Boeing 747SP, die Astronomen als mobiles Labor dient. Vom 15. bis zum 20. September 2019 war SOFIA für Besucher offen und lud zu verschiedenen Führungen ein. Anlass für diese besondere Ausstellung war die große Konferenz der Astronomischen Gesellschaft an der Universität Stuttgart, zu der über 400 Forscher aus aller Welt erwartet wurden.

SOFIA IST DA: ANKUNFT MONTAGFRÜH UM 4 UHR…

WIR SIND DA: MONTAGNACHMITTAG 14:00 UHR…

Als deutsch-amerikanisches Projekt der NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), war die fliegende Sternwarte bereits 2011 zu Gast im Kessel. Ihr Heimatflughafen jedoch ist in der Nähe von Los Angeles in Kalifornien. So brachte die Sternwarte diese Woche nicht nur ein absolut spannendes Ausstellungsobjekt, sondern auch L.A.-Feeling in die Landeshauptstadt. Auf deutscher Seite wird der Betrieb des Observatoriums von Forschern des SOFIA-Instituts der Universität Stuttgart betreut.

“Welcome!”

ABGESPACED: WAS ASTRONOMEN MIT DER STERNWARTE BEOBACHTEN

An Bord der SOFIA befindet sich ein 17 Tonnen schweres Infrarot-Teleskop mit einem Durchmesser von 2,7 Metern, das Forschern einen einzigartigen Blick auf die Phänomene des Weltalls ermöglicht – denn für manche Objekte reichen normale Teleskope nicht aus. Prof. Dr. Alfred Krabbe, Leiter des Deutschen Sofia Instituts (DSI), erklärt, dass vor allem der viele Wasserdampf in der Atmosphäre die Sicht beeinträchtigt und man deshalb über die Wolken müsse (Quelle: Flugblatt).

Rund 120 Mal pro Jahr ist das Forschungsflugzeug seit November 2010 auf Missionen unterwegs. Um besser zu verstehen, was genau mithilfe der SOFIA beobachtet wird, hat das Flugblatt die Erforschung des Orion-Nebels als Beispiel herangezogen. Dort heißt es, dass in der Umgebung des Orionnebels bald keine neuen Planeten mehr entstehen werden. Verantwortlich hierfür ist ein junger, heller Stern, genannt Theta 1 Orionis C, der für sehr viele energiereiche Teilchen in dieser Umgebung sorgt und damit eine 6,5 Lichtjahre große Blase geschaffen hat. Durch diese enorme Blase gibt es am Orionhimmel kaum noch Gas, aus dem neue Sterne gebildet werden können (Quelle: Flugblatt).

AUF DEM BODEN BLEIBEN: AUCH AUF DER ERDE IM EINSATZ

Während eines solchen Forschungseinsatzes in der Luft, bewegt sich SOFIA rund 14 Kilometer über der Erdoberfläche – das ist ca. 4.000 Meter höher als gewöhnliche Passagierjets (Quelle: Flugblatt). Doch die Sternwarte ist nicht nur als fliegendes Labor unterwegs – auch auf der Erde wird die SOFIA als Observatorium eingesetzt, etwa bei einer Mondfinsternis. So können Astronomen jedes Ereignis vom optimalsten Fleck der Erde oder auch des Himmels aus beobachten.

NOCH SCHNELL EINEN BLICK INS COCKPIT WERFEN…

DIE STERNE ÜBER STUTTGART

Wer jetzt traurig ist, dass er die SOFIA verpasst hat, keine Sorge: im Carl-Zeiss-Planetarium Stuttgart bekommt ihr das ganze Jahr Jahr astronomische Vibes und außerdem die Möglichkeit, die Sterne über unseren Kessel zu beobachten und dabei ein bisschen ins Träumen zu geraten.


MEHR INFOS:
www.uni-stuttgart.de

REVIEW VIDEO DES STUTTGART AIRPORT

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