“EIN STÜCK MENSCHENWÜRDE” ZURÜCKGEBEN

Der Begriff Menschenwürde ist uns allen geläufig, für viele in Armut lebende StuttgarterInnen im Alltag jedoch nicht selbstverständlich. Am Donnerstag (07.02) will die Caritas Stuttgart diesen Menschen mit einer Aktion „Ein Stück Menschenwürde“ zurückgeben. 

 „Die Würde des Menschen ist unantastbar“

– wenn Artikel 1 des Grundgesetzes zitiert wird, nicken alle. So steht auch jeder Stuttgarterin und jedem Stuttgarter diese Würde alleine dadurch zu, weil er ein Mensch ist. Doch wie fühlen sich Menschen, deren Würde durch Armut aberkannt wird – dadurch, dass sie Hunger leiden, im Winter frieren oder keine Toilette benutzen können?

Am Donnerstag (07.02) startet Caritas die Aktion „Ein Stück Menschenwürde“. In der Königsstraße 7, auf den Treppen der Domkirche St. Eberhard, werden von 12:00 bis circa 17:00 Uhr Stoff-Fetzen zu einem Schal zusammengenäht. Anschließend wird dieser von einer diversen Menschenmenge auf der Königsstraße hochgehalten. 

Mitleidsvolle Blicke treffen oft diejenigen, die bei Minustemperaturen im Schlafsack auf der Königsstraße kauern. Diejenigen, die eine Nacht nach der anderen sehnsüchtig darauf warten, dass das Thermometer wieder nach oben klettert, um die Kälte aus ihren Gedanken verbannen zu können. 3.700 StuttgarterInnen fehlt ein Zuhause. Menschen, die von Bildung, Kultur und vom Miteinander einer Gesellschaft ausgeschlossen sind.

Die sichtbare Armut ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Unter der Oberfläche sinken diejenigen immer tiefer, die täglich arbeiten und trotzdem zu wenig verdienen. Zu wenig, um in Menschenwürde zu leben. Zusammen sind das im reichen Stuttgarter mehr als 60.000 Menschen. Wenn diese Menschen die finanziellen Mittel hätten, könnten sie in einer eigenen Kreis-Stadt leben.

Auf den Plakaten der Caritas-Kampagne prangen drei übergroße Gegenstände: Ein Heizkörper, eine Suppentasse und eine Rolle Toilettenpapier. Drei Dinge, die für den Großteil der Stuttgarter keinerlei Aufmerksamkeit erzeugen. Drei nichtssagende Gegenstände, die die Grundbedürfnisse vieler weiterer StuttgarterInnen sichern könnten.

Mit der Kampagne will die Caritas für „Olga46“ werben. Die Tagesstätte ist eine der ältesten Einrichtungen, weshalb sie auch „die Mutter der Straße“ genannt wird. Hier bekommen Menschen das Notwendigste, was sie für ein würdevolles Leben brauchen. Eine unterstützenswerte Kampagne!


MEHR INFOS:
www.olga46.de

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