RAN AN DIE FRÜCHTCHEN: DIE BESTEN SPOTS ZUM FRÜCHTE PFLÜCKEN

L.A.ON.TOUR

Her mit dem schönen Leben! Zwei Freundinnen, eine Stadt und tausend Dinge zu entdecken. Laura und Alina aus dem GTS-Team nehmen euch mit auf Entdeckungstour zu den coolsten Events und hippsten Adressen im Kessel. Jeden Donnerstag auf geheimtippstuttgart.de.

Back to the Roots! Unser Bewusstsein für eine biologische Ernährung wächst. Das zeigt der neue Ernährungsreport „Deutschland, wie es isst“. Mehr als die Hälfte der Deutschen achten bei ihrem Einkauf auf Bio-Siegel. Regional und saisonal liegen voll im Trend. Auch bei uns werden diese Fragen immer wichtiger:

“Woher kommt unser Essen und wie wird es angebaut?”

So einfach ist das gar nicht. Obwohl wir uns gesund ernähren wollen, greifen wir, etwa wenn es einmal schnell gehen muss, zu einfachen und schnellen Gerichten. Gerade junge Menschen essen laut Studie deutlich mehr Fertigprodukte. Um Tiefkühlpizza und Co. keine Chance zu geben, haben wir uns am letzten Wochenende einmal bewusst Zeit genommen. Wir starteten eine Mission mit leeren Tupperdosen: Frische Früchte in der Umgebung pflücken.

Glückspflücker on Tour

An einem sommerlichen Samstagmorgen fuhren wir mit der U6 vom Hauptbahnhof in Richtung der Früchtchen. Nach 20 Minuten stiegen wir an der Station Löwen-Markt aus, nach einigen Schritten standen wir auf den Feldern des Obsthofs Hörnle in Weilimdorf. Beim Näherkommen verwandelten sich die bunten Farbtupfer an den Sträuchern in Himbeeren, Stachelbeeren, schwarze und rote Johannisbeeren. Auf den Bäumen nebenan baumelten unzählige Sauerkirschen. Es fühlte sich fast an, als wären wir plötzlich auf dem Land. Alles war so saftig grün, dass es wirkte, als hätte jemand heimlich die Sättigung hochgeschraubt. Im Handumdrehen hatten wir drei Schalen voller rotem Glück gesammelt, für die wir beim Wiegen nur etwas mehr als vier Euro bezahlten.

Bio-Supermarkt versus Selberpflücken

Als Studentinnen verzichten wir im Supermarkt normalerweise auf frische Beeren, meist sind sie zu teuer oder kommen aus fernen Ländern wie Mexiko. Regionales und saisonales Obst bekommt man aber mit Sicherheit in Bio-Supermärkten. Wir wagten einen Preisvergleich und zahlten am selben Tag für jeweils 250 Gramm Stachelbeeren und Johannisbeeren rund zehn Euro. Das sprengte unser Budget bei weitem. Die Preise auf dem Obsthof waren studentenfreundlicher: Hier räumten wir mit drei großen Schalen Stachelbeeren, Johannisbeeren und Kirschen richtig ab und bekamen mehr Früchte für weniger als die Hälfte des Preises.

Laut dem Ernährungsreport ist den Deutschen nur ein Kriterium wichtiger als Gesundheit: Der Geschmack. Bei unserem Test stellte sich schnell heraus: Selbstgepflückt schmeckt besser. Es schien fast so, als könnte man die Sonne, die die Beeren bis zur letzten Sekunde genießen konnten, rausschmecken. Die Früchte aus dem Supermarkt waren weniger aromatisch. Kein Wunder: Sie haben bereits einen langen Transportweg im Kühllaster hinter sich, wodurch Geschmack verloren geht. Durch die Bezahlung der Feldarbeiter entstehen zudem Kosten, die den höheren Preis im Bio-Supermarkt erklären.

Zu viele Früchtchen?

Noch auf der Heimfahrt vernaschten wir einen Teil unserer Beute und überlegten, was wir mit dem Rest der Früchte anstellen könnten. Unser Geheimtipp: Kleine Tortlettes mit einer Mischung aus Joghurt und Quark bestreichen und die Früchte in verschiedenen Mustern anordnen. Das geht nicht nur schnell, sondern sorgt auch für einen echten Hingucker, mit dem man seine Freunde und Mitbewohner ganz schön begeistern kann.

Eine Frucht haben wir auf unseren Törtchen vermisst. Die Erdbeere! Für die Lieblingsbeere der Deutschen gilt: Nur der Juni ist rot. Auf den Feldern rund um den Kessel ist die Erdbeersaison fast überall schon beendet. Wir haben uns den Erdbeer-Monat für nächstes Jahr schon markiert.

Wer dem Alltag einmal entfliehen möchte, sollte Früchte pflücken gehen. Es gibt eine große Auswahl an Feldern rund um den Kessel, die verschiedenes Obst und manchmal auch Gemüse anbieten.

P.S.(SSSST!): Die Früchte gibt es nur solange der Vorrat reicht. Früh aufstehen lohnt sich!


DIE TOP 5 OBSTFELDER IN DER UMGEBUNG:

#1 Obsthof Hörnle

Ditzinger Str. 40, 70499 Stuttgart

Pflückzeiten: Montag bis Donnerstag und Samstag 16:00 – 18:00 Uhr

Erdbeeren: Ende Mai bis Ende Juni

Johannisbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren und Sauerkirschen: Anfang Juli bis Ende Juli

www.obsthofhoernle.de

#2 Beeren-Brodbeck

Handwerkstraße 19, 70565 Möhringen (mehrere Felder in der Umgebung)

Erdbeeren: Anfang Juni bis Anfang/Mitte Juli

Pflückzeiten: Montag bis Samstag 8:00 – 19:00 Uhr und Sonntag 8:30 – 19:00 Uhr

Johannisbeeren, Stachelbeeren: Anfang Juli bis Ende Juli

Pflückzeiten: Samstag 9:00 – 13:00 Uhr

www.beeren-brodbeck.de

#3 Erdbeerland Enderle

Triftstraße 111, 76448 Durmersheim

Pflückzeiten: Montag bis Samstag 7:00 – 20:00 Uhr und Sonntag 7:00 – 12:00 Uhr

Erdbeeren: Ende Mai bis Anfang Juli

www.enderle-erdbeerland.de

#4 Holzhäuser & Reim Bioland-Erdbeeren

Bühlstraße 26, 71263 Weil der Stadt

Pflückzeiten: Täglich 8:00 – 13:00 Uhr

Erdbeeren: Mitte Juni bis Anfang Juli

www.bio-beerenobst.de

#5 Beck’s Obstbau 

Bühlstraße 26, 71263 Weil der Stadt

Erdbeeren: Ende Mai bis Ende Juni

Pflückzeiten: Montag bis Freitag 8:00 – 19:00 Uhr und Samstag 8:00 – 16:00 Uhr

Süßkirschen: Ende Juni bis Mitte Juli

Pflückzeiten: Dienstag bis Donnerstag 13:00 – 18:00 Uhr und Samstag 8:00 – 13:00 Uhr

www.becks-hofmarkt.de

Für Blitzauskünfte zum Obstbestand am besten kurz die Onlineseite der Höfe checken oder vorher anrufen! 

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