„Every moment is a new chance“

Unser VfB ist zum Glück wieder erstklassig…und wir haben uns mit einem jungen Mann getroffen, der für diesen Erfolg mitverantwortlich ist, denn Daniel Ginczek läuft seit 2014 für den VfB Stuttgart als Stürmer über den Rasen der Mercedes-Benz Arena. Ganz entspannt und verdammt stylish hat uns Daniel in unserem Geheimtipp Stuttgart Headquarter besucht. Wir haben die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen und mit „Ginni“ über seine Karriere und sein Privatleben gequatscht.

Aber wie ist Daniel überhaupt zu den Schwaben gekommen? Begonnen hat alles 2007 in  der Jugendmannschaft von Borussia Dortmund. Die Saison dort beendete er mit 26 Toren aus 25 Spielen als bester Torschütze der U-17-Bundesliga. Erfolg verleiht Flügel und schon in der folgenden Saison stieg er mit der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund in die 3. Liga auf. Nachdem er zwei Saisons als Leihspieler beim VfL Bochum und beim FC St. Pauli gekickt hat, wechselte Daniel zur Saison 2013/2014 zum 1. FC Nürnberg.

Von den Franken ging es dann im Jahr 2014 schließlich zum VfB. Zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern hat es sich der gebürtige Sauerländer in Sillenbuch gemütlich gemacht. Nach einer erfolgreichen Zeit auf dem Stuttgarter Rasen zog sich „Ginni“ im Februar 2016 beim Training erneut einen Kreuzbandriss im linken Knie zu. Schmerzhaft für den Sportler und die Fans, da Daniel erst mal schachmatt gesetzt war. In der neuen Saison ist er aber wieder topfit und hat erst letzte Woche gegen den SC Freiburg getoffen. VfB olé olé!

Wann hast du mit dem Fußballspielen angefangen?

Ich habe schon mit drei Jahren angefangen zu spielen. Mein Vater war schon Fußballer, daher war der Weg ein bisschen vorbestimmt. Mir war eigentlich auch ziemlich schnell klar, dass ich Profi werden möchte. Nachdem ich mit der Schule fertig war, bin ich dann mit 17 zum BVB gegangen.

Wie motivierst du dich nach einer schlimmen Verletzung?

Der Kreuzbandriss im linken Knie war natürlich ein Rückschlag. Was mich motiviert weiterzumachen sind in erster Linie meine Frau und meine beiden Kinder, die Fans und die Freude am Fußball. Ich habe einfach zu viel Spaß am Fußball, als dass ich so schnell aufgeben würde. Die Fans in Stuttgart haben natürlich auch einen großen Anteil daran. Für Momente, wie den Aufstieg mit dem VfB, trainiere ich hart. Dann weiß ich, dass es sich auszahlt und kann mich dadurch motivieren.

Welche deiner Erfolge haben dir bisher am meisten bedeutet?

Auch wenn ich damals nicht eingesetzt wurde, war es ein geiler Moment, als wir mit Borussia Dortmund im Jahr 2011 Deutscher Meister geworden sind. Die Meisterschaft in der 2. Liga und der Aufstieg mit dem VfB letztes Jahr war natürlich auch ein Highlight!

Hast du Vorbilder?

Im Fußballbereich ist Didier Drogba ein Vorbild für mich. Was er beim FC Chelsea geleistet hat, ist echt beeindruckend. Wen ich außerhalb des Profisports lässig finde, ist Dwayne „The Rock“ Johnson. Ich mag erstens seine Filme und ich finde es bewundernswert, wie er sich sozial für andere einsetzt. Und er ist echt Maschiiine. (Daniel lacht)

Was sind deine persönlichen Träume und beruflichen Ziele?

Der Fokus liegt jetzt natürlich auf dem VfB. Wir wollen beweisen, dass wir zu Recht wieder in der 1. Liga sind. Ich freue mich auf eine spannende Saison und werde mein Bestes geben. Im Moment mach ich nebenbei noch ein Fernstudium im Fitnessbereich. Gut vorstellen könnte ich mir später mal, als Fitnesscoach bei einem Verein tätig zu sein.

