FUSSBALL DIGITAL IN STUTTGART – SO SCHLÄGT SICH DER VFB IM ESPORTS

eSports hat in den letzten Jahren mächtig an Aufwind gewonnen -das Image des virtuellen Sports hat sich deutlich verbessert. Immer mehr Menschen können sich für Videogames begeistern und versuchen, mit ihrem Hobby etwas Geld zu verdienen . Der eSport ist eine wunderbare Möglichkeit, um das eigene Talent in einem bestimmten Spiel auf die Spitze zu treiben. Viele Games bieten inzwischen nationale oder sogar internationale Ligen, in denen man lukrative Preisgelder gewinnen kann. Auch unser VfB Stuttgart ist seit Jahren im eSports Game vertreten.

Insgesamt verfolgen über 500 Millionen Zuschauer*innen eSports Events weltweit. Bei den sogenannten DOTA-2-Turnieren wurden über 60 Millionen Dollar an Preisen gezahlt. eSport ist ein Milliarden-Dollar Business geworden. Das haben auch große Marken wie Coca-Cola und Microsoft erkannt. Das Heimatland des eSports ist Korea. Hier werden die eSportler*innen wie Superstars empfangen und Spiele im Fernsehen übertragen. Gewinnen ist das Stichwort, denn jede*r Gamer*in liebt es, am Ende eines Spiels als Sieger*in dazustehen. Dies gilt natürlich auch für jene Sportfans, die online Wetten auf ihren Lieblingssport platzieren. Wetten ist heutzutage auch auf eSport Matches möglich, bei denen oft ein Sportwetten Bonus angeboten wird.

Wie ist der VfB Stuttgart mit dem eSport verbunden?

Bereits 2017 hat der VfB als dritter Bundesligist nach Schalke und Wolfsburg eine eSports-Abteilung ins Leben gerufen. Seit der Saison 2018/19 gibt es die sogenannte „VBL Club Championship“, an der in der aktuellen Saison 2021/22 insgesamt 26 Clubs aus der Bundesliga und 2. Bundesliga teilnehmen. Nachdem der VfB sein erfolgreich begonnenes Projekt 2020 aus wirtschaftlichen Gründen vorerst stillgelegt hat, erfolgte ein Jahr später bereits die Rückkehr in die Virtuelle Bundesliga. Mit der Saison 2022/23 hat der VfB Stuttgart erneut eine Abteilung für den eSport gestartet und sich selbst hohe Ziele gesetzt. Man möchte diese Abteilung nicht nur führen, um das Angebot im Verein vorweisen zu können, sondern es gilt, auf lange Sicht Erfolge mit dem kleinen Team zu feiern. Dazu ist insbesondere die Teilnahme an der Virtuellen Bundesliga (VBL) wichtig.

Das eSport-Team des VfB Stuttgart besteht derzeit aus drei Spielern und einem Content Creator. Als Spieler werden Burak May, Deni Mutic und Simon Zügel an den Start gehen. Niklas Luginsland komplettiert das Team als Content Creator. Die hauseigene eSport-Abteilung hilft Sportvereinen wie dem VfB Stuttgart dabei, die jüngereGeneration anzusprechen und sie für den Klub zu begeistern. Das Interesse am virtuellen Fußball wächst stetig und deutsche Fans werden nun häufiger mit der Thematik konfrontiert. Der VfB Stuttgart möchte langfristig nicht nur erfolgreich an der VBL teilnehmen, sondern mit seinem eSports-Team auch bei internationalen Wettbewerben punkten. Im Laufe der Saison wird beispielsweise ein VfB-Talent-Team aufgebaut, um die Philosophie der Jungen Wilden auch auf den eSport zu übertragen. Zudem soll die eSports-Sparte erweitert, ausgebaut und nachhaltig beim VfB verankert werden.

Wie erfolgreich ist die virtuelle Bundesliga in Deutschland?

Die VBL hat in Deutschland klein gestartet. Zu Beginn wurde die Fußball-Simulation von einigen großen Vereinen belächelt und nicht weiter beachtet. Das war ein Fehler, denn es stellte sich recht schnell heraus, dass die Idee an sich großen Anklang in der Fangemeinde fand. Die Fußballgames erfreuen sich an einer großen Beliebtheit und sie sind nicht selten der Schlüssel, um jüngere Fans emotional an einen Fußballverein zu binden. Man konnte beobachten, wie die VBL über die Jahre mehr an Bedeutung gewann und jene Klubs, welche von Beginn an mit von der Partie waren, profitierten sehr von diesem Wachstum der Branche.

Die größeren Fußballklubs in Deutschland, welche den eSport zunächst als Unsinn abgetan hatten, bereuten ihre Entscheidung plötzlich. Ein Grund dafür war auch, dass es im virtuellen Sport auf einmal um immer höhere Preisgelder ging. Doch die größeren Klubs haben ein schweres Spiel, denn Vereine wie der SV Werder Bremen oder der 1. FC Heidenheim sind inzwischen fest im eSport etabliert und gelten als Schwergewichte.

Wer waren die bisherigen Meister der virtuellen Bundesliga?

Die erste Austragung der VBL fand in der Saison 2012/2013 statt und damals gab es lediglich eine Meisterschaft für Single-Player. Das zog sich bis zur Saison 2017/2018 weiter. Doch danach begann die VBL auch die Klubmeisterschaften auszutragen und spätestens ab diesem Zeitpunkt wurde die Liga tatsächlich für alle Profi-Vereine interessant. In den ersten beiden Spielzeiten sicherte sich der SV Werder Bremen die Club-Championships. 2020/2021 spielte sich der 1. FC Heidenheim an die Spitze des deutschen eSports. Danach folgten in den Spielzeiten 2021/2022 und 2022/2023 zwei Erfolge von RB Leipzig. Der erste Single-Player Champion in der Virtuellen Bundesliga war übrigens der Spieler Kevin Assia.

Virtueller Fußball in Deutschland: Die Zukunft des eSports dürfte strahlend aussehen

Fußballvereine wie der VfB Stuttgart haben die Möglichkeiten im Kontext des virtuellen Fußballs erkannt und gehandelt, indem gute Teams aufgestellt wurden. Diese kleinen Mannschaften bieten jungen Gamern die Chance, ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen.

In der Zukunft dürfte die virtuelle Bundesliga in Deutschland noch mehr an Qualität und Bedeutung gewinnen. Der Gaming-Sektor wächst weltweit und es entstand sogar eine vollkommen neue Berufssparte, welche es Gaming-Fans möglich macht, sich den Traum zu erfüllen, mit dem Spielen von Videogames Geld zu verdienen.

Fazit: Der virtuelle Sport verbindet die Generationen

Ob GenZ oder Boomer – virtuelle Fußballsimulationen erreichen alle Altersschichten. Auch, weil es möglich ist, bei eSports in die Fußstapfen der größten Fußballspieler aller Zeiten zu schlüpfen. Moderne Fußball-Games haben oft auch wahre Legenden wie Franz Beckenbauer, Maradona und Co. im Angebot und so können diese Spiele eine Brücke zwischen den Generationen herstellen.

Es steht außer Frage, dass der Sport die Menschen verbindet und das gilt auch für den eSport. War er Ende der 1990er Jahre noch vorwiegend Spieler*innen bekannt, werden die Wettkämpfe heute von einem Millionenpublikum per Livestream, im TV und in ausverkauften Stadien verfolgt.