CHILLING IN THE NAME OF: SOCIAL-CHILLAXEN IN STUTTGART

Von wegen: Es muss nicht immer Action sein. Und man muss auch nicht immer den Swag aufdrehen. Kein Stress, keine Hektik, nur Entspannung – Stuttgart hat seine Chilling-Zonen! Damit man „mitschwätze“ kann und weiß, wo was geht – hier eine kleine Chill-Out-Checking-List.

Stress ist normal. Und manchmal sogar auch förderlich – aber Entspannung darf nicht fehlen. Das muss man nicht zwangsläufig alleine machen.

Stuttgart: Wir müssen reden! Ja, jeder weiß: STUTTGART ROCKT – das muss jetzt auch nicht weiter durchdekliniert werden. Irgendwas geht immer. Und jetzt das obligatorische „Aber“: Aber was geht, wenn man mal keinen Bock auf Action und Rock´n´Roll hat? Wenn man zwar draußen unter Leuten spielen möchte, aber das mit Chillen und/oder Relaxen kombinieren möchte?

Da braucht man einen Masterplan oder zumindest eine grobe Vorstellung davon, wie man entspannen kann, ohne gleich die volle Breite der tristen Einsamkeit vor den Latz geknallt zu bekommen.

Zum Mitschreiben und auswendig lernen: Auch beim Runterfahren vom Job- oder Unistress geht es ums Treffen und getroffen werden – und ja, das gibt es auch hier in Stuttgart. Wir nennen das ab sofort vorsichthalber „Social-Relaxing“ oder „Social-Chilling“. Auf schwäbisch heißt das: „Hanoi: für stress hab I koi Zeit – aber, alloi drenga isch wia alloi drescha.“

KOPFKINO AUS: SOCIAL-CHILLAXEN

Aber erstmal eins nach dem anderen. Chillen oder Relaxen? Wo ist da der Unterschied? Das ist Haarspalterei, aber von Relevanz.

Die Antwort ist simpel und kurz und knackig: Es gibt keine inhaltlichen Unterschiede – beide Begriffe meinen das Gleiche: Entspannung, Erholung, „runter kommen“, „einmal durchatmen“, „abhängen“ und „ausspannen“ – das Synonym-Framing könnte man hier bis ins Unendliche weiterführen.

Einziger Unterschied: Der Begriff „chillen“ ist älter als „relaxen“. Punkt! Mittlerweile gibt es sogar das Kofferwort „chillaxen“. By the way: Ein Kofferwort ist ein Kunstwort, das aus zwei Wörtern entstanden ist. Aber zurück zum Thema.

Wie das nun im konkreten Alltagswahnsinn mit dem „chillaxen“ aussieht, ist natürlich wieder eine andere Sache. Die Geschmacksrichtungen sind da wieder sehr individuell verteilt. Tipps zur Entspannung und zum Wohlfühlen gibt es viele: Kopfkino ausschalten, Wellness, Umgebung gestalten.

Die meisten Tipps sind aber darauf fokussiert, dass man entweder alleine oder maximal zu zweit entspannt. Das soll natürlich beim „Social-Relaxing“ oder „Social-Chilling“ (aus beidem wird jetzt und ab sofort für immer und darüber hinaus „Social-Chillaxen“) anders sein.

Mal sehen, ob die Jungs und Mädels vom gelben Langenscheidt-Verlag das Wort in ihr Jugendwort-Lexikon aufnehmen. Das Wort wurde soeben eingereicht. E-Mail ist raus! Das Ziel: „Social-Chillaxen“ – Jugendwort des Jahres 2017. Gerne mitmachen!

Jetzt aber „Butter bei die Fische“ – wo kann man in Stuttgart geschmeidig „social-chillaxen“?

CHILL´EM ALL: ABER ERSTMAL BRUNCHEN

Apropos Butter. Essen ist immer gut. Genauso wie Ausschlafen. Beides sollte am Wochenende zum Standard gehören. Bevor das „Social-Chillaxing-Weekend“ startet, ist erstmal Brunchen angesagt. „Brunch“– Richtig: Auch so ein Kofferwort.

Beim Brunchen wird gemeinsam abgehangen und gebührend ohne Zeitlimit gefrühstückt. Also im Prinzip „vespern“, nur nicht abends, sondern irgendwo zwischen Vormittag und Nachmittag. Aber wo? Was sind die Top-Brunch-Locations?

Treffen wir uns in der Mitte. Natürlich in Stuttgart-Mitte. Genauer: Im schnieken Innenhof direkt am Charlottenplatz. Dort findet ihr das Amadeus. Eine Lokalität mit enormer Brunchkompetenz. Immer wieder sonntags gibt es da von 10 bis 15 Uhr ein riesengroßes Brunchbuffet.

Im Angebot: Cerealien und Müsli, Obstsalat, Früchte, Natur- und Fruchtjoghurt. Eine Auswahl an Brötchen und Bauernbrot, dazu Butter und Kräuterquark. Wer gerne warm bruncht, den erwartet: Speck, Rührei, Grilltomaten.

Der geheime Geheimtipp: Die hausgemachten Marmeladen.

Sensationell: Die Pancakes mit Ahornsirup.

Für alle Italien-Affine unter euch: Auf ins Attimi. Hier steht italienische Feinkost zum Brunchen auf der Karte: Penne mit frischen Cocktailtomaten und Rucola, Fussilli mit Rosas Ragout oder Spaghetti alla Puttanesca. Dazu noch Salate und Caprese sowie süße und salzige Crêpes.