Welche Sportart kommt bei dir direkt nach Fußball?

Ganz klar, Basketball! Gerne schau ich mir auch mal ein Spiel der MHP Riesen Ludwigsburg an. Aber auch für American Football interessiere ich mich. In der Porsche Arena habe ich auch schon spannende Handballspiele der Wild Boys des TVB 1898 Stuttgart verfolgt. Tennis spiele ich selber gerne und schaue auch gelegentlich mal ein Match, wenn die Zeit dafür ist. Allgemein bin ich sehr sportbegeistert.

Bist du ab und zu noch in deiner Heimat Arnsberg?

Wenn es die Zeit zulässt, besuche ich schon gerne meine Eltern und die Familie in Nordrhein-Westfalen. Es ist natürlich nicht so einfach, das mit dem Profifußball zu kombinieren. Meistens ist es so, dass mich meine Family in Stuttgart besucht.

War es für dich schwierig, im Schwabenländle Fuß zu fassen?

Klar, am Anfang ist es glaube ich immer schwer, richtig anzukommen, wenn man in eine neue Stadt kommt. Aber ich wurde von den Fans von Anfang an super aufgenommen und das hat einiges erleichtert. Inzwischen habe ich in Stuttgart auch viele Freunde gefunden und fühle mich hier wohl.

Was gefällt dir besonders an Stuttgart?

Die Landschaft ist schon außergewöhnlich schön. Weinberge mitten in der Stadt, viel Grün, das macht Stuttgart schon zu etwas Besonderem. Viele Sehenswürdigkeiten, wie das Mercedes Benz Museum, gibt es auch und man kann gut feiern gehen. Unschlagbar finde ich die Wilhelma, da bin ich super gerne mit meiner Familie.

Gibt es noch weitere Lieblingsorte Stuttgart, an denen du dich gerne aufhältst?

Mein Lieblingsitaliener ist die Trattoria Vivaldi in Stuttgart-Ost. Da gehe ich gerne mit Freunden oder der Familie essen. Am Anfang war ich vom Wasen nicht so begeistert, aber auch nur, weil ich ihn nicht kannte. Inzwischen muss ich sagen: Daumen hoch! Ich gehe gerne hin, auch mit den Jungs vom VfB.

Was machst du um abzuschalten?

Möglichst viel Zeit verbringe ich natürlich mit meiner Frau und meinen Mädels. Regelmäßig begleiten mich die Kids und meine Frau bei den Heimspielen.  Meine Kinder beurteilen mich nicht nach meiner Leistung, sondern danach, wie gut ich als Vater bin. Um abzuschalten, versuche ich mich in meiner freien Zeit deshalb nicht groß mit Fußball zu beschäftigen.

Hast du momentan einen Lieblingssong und eine Lieblingsserie?

„Without You“ von Avicii mag ich gerade gerne. Ansonsten bin ich da wirklich offen, ich höre alles, was eben gute Laune macht. In Sachen Serie bin ich nicht anders als Millionen andere: Ich bin ein großer „Game of Thrones“-Fan. Die Serie „Ballers“ mit Dwayne Johnson kann ich auch nur empfehlen.

Welche Bedeutung haben deine Tattoos?

Mein rechter Arm steht für meine Familie, meine Eltern und mein linker für meine eigene Familie, die ich gegründet habe. Auf der Uhr links steht die Uhrzeit, zu der meine erste Tochter geboren wurde (6:05 Uhr). Die 33 (Rückennummer beim VfB) musste natürlich auch drauf. Vielleicht lasse ich noch was auf die Brust tätowieren, aber dann reicht es. Meiner Mutter hab ich nach dem ersten Tattoo hoch und heilig versprochen, dass es bei dem einen bleibt. Das hat nicht ganz geklappt (Daniel lacht).

Hast du ein Lebensmotto?

„Every moment is a new chance“, aus dem Film “8 Mile”

[Jeder Moment ist eine neue Chance.]


MEHR INFOS:
www.instagram.com/danielginczek

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