DURCH STUTTGART MIT SARNA RÖSER

In diesem Herbst war unsere Spritztour durch den Kessel besonders schwungvoll. Das lag allerdings nicht nur an den PS unter der schicken Haube des weißen EQS von Mercedes-EQ, mit dem wir durch die City gedüst sind. Auch unsere Mitfahrerin Sarna Röser hatte jede Menge Energie mitgebracht.

Die dynamische Unternehmerin ist eine echte Powerfrau. Sie zählt laut Wirtschaftsmagazin „Capital“ zu den Top 40 Talenten der Wirtschaft. Sarna ist designierte Nachfolgerin des Familienunternehmens Zementrohr- und Betonwerke Karl Röser & Sohn GmbH, sitzt im Aufsichtsrat der Fielmann AG und ist im Beirat der Deutschen Bank. Jüngst hat Sarna als Teil der Jury der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ außerdem bewiesen, dass sie ein Händchen für gute Business-Deals und ein großes Herz für Jungunternehmer*innen hat. Höchste Zeit, die Unternehmerin ein bisschen besser kennenzulernen.

Unsere Tour durch Stuttgart starten wir am Feuersee, wo Sarna während ihres Studiums von 2006 bis 2009 aber auch darüber hinaus in der Nähe gewohnt hat.

Und auch die Social Angels Stiftung ihrer Familie hatte hier einige Jahre ihren Sitz. Da Sarna dort oft im Büro saß, kennt sie sich in der Ecke bestens aus. Das „Schwabenländle“ bedeutet für Sarna Heimat, wie uns die 35-jährige Unternehmerin verrät. Sie verbindet die Schwabenmetropole daher zuerst einmal mit ihrer Familie und deren Familienunternehmen. „Die Redewendung „Schaffe, schaffe, Häusle baue“ stammt nicht umsonst aus dem Schwabenland“, sagt Sarna. „Unsere Gegend zeichnet sich durch ihre Schaffenskraft aus – wir sind das Land des Mittelstands mit unseren zahlreichen Hidden-Champions, Weltmarktführern, Tüftlern und Denkern. Und das Wichtigste: Wir reden nicht nur, wir handeln – und packen an!“ Als Unternehmerin sieht Sarna in Stuttgart großes Zukunftspotenzial.

„Wir haben hier eine tolle Mischung aus Kultur, Freizeit, Bildung, Handel, Dienstleistungen und Nahversorgung. Diesen Zugang für alle zu vergrößern, ist Stuttgarts Zukunftsprojekt. Aus Unternehmerperspektive brauchen wir dafür weniger Bürokratie und schnellere Verwaltungsverfahren.“

Um zu erfahren, welche Orte Sarna im Kessel am besten gefallen, machen wir uns auf den Weg in Richtung Dorotheen Quartier.

Dank des First Class Fond-Komforts des EQS fahren wir ganz entspannt durch die Stadt. Sarna gefällt die Urbanität des Viertels. Hier geht sie gerne in der Markthalle shoppen oder etwas Leckeres essen. Während wir durch das Dorotheen Quartier schlendern, erzählt Sarna uns, dass sie früher Anwältin werden oder bei einem Tech-Startup in den USA arbeiten wollte. Schnell wurde ihr aber klar, dass ihr Herz für das Familienunternehmen schlägt: „Es ist die größte und spannendste Aufgabe für mich, unser Unternehmen in Zukunft weiterzuführen, neue Geschäftsideen zu verfolgen und mich auch politisch für die unternehmerische Freiheit einzusetzen. Meine Eltern haben mir früh vieles zugetraut und so alle Chancen gegeben. Dadurch bin ich schnell ins Unternehmertum reingewachsen und weiß, welche Verantwortung ich für das Unternehmen, die Mitarbeiter und die Region übernehme.“

Wir drehen die Musik laut auf und lassen ein paar von Sarnas Lieblingssongs laufen, während wir uns auf den Weg in die Rotenberger Weinberge machen.

Von „Black and Gold“ von Sam Sparro über „Little Lion Man“ von Mumfords & Sons bis hin zu den Tracks von Cassandra Steen – die Unternehmerin hat einige Songs, für die sie das Radio gerne lauter dreht. Die berühmte Grabkapelle auf dem Württemberg, oberhalb der Weinberge in Rotenberg, ist für Sarna ein beliebtes Ausflugsziel. Ganz in der Nähe befindet sich auch das Weingut Diehl, das von Thomas Diehl geführt wird. Seit sie sich durch den Wirtschaftsverband DIE JUNGEN UNTERNEHMER kennengelernt haben, sind die beiden gut befreundet.