Die geheimen Geheimtipps: Cappuccino, die selbstgebackenen Kuchen und das sensationelle Frühstücksgebäck.

Das gemütliche wohnzimmer-angehauchte Restaurant befindet sich übrigens in Stuttgart-Süd in der Nähe des Heusteigviertels.

Nach dem Brunch geht´s erstmal Richtung Innenstadt. Konkret: Schloßplatz. Hier startet nämlich unsere „Grüne U-Chillaxing-Tour“.

Nur die Starken kommen in den Garten.

Das „Güne U“? Was ist das? Was wollen die? Wer es noch nicht mitbekommen hat: Die Jungs und Mädels vom Katasteramt in Stuttgart geben an, dass circa 20 Prozent von Stuttgart unter Landschaftsschutz stehen.

Und hier kommt das U ins Spiel – nicht der Buchstabe, sondern die Form. Also, das „Grüne U“ ist ein U-förmiger Grünzug von acht Kilometern Länge. Hier werden sechs Parkanlagen miteinander connected: Schlossgarten, Villa Berg, Rosensteinpark, Leibfriedscher Garten, Gartberg und den Killesberger Höhenpark. Diese öffentlichen Parks und Erholungsanlagen nehmen insgesamt 5,6 Quadratkilometer ein.

Das ist natürlich jede Menge Platz zum „Social-Relaxing“. Also, Freunde und/oder Familie einpacken und raus auf die Wiesen.

Hier bieten sich logischerweise jede Menge Optionen an. Entweder die ganze Strecke gemeinsam zu Fuß oder via Bike abklappern oder direkt die Decke ausbreiten, sich hinfläzen und die Sonne für sich arbeiten lassen. Die eher aktiven Chiller joggen natürlich im Rudel die ganze Strecke.

Tipp: Falls man vom Brunch immer noch nicht satt ist. Parks und Grünflachen? Was erscheint im Assoziationsframe? Fleisch oder veganes, bzw. vegetarisches Grillgut! Grill´em all! Aber Vorsicht: Logischerweise ist Grillen nicht überall erlaubt. Vorher sollte sich ein Überblick verschafft werden, wo man grilltechnisch keinen Ärger bekommt.

DAS FINALE: DER COCKTAIL-ABEND – NJETFLIX STATT NETFLIX

Nee, nix damit streamen und Serienmarathon oder so. Njetflix – wir bleiben draußen und chillaxen. Warum? Zu Hause chillen kann jeder. Sozial ist daran aber erst mal gar nix. Und überhaupt – vom Chillaxen muss man sich nicht erholen. Das ist ein Widerspruch an sich. Weiter geht´s!

Nach der Brunch-Outdoor-Kirmes geht es ins Nachtleben zum passiv-aktiven gemeinsamen Abhängen. Urbane Lebenskultur und „Social-Chillaxing“ gehören definitiv zusammen. Und wo geht das am leichtesten? In Lounge- und Cocktailbars!  Wo sonst?

Wir starten unsere Tour am Wilhelmsplatz, direkt am Rande des Rotlichtviertels von Stuttgart. Hier befindet sich das Ciba Mato. In der extrem kultigen Lounge stehen jede Menge leckere Cocktails auf der Karte.

Das Ambiente: Extrem stylisch direkt im pulsierenden Stuttgarter Nachtleben. Aber, immer noch überschaubar und weitestgehend ruhig. Der Sound im Hintergrund ist entspannter Minimal-Electro.

Der geheime Geheimtipp: Der Cocktail „Thai Style Bloody phet Mary“. Schärfe entspannt!

Dann geht´s weiter. Wir bleiben übrigens im Rotlichviertel. Im Fou Fou wird eleganter relaxt. Der Style der Location: Dem Rotlicht-Etablissement entsprechend verrucht und verwinkelt – von samtigen Loungesessel aus kann man die silbernen Kronleuchter bestaunen.

In der Hand? In die Hand gehört natürlich der nächste Cocktail. Das Spezielle hier: Die exquisite Auswahl an Ginsorten, die man speziellen Gin-Tasting-Abenden gechillt schlurfen kann.

Cocktails mit Freunden geht immer.

Nächster Stopp: Rotebühlplatz. Der Platz ist ohnehin der Shopping-, Gastro- und Clubmittelpunkt von Stuttgart und nur zwei gemütliche Gehminuten von der Stadtmitte weg.

Am kultigsten und wie für das „Social-Chillaxing“ gemacht: Das Barbados. Der Stil: Man fühlt sich wie in der Karibik, nur dass um einen herum Schwäbisch gesprochen wird. Die Location ist im Stil guter alter karibischer Bars gehalten. Im Großen und Ganzen also eine kuschelige Cocktail-Oase mit einer Spezialisierung auf Vodka-Lemon-Drinks.

Der geheime Geheimtipp: Der „Bombay Sapphire“.

Eine Bar geht noch. Jetzt geht es Richtung Börsenplatz. Denn in der California Bounge kann man bei gedimmten Licht und loungigen Beats die relaxte Wohlfühl-Atmosphäre regelrecht inhalieren. Das ganz große Plus hier: Der offene Kamin in Eingangsbereich mit Kuschelecken und bequemen Sesseln. Die Cocktailkarte ist ellenlang.

Der geheime Geheimtipp: Wenn der kleine wieder Hunger kommt – jede Menge Snacks gibt es auch noch.

FEIERABEND: CHILLING ME SOFTLY

Irgendwann ist aber auch mal Feierabend. Das zählt auch für´s „Social-Relaxing“. Das nächste Wochenende kommt sowieso!