Bereits vier Jahre lang ist Sarna Bundesvorsitzende des Verbandes, der die Stimmen der jungen Unternehmer*innen bündelt. „Unser Ziel ist es, Herausforderungen aktiv anzupacken, uns politisch einzumischen und unsere Wirtschaft zu stärken. Die Werte der sozialen Marktwirtschaft sind dafür immer wieder unsere Basis“, sagt die Unternehmerin. „Freiheit, Wettbewerb, Eigenverantwortung und Generationengerechtigkeit gilt es immer wieder zu verteidigen.“

Auch als Jurorin der elften Staffel der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ hat Sarna viele junge Unternehmer*innen unterstützt. „Wir investieren als Familie schon seit vielen Jahren in Start-ups und ich bewege mich als Unternehmerin auch in der Gründerszene. Die Sendung ist eine tolle Möglichkeit, noch stärker auf Start-ups aufmerksam zu machen und auf einer großen öffentlichen Bühne Vorbilder zu schaffen. Mit meinem Netzwerk möchte ich Gründer und Start-ups nach vorne bringen. Gerade weil ich sehr jung gestartet bin, kann ich die Gründer auch mit meiner persönlichen Erfahrung unterstützen. Der Schritt in die Selbstständigkeit erfordert Mut. Diesen möchte ich stärken.“

Für Sarna ist der Schlüssel zum Erfolg die Leidenschaft, wie sie uns auf dem Weg zurück in die Innenstadt erzählt. Ihre Tipps für junge Unternehmer*innen sind: „Kenne deine Stärken und Schwächen, baue dir ein starkes Netzwerk auf und werde sichtbar, stelle einen genauen Businessplan auf, suche dir bei Bedarf die richtigen strategischen Partner und Investoren, sei schnell und platziere dich auf dem globalen Markt, bleibe selbstbewusst und halte durch.“

Um durchzuhalten, muss man manchmal die Akkus aufladen. Das machen wir im Gardener’s Nosh in der Calwer Straße, einer von Sarnas Lieblingsspots in Stuttgart.

Die Unternehmerin verbindet mit dem Restaurant nicht nur etliche Leckereien. Inhaberin Madeleine Samira Sahuri-Schwer und Sarna sind auch auf dieselbe Schule gegangen. Wenn Sarna Meetings oder Shootings in Stuttgart hat, nutzt sie den Spot in der Calwer Straße gerne als Anlaufpunkt. Unterstützung von Unternehmerin zu Unternehmerin eben.

Während wir freshe Drinks und Kaffee schlürfen, ist sich Sarna sicher, dass vor allem die Politik anpacken muss, um Deutschland gründerfreundlicher zu machen. „Der bürokratische Aufwand muss beseitigt werden. Außerdem brauchen wir mehr Tempo bei der Digitalisierung. Warum ist im Ausland zum Beispiel eine Unternehmensgründung per Mausklick möglich, aber in unserer hoch entwickelten Industrienation noch nicht?“ Auch in Sachen Fachkräftemangel sieht Sarna die Politik in Zugzwang: „Die Politik muss zum Beispiel die Bildung in Naturwissenschaften und Technik stärken, Kinderbetreuung sicherstellen, mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland anwerben und auf unserem Arbeitsmarkt alle Hebel in Bewegung setzen, dass jeder Arbeitssuchende auch in Arbeit kommt.“

Unsere Spritztour endet im Geheimtipp Stuttgart-Headquarter, wo wir Sarna unsere NIE 0815. IMMER 0711.-Tasse überreichen.

Hier hat die Unternehmerin noch den ultimativen Tipp für alle, die mit der optimalen Work-Life-Balance kämpfen. Für Sarna gehen Beruf und Privatleben Hand in Hand: „Mein Alltag ist zwar oft stressig, aber nicht im negativen Sinn. Ich habe Freude an meiner Arbeit und brauche nicht ständig Zeit, um davon abzuschalten. Ich habe das Glück, meine Leidenschaft in dem gefunden zu haben, was ich tue. Und ich bin der Meinung, das kann jeder, wenn er auf sein Herz hört.“

Sarna Röser ist eine unglaublich inspirierende und energiegeladene Frau. Getreu ihres Lebensmottos

„Machen ist wie wollen, nur krasser“

krempeln wir alle jetzt die Ärmel hoch und arbeiten uns voran in Richtung Lebenstraum.

MEHR INFOS:
www.sarna-roeser.de